Eine Währung am Abgrund

27. Dezember 2011 08:36; Akt: 27.12.2011 08:55 Print

«Die Schweiz ist faktisch Teil der Euro-Zone»

von Sandro Spaeth - Ist der Euro zu retten? Wie schlägt sich die SNB in der Krise? Haben wir Grund zur Schadenfreude? Thomas Straubhaar, Schweizer Professor in deutschen Diensten, über die Zukunft Europas.

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Der Schweizer Ökonom Thomas Straubhaar ist seit 1999 Professor für Volkswirtschafslehre an der Universität Hamburg und seit 2005 Direktor des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstituts (HWWI). (Bild: Keystone)

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Die Politik verspricht seit Monaten, dass sie die Eurokrise löst. Die Bevölkerung kann das nicht mehr hören. Können Sie?
Thomas Straubhaar: Ich kann den Verdruss gut verstehen. Die Politik hat das Problem, dass zu viele Dinge versprochen wurden, die nur eine kurze Halbwertszeit hatten. In Deutschland sagte die Regierung zu lange, was sie nicht will, statt was sie will. Sie glaubte offenbar, es gebe eine Wahl zwischen Hölle und Paradies. Doch es geht um Hölle und Fegefeuer.

Die Politik ist überfordert.
Ja. Sie hätte die Aufgabe, langfristige Ziele vorzugeben, was zu lange nicht geschah. Die Folge: Die kurzfristigen Probleme treiben die Politik vor sich her. Die Deutschen haben versucht, eine perfekte Feuerwehr aufzubauen, während die griechische Scheune schon in Vollbrand war. Rückblickend betrachtet hätte man den Brand in einzelnen Ländern schnell isolieren und möglichst rasch löschen sollen, statt andere an sich gesunde Staaten damit anzustecken.

Blicken wir zurück. Vor 13 Jahren ist der Euro eingeführt worden. War er mehr Fluch oder Segen?
Segen, daran besteht nicht der geringste Zweifel. Die ganze europäische Integration seit 1957 ist ein Erfolg. Wir haben in Europa seit 66 Jahren Frieden. Durch die Europäische Einigung, und dazu gehört auch die Einführung des Euro, konnten sinnlose Kosten für Rüstung und Kriege abgebaut werden. Diese Friedensdividende ist unbezahlbar und lässt alles andere als Erbsenzählerei erscheinen.

Die Abrüstung hätte ohne Euro nicht stattgefunden?
Man darf nicht vergessen, der Euro entstand als Folge des Falls der Berliner Mauer und des Endes des Kalten Krieges. Es tat sich ein kurzes Fenster für die deutsche Wiedervereinigung auf. Frankreich wollte Deutschland nicht erneut zur dominierenden Macht in Europa werden lassen, weshalb die Zustimmung des französischen Präsidenten François Mitterand zur Wiedervereinigung nur im Gegenzug zur Aufgabe der D-Mark zu haben war.

Wo würde Europa heute stehen ohne gemeinsame Währung?
Das ist schwer zu sagen. Wir hätten wohl weiterhin national ausgerichtete Wirtschaftspolitiken und viel Abschottung. Die Länder wären weniger miteinander verflochten. Als Ökonom sage ich: Die Währungsunion war nicht notwendig. Der Währungsraum war von Anfang an nicht perfekt. Es gab aber eine übergeordnete politische Dimension, die das ökonomisch unausgereifte Gebilde rechtfertigte.

Wäre es auch ohne Euro zu einem Schuldenschlamassel gekommen?
Die Schuldenkrise ist eine Konsequenz aus dem Euro. Er machte für die strukturschwachen südeuropäischen Staaten günstige Kredite erst möglich. Die staatlichen Schulden sind nur die Spitzen des Eisbergs. Grösser ist das Problem der Leistungsbilanzdefizite, die über Kredite finanziert werden.

