Staatssekretär Ambühl

23. September 2012 09:19; Akt: 23.09.2012 09:27 Print

«Das Abkommen steht und es ist gut»

Der Staatssekretär für internationale Finanzfragen, Michael Ambühl, ist vom Steuerdeal mit Deutschland überzeugt. Für die Deutsche gebe es nur Vorteile, sagt er.

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Michael Ambühl, Staatssekretär für internationale Finanzfragen, schliesst Nachverhandlungen zum Steuerabkommen mit Deutschland aus. Es gebe kein Szenario, das Nachverhandlungen vorsehe, sagte er in einem Interview mit dem «SonntagsBlick». «Das Abkommen steht. Und: es ist gut.»

Falle das Abkommen durch, bleibe der Status quo. «Die Deutschen können dann mittels Amtshilfe ein paar hundert Fälle erhalten. Ab und zu kaufen sie wohl eine Daten-CD», sagte Ambühl. «Sie haben dann 'Gerechtigkeit' nach Zufallsprinzip.»

Eine Einschätzung, ob das Steuerabkommen mit Deutschland zustande komme oder nicht, wollte Ambühl nicht machen. «Die deutsche Regierung sagt uns, sie engagiere sich dafür. Wir glauben, dass sie das tun wird», sagte er lediglich.

«Sehr wenige» Deutsche schleichen ab

Die SPD liegt laut Ambühl falsch, mit der Aussage, dass deutsche Steuersünder durch das Abkommen bevorzugt werden: «Das Abkommen begünstigt Steuerhinterziehung nicht. Es war unser Anspruch, eine pauschale Regelung zu finden, die einer möglichst gerechten Besteuerung nahekommt.» Ambühl sagte zudem, in den meisten Fällen sei eine anonyme Nachbesteuerung teurer als eine Selbstanzeige.

Auch würden nur «sehr wenige» deutsche Kunden nun ins Ausland abschleichen, sagte Ambühl. Für viele deutsche Steuersünder sei das Abkommen vielmehr eine «ideale Gelegenheit, ihr Geld zu regularisieren und gegen einen hohen, aber angemessenen Preis mit sich und dem Fiskus ins Reine zu kommen». Zudem hinterliessen Abschleicher Spuren. «Die Chance, entdeckt zu werden, steigt durchs Abschleichen.»

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Peter Ringier am 23.09.2012 10:27 Report Diesen Beitrag melden

    Träumt weiter

    Die Staaten welche am meisten von der Schweizer Spitzfindigkeit "Steuerhinterziehung - Steuerbetrug" betroffen sind, werden der Schweiz nachhaltig aufzeigen, dass es so nicht mehr weitergeht. Die USA habens vorgemacht, andere werden dem Beispiel folgen. Also aufhören mit der "Schmierenkomödie" und zum automatischen Datenaustausch wechseln.

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  • P.N. am 24.09.2012 10:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gut für Deutschland

    Glaubt mir ,die Reichen sind hier weil sie gewisse Vorteile gegenüber andern Ländern haben zbs. Steuern,Sicherheit.Infrastruktur usw. Wenn sie keine Vorteile mehr sehen oder anderswo besser bedient werden sind sie so schnell weg wie sie gekommen sind,,,,,Darum sollte man genau überlegen was man für Verträge abschliesst.

  • Pierre am 23.09.2012 19:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Warum wir?

    Liegt es an uns, der Schweiz, die Steuern anderer Staaten einzutreiben? Sicher nicht! Solange diese Länder den Sozialstaat weiter ausbauen, wird sich an der Situation nichts ändern. Diese Länder werden weiter verarmen. Früher oder später ziehen die sogenannten Reichen aus. Für das Geld, das sie an Steuern zahlen müssten, kann man anderswo eine tolle Villa kaufen und hat erst noch was davon. Aber was kümmert das die Politiker. Hauptsache sie stehen beim nutzniessenden Volk gut da und ihre Wiederwahl ist gesichert. Deren Nachfolger sollen es richten. Siehe Südeuropäische Staaten.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • P.N. am 24.09.2012 10:04 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gut für Deutschland

    Glaubt mir ,die Reichen sind hier weil sie gewisse Vorteile gegenüber andern Ländern haben zbs. Steuern,Sicherheit.Infrastruktur usw. Wenn sie keine Vorteile mehr sehen oder anderswo besser bedient werden sind sie so schnell weg wie sie gekommen sind,,,,,Darum sollte man genau überlegen was man für Verträge abschliesst.

  • Pierre am 23.09.2012 19:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Warum wir?

    Liegt es an uns, der Schweiz, die Steuern anderer Staaten einzutreiben? Sicher nicht! Solange diese Länder den Sozialstaat weiter ausbauen, wird sich an der Situation nichts ändern. Diese Länder werden weiter verarmen. Früher oder später ziehen die sogenannten Reichen aus. Für das Geld, das sie an Steuern zahlen müssten, kann man anderswo eine tolle Villa kaufen und hat erst noch was davon. Aber was kümmert das die Politiker. Hauptsache sie stehen beim nutzniessenden Volk gut da und ihre Wiederwahl ist gesichert. Deren Nachfolger sollen es richten. Siehe Südeuropäische Staaten.

    • dankbarer am 24.09.2012 06:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      danke

      danke! genau meine meinung

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  • Peter Ringier am 23.09.2012 10:27 Report Diesen Beitrag melden

    Träumt weiter

    Die Staaten welche am meisten von der Schweizer Spitzfindigkeit "Steuerhinterziehung - Steuerbetrug" betroffen sind, werden der Schweiz nachhaltig aufzeigen, dass es so nicht mehr weitergeht. Die USA habens vorgemacht, andere werden dem Beispiel folgen. Also aufhören mit der "Schmierenkomödie" und zum automatischen Datenaustausch wechseln.

    • Mark Strahl am 23.09.2012 17:01 Report Diesen Beitrag melden

      Irrglaube einer "Lösung"

      Was hier alle nicht zu verstehen scheinen ist, dass das Abkommen oder auch ein automatischer Abgleich keine nachhaltige Wirkung haben. Warum? Was für Geld ist das noch einmal? Unversteuertes Schwarzgeld! Wenn es nicht bei uns auf den Konten liegt, liegt es einfach in einem anderen Land, Bar unter dem Kopfkissen oder ist in Scheinfirmen investiert, etc. Auch ein Datenaustausch bringt z.B. den Deutschen 1x Geld und danach kostet es unsere Banken einfach Geld, ohne Wirkung... Super Lösungen! Die Probleme liegen an einer anderen Stelle und die können wir nicht für diese Länder lösen.

    • Paul Huber am 23.09.2012 17:16 Report Diesen Beitrag melden

      Wieso

      Frage wieso, Steuern eintreiben ist Sache des Staates und nicht der Banken und der Schweiz ???

    • D.B. am 24.09.2012 21:14 Report Diesen Beitrag melden

      Wer traumt?

      @Ringier. Sie haben immer noch nicht verstanden dass es hier um einen Wirtschaftskrieg geht um den Finanzplatz Schweiz zu schwaechen. Die USA haben gar nichts vorgemacht, sie offerieren weiter Delaware Companies und haben Doppelsteuerungsabkommen z.b. mit Brasilien, Mexico usw. ohne das Sie diese Einhalten indem Sie die Informationen zurueckbehalten.

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