Escorts in Davos

17. Januar 2017 20:20; Akt: 17.01.2017 20:20 Print

«Die Hotelbesuche laufen sehr diskret ab»

Am Weltwirtschaftsforum in Davos floriert das älteste Gewerbe. Callgirl Amelie (25) erzählt, wie sie ihre Kunden am WEF erlebt.

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Während des WEF in Davos floriert das Escort-Geschäft. Denn manche der 2800 Teilnehmer suchen in den Bündner Bergen auch Entspannung - und bestellen sich Callgirls aufs Hotelzimmer. Es gehe nicht nur um Sex, sondern auch um Gespräche, sagt Escort-Dame Amelie (25): «Manche Kunden erzählen auch von den Themen, mit denen sie sich am WEF befassen.» (Symbolbild) Chinas Präsident Xi Jinping eröffnete am Dienstag das WEF in Davos. Und zwar mit einem Bekenntnis zu Freihandel und Globalisierung. Nach scharfer Kritik an den Wirtschaftsplänen des künftigen US-Präsidenten Donald Trump hat Anthony Scaramucci, Berater Trumps, für faire Handelsabkommen geworben. «Wir wollen keine Handelskriege», sagte der frühere Hedgefonds-Manager. Am Dienstag stehen Diskussionsrunden zur Zukunft von Energie, Grosskonzernen, Innovation und Genderfragen (v.l.) auf dem Programm: Panel mit Alphabet-Vizepräsidentin Ruth Porat, CS-Chef Tidjane Thiam, WPP-Chef Sir Marin Sorrell, Sunil Bharti Mittal, Chef von Bharti Enterprises, sowie Andrew N. Liveris von Dow Chemical. (17. Januar 2017) Die Zukunft von Big Business: Credit-Suisse-Chef Tidjane Thiam in Davos. Auch die deutsche Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen nimmt an einer Diskussion teil. (17. Januar 2017) Einsatz für eine bessere Welt: Violinistin Anne-Sophie Mutter, Schauspieler Forest Whitaker und Sängerin Shakira (v.l.) wurden mit dem Crystal Award ausgezeichnet. (16. Januar 2017) Ehrung für die Sängerin und Unicef-Botschafterin: Hilde Schwab, Gattin des WEF-Gründers Klaus Schwab, überreicht Shakira auf der Bühne den Kristall. (16. Januar 2017) US-Vizepräsident Joe Biden sieht seine internationale Krebskampagne Moonshot Cancer trotz dem bevorstehenden Regierungswechsel auf gutem Weg. Während des Meetings mit eigenem Provisorium vertreten: Das Facebook-Chalet in Davos. (16. Januar 2017) Gleicht während des Weltwirtschaftsforums einer Festung: Das Kongress-Zentrum in Davos. (16. Januar 2017) Die Gewährleistung der Sicherheit rund um das diesjährige WEF dürfte erneut rund 9 Millionen Franken kosten. Grund für die hohen Kosten ist die nach wie vor erhöhte Terrorgefahr: Ein Scharfschütze auf einem Dach. Das wahrscheinlichste Bedrohungsszenario sei derzeit ein Terroranschlag, heisst es bei der Kantonspolizei Graubünden. Im Vergleich zum letzten Jahr wurden die Polizeipräsenz rund um Davos und die Personen- und Verkehrskontrollen etwas erhöht.

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2800 Politiker, Manager und Wissenschaftler treffen sich seit Dienstag in Davos. Doch manche Teilnehmer suchen am Weltwirtschaftsforum (WEF) nicht nur Lösungen für die Probleme der Welt, sondern auch sexuelle Abenteuer.

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Das Business der Begleitservices floriere während des WEF, sagt etwa der Geschäftsführer der Schweizer Firma Megaescort. Und die Arbeit sei für die Frauen attraktiv: «Unsere Girls gehen gern rauf nach Davos, weil es für sie dort einiges zu holen gibt.»

Mehrere Dates pro Tag

Eine der Frauen, die ihren Körper am WEF an Männer verkaufen, ist Amelie (25). Die Schweizerin mit südländischen Wurzeln sagt zu 20 Minuten, sie habe bereits am Dienstag ihr erstes Date mit einem WEF-Teilnehmer, einem Anwalt, gehabt. Für die nächsten Tagen seien bereits acht weitere Buchungen eingegangen – «teilweise mehrere pro Tag».

