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28. Februar 2019 11:36; Akt: 28.02.2019 11:36 Print

Wie wichtig sind meine Noten später wirklich?

Beim Einstieg in die Arbeitswelt spielen neben deinen Noten viele weitere Faktoren eine elementare Rolle.

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Während deiner gesamten akademischen Laufbahn wird dir eingetrichtert: Deine Leistung ist messbar – und zwar durch Noten. Doch wie werden diese noch gewichtet, wenn du plötzlich aus der Uni bist und in die Arbeitswelt eintrittst? Ist es nur mit überragendem Zeugnis möglich, eine gute Stelle zu bekommen?

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Wie wichtig sind dir deine Noten?

Grundsätzlich gilt: Je mehr Interessenten sich auf eine Stelle bewerben, desto wichtiger sind deine Noten. Bewirbst du dich für einen Job bei einem bekannten Grossunternehmen, musst du davon ausgehen, dass du mit einer Vielzahl weiterer Kandidaten konkurrieren musst. Wer schlechte Noten hat, wird dabei oft automatisch ausgefiltert. Bei KMUs oder Start-ups ist die Chance grösser, dass dein Zeugnis weniger stark ins Gewicht fällt. Vor allem Start-ups suchen «Macher», also Mitarbeiter, die durch ihre Arbeitserfahrung und Motivation glänzen.

Da viele Berufe weit von der Theorie entfernt sind, gibt es auch zunehmend Firmen, die eigene Eignungstests mit ihren Bewerbern durchführen. Dabei wird gezielt geprüft, ob du bestimmte Fähigkeiten mitbringst, die für eine Stelle gefordert werden.

Persönlichkeit und Arbeitserfahrung

Was dich besonders macht und von deinen Konkurrenten abhebt, ist deine Persönlichkeit. Offenheit, Teamfähigkeit, gute Kommunikations-Skills oder Querdenken sind Eigenschaften, die in vielen Berufen unabdingbar sind. Wer zudem bereits Erfahrungen in der Berufswelt sammeln konnte, hat einen erheblichen Vorteil denen gegenüber, welche noch nie gearbeitet haben.

Deshalb gilt: Versuch schon während des Studiums zu jobben! Natürlich ist es am besten, wenn du einen Sommer- oder Nebenjob findest, der in einem Bereich angesiedelt ist, der etwas mit deiner Fachrichtung zu tun hat. Doch auch, wenn du beispielsweise neben dem Studium als Barista im Starbucks oder als Bartender gearbeitet hast, bringst du schon wichtige Erfahrung mit.

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Du zeigst einem zukünftigen Arbeitgeber, dass du dich an vorgegebene Arbeitszeiten halten kannst, teamfähig und ambitioniert bist und Verantwortung übernehmen kannst. Insbesondere als Geisteswissenschaftler wird von zukünftigen Arbeitgebern oft Berufserfahrung gefordert, da Jobben neben dem Studium gut möglich ist (extracool: Du verdienst damit dein erstes eigenes Geld!)

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Unterschiede in Berufsfeldern

Die Wichtigkeit deiner Noten variiert je nach Fachbereich. Während es sich in einigen Studienrichtungen tatsächlich lohnt, gute Noten zu schreiben, solltest du dich in anderen Fachbereichen auch auf andere Qualitäten konzentrieren. Studierst du Recht und möchtest später Staatsanwalt oder Richter werden, solltest du dich um ein perfektes Zeugnis bemühen. Auch wenn du eine berufliche Laufbahn in der Forschung anstrebst, sollten deine Noten möglichst makellos erscheinen.

Als angehender Mathematik- oder Chemielehrer musst du dir hingegen aufgrund des Fachkräftemangels eher weniger Sorgen machen.

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Grundsätzlich solltest du natürlich immer dein Bestes geben und deine Klausuren souverän bestehen. Auch wenn das nicht zwingend zu einem Abschluss mit summa cum laude führt, wird deine Ambition und Motivation bestimmt in der Arbeitswelt belohnt werden.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Arbeiter am 28.02.2019 11:42 Report Diesen Beitrag melden

    Ja Klar

    und wenn man mit 19 noch keine 3 Master vorweisen kann, ist man in der Diplomitis-Schweiz sofort weg vom Fenster. Arbeitgeber kommt von eurem hohen Ross runter!

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  • Stefan am 28.02.2019 11:51 Report Diesen Beitrag melden

    Ist ja klar

    Die Noten sind beim Einstieg wichtig, danach zählt die Leistung. Hat man jedoch keine guten Noten, bekommt man keine Chance gute Leistung zu zeigen, weshalb man sich in der Schule möglichst anstrengen sollte, wenn man einmal einen guten Job will und kein Vitamin B hat.

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  • Kigä am 28.02.2019 11:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Genügend ist genügend

    Erreichte Abschlüsse sind wichtig, aber wichtig sind später nicht die Noten, sondern das Wissen! Nach den Noten fragt später niemand mehr.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Nicht wirklich am 01.03.2019 16:15 Report Diesen Beitrag melden

    Also ich hatte ne 1 an der LAP

    In Mathe Mündlich weil ich 5 minuten zu spät war wurde ich nicht mehr reingelassen. Hat "etwas" meinen Gesamtschnitt heruntergezogen, Habe aber eine 6 in Warenkunde gehabt, bis jetzt immer einen Job gefunden.

  • AppleBee am 01.03.2019 16:05 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gedanken zur Thematik

    Ich habe mir erlaubt bei der Diskussion mitzulesen. Ich habe mir einige Gedanken gemacht, die ich gerne teilen möchte. - erschwerte Lernbedingungen, welche durch das Umfeld gesteuert und geprägt sind beeinflussen die Leistung und wird nicht im Zeugnis erwähnt. - als Alternative gilt das Arbeits-, Zwischen- oder Abschlusszeugnis, welches gemäss Gesetz - wohlwollend formuliert sein muss. - Fremdsprachigkeit ist ein gutes Beispiel für: hängt nicht Proportional mit der Intelligenz zusammen - Chancengleichheit gibt es nicht, da gewisse Diplome erkauft werden können!

  • Saurer Bürger am 01.03.2019 14:40 Report Diesen Beitrag melden

    Kein Bock auf Autorität

    Auf Solche Steine und Hürden lege ich als Arbeitsuchender schon lange keinen Wert mehr. Weil man die Schwächen schwächen des Vorgesetzten schon am ersten Tag zu spüren bekommt.

  • Informatiker32 am 01.03.2019 14:07 Report Diesen Beitrag melden

    noten oder praxis

    Ich hatte eigentlich bis zum letzten Bezirksschulsemester immer gute Noten (zwischen 4.5 - 5 im Schnitt)

  • Mr. Spock am 01.03.2019 07:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ist nix neues

    Ich musste in den 80zigern schon einen Eignungstest beim Unternehmen meiner Wahl absolvieren