SP-Nationalrat Nordmann

11. Februar 2015 10:38; Akt: 11.02.2015 10:38 Print

«Der Fall Swissleaks ist auch ein Fall Finma»

Die Swissleaks-Affäre um die Bank HSBC wirbelte viel Staub auf. Nun knöpfen sich die Politiker die Aufsichtsbehörde Finma vor.

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Roger Nordmann, Nationalrat SP-VD, plant einen Vorstoss im Parlament. (Bild: Keystone/Peter Klaunzer)

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Steuerdelikte, Terrorfinanzierung und Verstrickungen in Drogen- und Waffenhandel: Es sind happige Vorwürfe, mit der sich die Privatbank HSBC konfrontiert sieht. Aber nicht nur die Bank steht im Fokus der Swissleaks-Affäre, auch die Finma sieht sich Kritik ausgesetzt. Nachdem der ehemalige Staatsanwalt Dick Marty vor kurzem gesagt hat, die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht sehe nicht, wenn ein Elefant an ihr vorbeilaufe, ziehen nun Politiker nach.


Drückt die Finma bei Banken ein Auge zu?

SP-Nationalrat Cédric Wermuth sieht sich laut einem Bericht des «Tagesanzeigers» in seinem Verdacht bestätigt, dass es ein «Gentlemen's Agreement» zwischen der Finma und den Banken gebe. Mit anderen Worten, die Finma drücke bei den Banken gerne einmal ein Auge zu. Auch Parteikollege Roger Nordmann ist empört. «Der Fall Swissleaks ist auch ein Fall Finma.» Die beiden linken Politiker wollen, dass sich die Geschäftsprüfungskommission (GPK) des Falls annimmt. Dafür werden aktuell Vorstösse vorbereitet.

Bei der GPK zeigt man sich offen für eine Untersuchung. Schon früher sei festgestellt worden, dass die Kontrolle eingeschränkt sei. Der Fall HSBC würde dies bestätigen, sagt Präsident Rudolf Joder. «Darum muss die Finma jetzt ein Thema für die GPK werden», so der SVP-Mann. Die Aufsichtsbehörde kommentiert die Vorwürfe aus den Reihen der Politiker nicht.

(dia)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • rolf mündig am 11.02.2015 10:44 Report Diesen Beitrag melden

    tja....

    Die FINMA ist und bleibt ein Witz. Besteht ja zu einem grossen Teil aus Ex-Bankern. Was wollen wir da wirklich erwarten? Wer glaubt, dass die FINMA jemals zu gebrauchen sein wird, der glaubt auch, dass Zitronenfalter Zitronen falten......

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  • Tom Albers am 11.02.2015 10:49 Report Diesen Beitrag melden

    Wohlfühloase FINMA

    Die FINMA ist ein weiteres überflüssiges Amt, dass ausser sehr hohen Kosten absolut nichts bringt. Bestückt mit EX-Bankern. Eine Krähe hackt einer anderen niemals ein Auge aus.

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  • aargau er am 11.02.2015 11:13 Report Diesen Beitrag melden

    warum braucht es Bundesstellen, die ....

    .... nicht arbeiten? Die zweifelhafte Daseinsberechtigung der Finnma ist schon mehrmals aufgefallen. Wozu braucht es denn die noch, wenn sie nicht das tun, wofür sie vorgesehen ist. Abwe auch andere Bundesstellen und Vereinigungen sind zweifelhaft, wie zum Beispiel Club Helvetic, Avenir Suisse, Economie Suisse, oder der Gebühreneintreiber der SRG......

Die neusten Leser-Kommentare

  • Ovis Colonius am 12.02.2015 07:37 Report Diesen Beitrag melden

    Kollega Wirtschaft

    Wenn der Herr Kollega den Herrn Kollega Kontrolliert ist das ETWAS schwierig. Wo sind wir in der Schweiz, hier hat das doch eine Alte und Lange Tradion. Eine Krähe, hackt einer andern Krähe nie ein Auge aus.

  • der oberlehrer am 11.02.2015 20:52 Report Diesen Beitrag melden

    ungaublich 8 Jahre alter Käse gerieben

    Das sind nicht zufällig die Politiker, welche für ein Embargo dieser Politiker und Despoten zuständig gewesen wären im Jahr 2007. Macht man es sich nicht etwas zu einfach, wenn man heute der Finma vorwirft, nicht genügend getan zu haben. Frei nach dem Motto wir haben nichts gemacht aber ihr hättet längst etwas tun müssen. Hier wird ein 8 Jahre alter Käse neu gerieben. Wem soll das etwas bringen? Das Verhalten der Bank ist zu überprüfen. Das Mutterhaus mit einigen Mrd. zu strafen. So wie es USA/GB/EU mit UBS und CS machen muss es die CH auch machen.

  • Kurtli am 11.02.2015 18:56 Report Diesen Beitrag melden

    Überwachung der Kleinen

    Bei der Finma zahle ich Jahres-Gebüren damit ich als ungebundener Versicherungsvermittler tätig sein darf. Dazu noch bürokratische Artikel und Vorschriften über meine Indentifikation usw. Ich glaube, die haben im minimum 20000 Mitarbeiter.

  • Dominic am 11.02.2015 16:12 Report Diesen Beitrag melden

    wenn ein Elefant an ihr vorbeilaufe

    Zitaz: "... die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht sehe nicht, wenn ein Elefant an ihr vorbeilaufe." Schöner kann man das wohl nicht ausdrücken! Es wäre vielleicht besser für die Schweiz, wenn die Finma nicht von den Banken bezahlt würde und man da eine unabhängige Stelle schaffen würde.

  • Selina am 11.02.2015 13:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Neutrlität

    Habe ich was falsch verstanden? Die FINMA soll untersucht werden? Dabei wurde hier doch konsequent die Neutralität gelebt, dies immerhin noch von einer ausl. Bank. Die FINMA ist also nicht zu bestrafen - ausser beim Zulassen des Waschens von Drogengeldern etc. Was soll hier ansonsten untersucht werden? Von einem SVP-Mann? Ist doch alles paletti.