Weihnachten

19. November 2010 12:20; Akt: 19.11.2010 12:55 Print

«Altes» Spielzeug bietet Games die Stirn

Plüschtiere, Lego-Bausteine und Prinzessinnen-Accessoires: Die Wunschlisten der Kinder für Weihnachten verändern sich über die Jahre kaum.

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Bei den Spielzeugen bleiben die Kinder konservativ. (Bild: Keystone)

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Nebst neuen elektronischen Spielsachen stossen heuer auch wieder traditionelle Spielwaren auf eine hohe Nachfrage. In einer Umfrage bei seinen Mitgliedern hat der Spielwarenverband Schweiz verschiedene Verkaufsrenner im anlaufenden Weihnachtsgeschäft ausgemacht: So liegen unter anderem diverse batterienbetriebene Plüschtiere, ferngesteuerte Helikopter, die neuste Linie der Barbie-Puppen und bestimmte Modellautobausätze hoch in der Gunst der Kinder.

Laut diversen Detailhändlern sind aber auch Gesellschaftsspiele wie Monopoly sehr beliebt. Als Verkaufsrenner entpuppen sich zudem einmal mehr Produkte von seit Jahren bekannten Spielwarenmarken wie Lego, Playmobil oder Carrera. Bei den Videospielen verkauft sich in den Spielwarenläden und -abteilungen offenbar die neuste Version des Fifa-Fussballspiels sehr gut.

An Bedeutung gewonnen hat zudem der Verkauf von Zubehör für Videokonsolen, die es ermöglichen, mit Körperbewegungen und nicht mehr mit einem Joystick oder einem Joypad die Spielfiguren zu steuern.

Stabile Preise

Um dem Weihnachtsrummel auszuweichen, kaufen die Schweizer die Spielsachen vermehrt im Internet. Ein Vertreter der Warenhauskette Manor beispielsweise sprach gegenüber der SDA von einer «signifikanten Steigerung» in den letzten Jahren. Besonders Grossspielwaren liessen sich die Konsumenten gerne nach Hause liefern.

Egal ob per Mausklick oder traditionell im Laden: Die Schweizer Konsumenten müssen an diesen Weihnachten für Spielsachen nicht tiefer in die Taschen greifen. Auch im nächsten Jahr sollten die Preise für Spielwaren gemäss Angaben des Spielwarenverbands hierzulande stabil bleiben.

Anders sieht es in Deutschland aus. Da rechnet der Bundesverband des Spielwaren-Einzelhandels (BVS) mit deutlich höheren Preisen. Die Verbandsleitung geht von einer Steigerung im «zweistelligen» Bereich aus, wie er Anfang November mitteilte.

Als Grund gibt der Verband die anziehenden Rohstoffpreise, höhere Frachtraten und vor allem die stark gestiegenen Produktionskosten in China an. Um bis zu 25 Prozent seien die Löhne im Mekka der Spielzeugproduktion gestiegen.

Dies spüren zwar auch die Schweizer Händler. Doch sie profitieren vom starken Schweizer Franken. Dank günstigen Wechselkurseffekten sollte das Preisniveau hierzulande deshalb stabil bleiben.

(sda)