Das müssen Sie erklären.
Kauft ein Grieche mit einem Kredit einer griechischen Bank eine deutsche Maschine, stammt das Geld faktisch von der Europäischen Zentralbank (EZB). Sie gewährt Kredit an die nationalen Notenbanken, die ihrerseits die Geschäftsbanken versorgen. Das ist alles legal, aber nicht ungefährlich. Die EZB hat über diesen Kanal mehrere 100 Milliarden Forderungen gegenüber den nationalen Notenbanken. Im Fall eines Crashs der Eurozone wäre auch dieses Geld verloren.

Kanzlerin Angela Merkel betont: Scheitert der Euro, scheitert Europa. Wie sehen Sie das?
Ich sehe das ähnlich, obwohl Europa durch einen Zusammenbruch nicht von der Karte verschwinden würde. Es ist eine grosse Illusion zu glauben, dass der Euro auseinanderbrechen könnte und am nächsten Tag «Business as usual» einkehrt. Der europäische Binnenmarkt ist mittlerweile so verflochten, dass es zum grossen Chaos kommen würde. Das kann niemand zulassen wollen.

Was hätten Helmut Kohl und Mitterand bei der Euro-Gründung anders machen müssen?
Im Nachhinein ist man immer klüger. Die Eurozone ohne politische Union ist mangelhaft und heute zahlen wird den Preis dafür. Der Geburtsfehler war, dass man keine Fiskalunion gründete und Europa nicht reif für eine gemeinsame Währung war. Man vergisst allerdings gerne: Auch die Schweiz ist kein optimaler Währungsraum.

Aber hierzulande funktioniert es!
Die Schweiz ist seit 1848 ein Bundesstaat – also eine politische Union – und auch eine Fiskalunion. Die Schweiz war immer eine Willensnation, die wusste, dass man die schwachen Regionen unterstützen muss. Um die Kantone Jura und Tessin würde es ohne Finanzausgleich schlecht stehen.

Die Jurassier und Tessiner sind für die Schweiz was die Griechen für Europa?
Ökonomisch gesehen ja. Aber es ist nichts Schlechtes dabei. In der Schweiz ist es selbstverständlich, dass man die schwachen Kantone unterstützt – im Wissen darum, dass es für den Zusammenhalt der Gemeinschaft gut ist. Diese Haltung fehlt Europa. Bis das Bewusstsein in der Schweiz dafür gewachsen war, dauerte es allerdings rund 560 Jahre – von 1291 bis 1848. Vor 70 Jahren forderte der Krieg in Europa noch Millionen Tote.

Haben Merkel und Nicolas Sarkozy genug Macht, um den Euro zu retten?
Das ist ein Kernproblem in Europa: De jure haben sie die Legitimation. Es gibt zwar keine europäische Verfassung, aber gültige Verträge. Was fehlt, ist allerdings ein verbindendes europäisches Bewusstsein in der Bevölkerung.

Braucht es die Gründung der USE – der United States of Europe?
Ja, in der Tat. Nach dem Jahr 2050 werden wir diese Vereinigten Staaten von Europa auch haben. Diesen Prozess kann man allerdings nicht von oben bestimmen, er muss von unten wachsen. In Richtung USE zu arbeiten – auch unter vielen ökonomischen Kosten – ist billiger, als wieder in Nationalstaatlichkeit zu zerfallen.

Das würde eine gemeinsame Wirtschaftsregierung bedeuten.
Ja. Wobei die EU von der Schweiz viel lernen könnte. Eine gemeinsame Wirtschaftsregierung muss ja nicht heissen, dass Brüssel alles entscheidet. Die Zentralregierung sollte nur den Rahmen vorgeben, ausgestalten könnten die Länder selber. Was es nun braucht, ist eine Art Bürgerkonvent für die Vision 2050. Die EU müsste Ideen sammeln und über das künftige Europa diskutieren.

Wenn Europa noch lange zaudert, werden wir im Rennen gegen Asien definitiv das Nachsehen haben.
Die Musik spielt schon eine Weile ausserhalb Europas. China ist auf gleicher Höhe mit Europa. Nach Jahren mit gutem Wachstum kommen in Europa nun die sieben mageren Jahre. Denn nun gilt es, alte Strukturen zu reformieren. Das wird dazu führen, dass es vorerst schlechter wird. Die Regionen ausserhalb Europas hingegen werden sich weiter postitiv entwickeln. Vor zehn Jahren versuchte man die Türkei in die EU zu locken, heute lachen die Türken und denken, was sollen wir in diesem Altherrenverein.