Die Arbeit am WEF gefalle ihr, sagt Amelie. «Dort herrscht jeweils eine spezielle Atmosphäre.» Zudem sei es lukrativ. «Die WEF-Teilnehmer haben genug Geld, um eine Frau nicht nur für eine, sondern für drei Stunden zu buchen.» Kostenpunkt: 1500 Franken. «Und viele geben auch noch Trinkgeld», so Amelie.

Oft gehts direkt ins Hotel

Anstrengender als die sonstige Kundschaft seien die WEF-Gäste nicht, sagt Amelie: «Das Klischee, dass mächtige Männer besonders oft aussergewöhnliche Sexualpraktiken fordern, stimmt nach meinen Erfahrungen nicht.» Letztlich gelte aber: «Jeder Mann hat ausgefallene Wünsche.»

Die Dates laufen unterschiedlich ab. Amelie: «Oft treffe ich die Männer direkt im Hotelzimmer. Manchmal gehen wir erst noch etwas essen und dann etwas trinken, bevor wir uns auf sein Zimmer begeben.» Die Hotelbesuche würden sehr diskret ablaufen: «Das bekommt das Personal meist gar nicht mit.»

Vielen Freiern sind die Gespräche wichtig

Nicht für jeden Freier stehe der Sex im Zentrum, sagt das Callgirl. «Oft sind für sie das Zusammensein und das Gespräch genauso wichtig. Manchmal erzählen sie mir auch von den Themen, mit denen sie sich am WEF befassen.»

Die Besucher des WEF stammen aus über hundert Ländern. Amelie sagt, die Kundschaft sei entsprechend international. «Doch am häufigsten werde ich auch am WEF von Schweizern gebucht.»

(lüs)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Trübeli am 18.01.2017 03:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Eines verstehe ich

    nicht ganz. Wo ist der Unterschied zwischen einer Escort-Dame und einer Prostituierten? Der Preis? Die angeblichen Gespräche übers WEF?

  • Raggii am 17.01.2017 22:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nichts anderes als Prostitution

    Was soll das ganze Getue von wegen es geht nicht nur um Sex? Diese Damen können es sich schlicht nicht eingestehen, dass sie Prostituierte sind. Klar reden sie auch etwas mit den Damen. Aber wenn man reden will, braucht man erstens dafür nicht Unmengen an Geld zu bezahlen und zweitens muss es dann nicht zwingend eine hübsche junge Frau sein.

  • LottaLove am 17.01.2017 23:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    wenig sympathisch...

    Das ist mir wenig sympathisch, schliesslich sollte es am WEF um etwas anderes gehen als ein bisschen Spass in den Bergen zu haben während womöglich noch Frau und Kinder zu Hause warten...

Die neusten Leser-Kommentare

  • Volki am 18.01.2017 05:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Sonderwünsche?

    Jeder Mann hat "Sonderwünsche?" Wenn jeder diese hat, sind es eben keine, nur sind die (Ehe)frauen eben etwas lsngweilig oder frigide...

  • Trübeli am 18.01.2017 03:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Eines verstehe ich

    nicht ganz. Wo ist der Unterschied zwischen einer Escort-Dame und einer Prostituierten? Der Preis? Die angeblichen Gespräche übers WEF?

  • Ursin am 18.01.2017 02:03 Report Diesen Beitrag melden

    Leben

    Ich bin jetzt 32 Jahre alt und hatte noch nie Sex, auch keine Freundin. Muss ich mich jetzt schämen? Nein, den ich will es gar nicht wissen, es reicht mir, wenn ich es vielleicht gar nie kenne, das Leben ist trotzdem schön.

  • Sandra Müller am 18.01.2017 01:53 Report Diesen Beitrag melden

    Werden diese Damen sicherheitsüberprüft?

    Vom Zwischenmenschlichen spreche ich nicht, aber, hier besteht evt. eine wahnsinnige Sicherheitslücke. Werden die Damen überprüft? Eine Terroristin hätte hier sonst ja echte Möglichkeiten, zuzuschlagen.

  • Sepp Mengele am 18.01.2017 01:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nachwuchs-Elite

    dann dürfte es schon bald ein junior wef geben mit all den hochalpin produzierten mini-delegierten.