Wie sehen Sie die Rolle der USA in der Eurokrise?
Die Ideologie der USA ist universal: «Freiheit und Wohlstand für die ganze Welt». Der Glaube, dass die USA Interesse haben an einem schwachen Europa ist eine These, die Leute aufstellen, die nie in den USA gelebt haben. Zudem ist die Vormachtstellung der US-Währung für die nächsten Jahre weder bei einem starken noch bei einem schwachen Euro gefährdet.

Dennoch bleibt die US-Haltung unklar.
Die USA verstehen nicht, weshalb Europa nicht vorwärts macht. Leider verkennen sie, dass die demokratischen Prozesse in Europa länger dauern als in Amerika. Wir haben keine europäische Führung, die von oben bestimmen kann. Zudem leuchtet den USA nicht ein, weshalb die EZB nicht die «Bazooka» herausholt, Staatsanleihen aufkauft und so dem Euro Stabilität gibt. Stattdessen lässt sie aus amerikanischer Sicht zu, dass die Währung vor die Hunde geht.

Die EZB kauft doch ständig Anleihen auf.
Richtig, doch der Umfang der Zukäufe war lange viel zu klein. Zudem agierte die EZB unter Jean Claude Trichet ohne klare Strategie. Man hätte den europäischen Rettungsschirm (EFSF) mit einer Bankenlizenz ausstatten sollen, damit dieser so viele Anleihen aufkaufen kann wie nötig. Dann wäre man das Problem mit der Spekulation und den dramatisch steigenden Schuldzinsen auf einen Schlag los gewesen.

Wie gross ist die Chance, dass jemand aus der Eurozone austritt – oder ausgeschlossen wird?
Ich glaube nicht, dass Staaten ausgeschlossen werden. Das ist in den Verträgen nicht vorgesehen. Möglich wäre, dass ein Land freiwillig austritt. Es gibt die juristische Hintertür, dass nur Euroland sein kann, wer in der EU ist. Wer also aus der EU austritt – und das ist seit 2010 möglich – ist auch aus der Eurozone raus. Würde Griechenland freiwillig aus der EU austreten, käme das einem Selbstmord gleich.

Würde ein Nord- bzw. Südeuro helfen?
Keinesfalls. Dieses Modell hat absolut nichts mit der Realität zu tun. Die Einführung des Euro dauerte technisch zehn Jahre. Man kann doch nicht über Nacht aus einem Rührei aus 17 Eiern wieder einzelne Eier machen.

Tönt nach einem technischen Totschlagargument.
Richtig, aber es gibt auch andere Argumente. Wer gehört zur Nordregion? Und wer sollte das bestimmen? Nur Deutschland, Niederlande, Österreich, Finnland und Luxemburg in einer Zone zusammenzufassen – das werden die kleinen Staaten nicht wollen. Dann könnten sie direkt Deutschland beitreten.

Und ein Austritt Deutschlands?
Das wäre für die Bundesrepublik enorm teuer. Das Bruttoinlandprodukt würde in schier unvorstellbarem Mass einbrechen.

Wie geschickt hat sich die Schweiz bisher in der Eurokrise verhalten?
Die SNB hat einen guten Job gemacht. Alles andere als die Festsetzung eines Mindestkurses wäre wohl teurer gewesen. Aber: Die Schweizer Geldpolitik wurde quasi nach Frankfurt delegiert. Man ist nun auf Gedeih und Verderb von der Existenz des Euro abhängig. Eine rabiate Abwertung des Euro kann sich die Schweiz nicht leisten.

Leise Kritik an der Nationalbank?
Nein, das ist keine Kritik. Mit dem festgesetzten Mindestkurs hat einfach die Doktrin der geldpolitischen Autonomie Schiffbruch erlitten. De facto ist die Schweiz nun Teil des Euro-Währungsgebiets, obwohl man de jure die Flagge der Unabhängigkeit hochhält. Das ist eine riskante Politik. Die Schweiz ist eines der Länder geworden, das nun am meisten Interesse hat an der Stabilität des Euro. Viele Schweizer haben das noch nicht begriffen. Ich erhalte manchmal Briefe, in denen Schweizer Schadenfreude über die Zustände in der Euro-Zone äussern. Ich finde das erschreckend.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • J.V. Bruggen am 28.12.2011 06:25 Report Diesen Beitrag melden

    Das Lachen wird uns vergehen...

    Diese Schadenfreude hier ist einfach unglaublich. Das ist ein neuer Tiefpunkt und eine unglaubliche Naivität. Denkt ihr wahrlich, wir werden ungescholten bleiben, wenn alles um uns herum zusammenbrechen sollte? Sollte dieses Schiff untergehen, werden wir mitgerissen! Ein grosser Teil unseres Wohlstands ist direkt mit dem Handel mit der EU verknüpft. Wir wären die Letzten die irgendwas zu lachen hätten.

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  • dedasd am 27.12.2011 09:09 Report Diesen Beitrag melden

    aufgepasst:

    die zukunft europas hat doch nichts mit der eu zu tun!

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  • Mark S. am 28.12.2011 00:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Propaganda fuer die Eu

    Das ist doch reines Propagandagefasel vom Hr. Professor. Sobald der Euro faellt muss die SNB die Bindung Loesen. Ja das kostet etwas aber der CHF geht damit nicht unter, der Handelspartner aber sowieso. Dafür wird das Einkaufen in der Eurozone fast gratis.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • P.H.Nahas am 31.12.2011 10:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schweiz und Euro

    Naja, vereinzelte Unreflektiertheiten Herrn Straubhaars entwerten nicht den gesamten Beitrag. Aber Europas Problem liegt ganz sicher nicht am"fehlenden europäischen Bewusstsein"- ein Texaner fühlt sich kaum als US-Amerikaner-, sondern an der end- und sinnlosen Konkurrenz europäischer Machtprätendenten, die uns alle wertvolle Zeit kostet. Der Euro ist vorschnell und ohne Rücksicht auf schwächere Volkswirtschaften eingeführt worden, dies hat zu den nunmehr bekannten Problemen geführt. Der zutage tretende Lösungswille hingegen steht in Kontrast zu anderweitigen Finanzpraktiken!

    • Max Muster am 03.01.2012 13:01 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      EU-Franken

      wann wird die EU unseren Franken einfuehren?

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  • Philippe Latscha am 30.12.2011 08:27 Report Diesen Beitrag melden

    Chance? Geeintes Europa

    Völlig richtig. Der Euro hat nur eine Chance, wenn sich Europa einigt. Das Problem ist aber das Jahrhunderte alte Nationaldenken. Frankreich, la Grande Nation, England, the British Empire, Schweiz, unbedingte Neutralität etc. Bevor sich dieses Denken nicht ändert hat Europa bzw. der Euro keine wirkliche Chance.

    • Think Tank am 30.12.2011 17:15 Report Diesen Beitrag melden

      Falsch.

      Mit Denken hat das nichts zu tun. Das nennt sich Identität. Man kann seine Identität nicht einfach "umdenken". Ein kapitaler Irrtum derjenigen, die keine haben.

    • L. W. am 03.01.2012 17:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Geeintes Europa?! Pah!

      Genau das ist ja der Fehler! Es KANN nicht funktionieren wenn sich so viele Länder hinter einer Währung verstecken! Im Gegenteil! Denn genaudas st ja bereits jetzt das Problem! Ich verstehe solche Leute einfach nicht die immer dieselben Parolen bringen obwohl es völlig klar ist dass genau DAS was Sie fordern der Ursprung des Übels ist!

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  • Realist am 28.12.2011 23:56 Report Diesen Beitrag melden

    Fakten, Fakten, Fakten

    Quelle: WiWo, 27.12.2011: " .Japans Premierminister Yoshihiko Noda und Chinas Premier Wen Jiabao schmieden bei der Währung gemeinsame Pläne .... Durch die finanzielle Kooperation mit Japan könnte Peking seinem Ziel näher kommen, den Yuan zu einer internationalen Reservewährung neben dem Dollar aufzubauen ..." # Quelle: ntv, 28.12.2011:" Milliardengeschäfte abgeschlossen - Japaner erobern Indien. Die Schwergewichte Japan und Indien rücken ökonomisch enger zusammen. Die Regierungschefegierungschefs Noda und Singh vereinbaren Wirtschafts- und Währungsabkommen.

  • Degi am 28.12.2011 15:55 Report Diesen Beitrag melden

    TI und JU wie Griechanland??

    Wegen der verschiedenen Regierungsformen und der politischen situation allgemein finde ich schon nicht sehr sinnvoll, die Kantone mit den Mitgliedern der EU zu vergleichen, aber wenn ja, dann bitte die Daten über den Finanzausgleich besser lesen: JU hat tatsächlich einen sehr tiefen Ressourecenindex und bekommt den höchsten Beitrag, aber das gilt nicht für TI, das in diesem Aspekt genau im nationalen durchschnitt liegt und nur wenige Millionen bekommt (Das sagt schon viel über die Qualität von seinen Antworten...

  • MikeausdemThurgau am 28.12.2011 14:46 Report Diesen Beitrag melden

    Zufall oder Timing?

    Heute in britischen Zeitungen: GB bereitet sich auf den Kollaps des Euro, und der EU vor... Britische Experten seien der Meinung, das aufgrund der von F. und D. aufgedrängten Wirtschaftspolitik viele Kleinstaaten, somit auch der Euro (in der Folge D. auch), kollabieren werden... War also dieser "Professor" nur Zufall, oder greifen die Deutschen nach den letzten Strohhalmen?

    • HANSM am 28.12.2011 17:04 Report Diesen Beitrag melden

      GB, die Angst vor dem EURO

      Ja, ja.. immer diese Anfeindungen, mehrheitlich von GB und den USA, gegen den EURO bzw. die EU. Ich denke man sollte zuerst vor der eigenen Haustüre aufräumen. Ich will nichts beschönigen aber die EURO Staaten bzw. die EU fangen wenigstens langsam an die Probleme zu verstehen und Lösnungsvorschläge zu präsentieren. Ob dies der richtige Weg ist wird die Zukunft uns weisen. Als Schweizer hoffe ich auf eine starke EU und einen soliden EURO. Die Schweiz ist ja schon ein kleines Europa mit verschiedenen Landessprachen...und es funktioniert. aber es dauert mehrere Jahrzente bis wir soweit waren...

    • MikeausdemThurgau am 28.12.2011 21:14 Report Diesen Beitrag melden

      HANSM: Lösungsvorschläge taugen nichts

      Kein Euro-Land (auch D. und F!) hat die Maastrichter Kriterien eingehalten sonderdie Bilanzen geschönt (1. Problem). Merkosy will auch nicht das ZWEITE Problem vom Euro lösen (einheitliche EU-Wirtschaftspolitik), sondern die Symptome bekämpfen...Diese "Lösungen" verlängern einzig den Todeskampf dieser an sich guten, aber schlecht umgesetzten Idee... GB tut gut daran sich JETZT auf den unausweichlichen Euro-Tod vorzubereiten. Wir werden selber sehen was wir davon haben, wenn wir JETZT keine Massnahmen planen und wenn nötig schon ergreifen.. Dann gibts wieder "Notrecht-Pfusch"...

    • Hansdampf am 30.12.2011 17:21 Report Diesen Beitrag melden

      @hansm

      Gratuliere zu ihren Geschichtsauslegungen. Die Schweiz ist gewachsen, nicht durch technokratische Theorien zusammengeschustert. "Angst vor dem Euro"... Den Euro abzulehnen, hat nichts mit Gefühlen zu tun, sondern ist einfach ein Vernunftentscheid. "Schweiz ist ein kleines Europa".. Die Schweiz ist föderalistisch, die EU (nicht gleich Europa!) ist zentralistisch. Das ist so ziemlich das Gegenteil.

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