Frauen in der Chefetage

08. Mai 2012 13:11; Akt: 08.05.2012 14:08 Print

«Frauen machen Männerspiele nicht mit»

Managerinnen sind oft unabhängiger und konsequenter als ihre männlichen Kollegen. Das kann ihrer Karriere jedoch schaden.

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Managerinnen wissen sich zu wehren, was ihnen allerdings nicht immer nützt. (Bild: colourbox.com)

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Während die Zahl - männlicher - ausländischer Chefs in Schweizer Firmen laufend zunimmt, bleiben Managerinnen häufig auf der Strecke. Der Einzug weiblicher Führungskräfte in die Chefetagen stockt nach wie vor.

Der Frauenanteil in den Geschäftsleitungen verharrt seit sieben Jahren konstant bei 5 Prozent, wie der am Montag veröffentliche «Schilling-Report» festhält. Mit Monika Ribar von Panalpina gibt es derzeit nur eine Frau, die in abschliessender Verantwortung einen Konzern leitet. In den Verwaltungsräten stieg der Frauenanteil im Laufe des vergangenen Jahres lediglich von 10 auf 11 Prozent.

Es fehlt an Vorbildern

Laut Headhunter Guido Schilling kommt es häufig vor, dass sich geeignete Frauen nicht um Führungsposten bemühen. Es fehle bis heute an einer Auswahl an Vorbildern. «Frauenförderung ist ein Langfristprojekt», sagte Schilling, Chef des gleichnamigen Personalberatungsbüros.

Laut Schilling sind weibliche Manager aber auch oft unabhängiger und konsequenter als ihre männlichen Kollegen. «Sie machen typische Männerspiele nicht mit», so Schillings Beobachtung. So entschieden sich Frauen in grossen Konzernen lieber, in kleinere Unternehmen zu wechseln oder ihr Know-how in der Beratung einzubringen.

Zahlen zeigen, dass Frauen in Top-Funktionen relativ häufig den Job wechseln. 2011 gab es in den Geschäftsleitungen der 115 grössten Unternehmen 11 Zugänge und 7 Abgänge. In früheren Jahren hatten sich Zu- und Abgänge zum Teil aufgehoben: Es bestehe immer noch die Gefahr von «Nullsummenspielen», sagte Experte Schilling.

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • nurmalso am 08.05.2012 13:33 Report Diesen Beitrag melden

    Bitte um Informationen

    Was sind denn "typische Männerspiele"? Eimersaufen ist ja wohl kaum gemeint, oder?

  • Eine Schweizerin dies kennt am 08.05.2012 15:38 Report Diesen Beitrag melden

    Als Managerin wird mal belächelt

    Was mir ganz deutlich auffällt ist, dass man als Frau im Management belächelt wird. Die Männer trauen den Frauen einfach weniger zu und führen vor ihnen eine peinliche "Männlichkeits-Show" auf.Auch haben sie weniger Respekt vor den Frauen und sagen ihnen Dinge ins Gesicht, die sie sich bei einem Mann nie getrauen würden.Und dann der Sexismus: Ziehst du dich diskret an, bist du "nicht vorzeigbar". Ziehst du dich sexy an bist du die *Piep*. Dabei hat jede Frau im Management mehr drauf, als die Herren im gleichen Raum,denn sonst wär sie nie so weit gekommen.

  • Francesca M. am 08.05.2012 15:48 Report Diesen Beitrag melden

    Nich korrekt

    Männer spielchen??!! wenn schon Frauen-Spielchen.. und da können Sie jeden Teamleiter/in fragen ob er lieber ein pures frauen, männer oder gemischtes team hat! Ich kann Ihnen getrost sagen (und das als prokuristin) das ich viel lieber mit Männern arbeite und gegen eine Frauenquote bin. Ich bin hier und hab es mir verdient, wieso sollten andere Frauen einfach "proforma" eine Führungsposition bekommen..? absurd

Die neusten Leser-Kommentare

  • Herr Dr.Professor Manuelito am 08.05.2012 19:02 Report Diesen Beitrag melden

    Frauen sind auch nur Männer!!!

    Ich hoffe und bete jeden Tag das die Frauen endlich gleichberechigt werden, damit der Mann wieder Mann sein kann.Je mehr Macht die Frau bekommt je weniger leidet der Mann z. B. Thema Scheidung/Vater vorher hatte ich alles jetzt gar nix mehr (Existenzminimum).Und auch ne Frau wird irgendwann von ihrem hohem Ross absteigen müssen den = Frau und Mann das Perfekte Team.Aber ich denke das braucht noch Zeit bis wieder Teamwork herrscht und die Lieben Schönen Frauen von ihrem Männerhass-Trip runterkommen.Hass ist nie gut das blendet nur macht die Augen auf.Es leiden die Kinder drunter!!!

  • Peter am 08.05.2012 15:49 Report Diesen Beitrag melden

    No Women

    Sorry liebe Frauen, aber man(n) sieht ja was passiert wenn Frauen an die Macht kommen, schaut nur unsere Bundesrätinen an oder die Frau Merkel, oder einfach bei uns. Ich erlebe es jeden Tag, grosse Reden halten, aber absolut keine Ahnung von der Materie aber hauptsache mit Vitamin B in die Chefetage und dem CEO den Rücken kraulen.

    • Brigitte am 08.05.2012 16:29 Report Diesen Beitrag melden

      Armer Peter

      Ach armer Peter, sie müssen aber schon viel schlechte Erfahrungen mit der Frauenwelt gemacht haben. So schlimm sind wir doch gar nicht. Es gibt doch bei Männern und Frauen solche und solche. Männer haben schon Weltkriege angezettelt, aber deswegen sind doch auch nicht alle Männer schlecht und stiften Unfrieden. Und noch eine kleine aber feine Anmerkung. Ohne Vitamin B schafft es heute weder Frau noch Mann in die Chefetage.

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  • Francesca M. am 08.05.2012 15:48 Report Diesen Beitrag melden

    Nich korrekt

    Männer spielchen??!! wenn schon Frauen-Spielchen.. und da können Sie jeden Teamleiter/in fragen ob er lieber ein pures frauen, männer oder gemischtes team hat! Ich kann Ihnen getrost sagen (und das als prokuristin) das ich viel lieber mit Männern arbeite und gegen eine Frauenquote bin. Ich bin hier und hab es mir verdient, wieso sollten andere Frauen einfach "proforma" eine Führungsposition bekommen..? absurd

  • Eine Schweizerin dies kennt am 08.05.2012 15:38 Report Diesen Beitrag melden

    Als Managerin wird mal belächelt

    Was mir ganz deutlich auffällt ist, dass man als Frau im Management belächelt wird. Die Männer trauen den Frauen einfach weniger zu und führen vor ihnen eine peinliche "Männlichkeits-Show" auf.Auch haben sie weniger Respekt vor den Frauen und sagen ihnen Dinge ins Gesicht, die sie sich bei einem Mann nie getrauen würden.Und dann der Sexismus: Ziehst du dich diskret an, bist du "nicht vorzeigbar". Ziehst du dich sexy an bist du die *Piep*. Dabei hat jede Frau im Management mehr drauf, als die Herren im gleichen Raum,denn sonst wär sie nie so weit gekommen.

  • Martha Keller am 08.05.2012 14:32 Report Diesen Beitrag melden

    Untergang der Schweizer Wirtschaft

    In Schweizerfirmen kann nur derjenige Karriere machen welcher wie im Militär seinem Vorgesetzten immer schön "Jawohl, verstanden", sagt. Da kommt man(n) in der Schweiz am weitesten. Ungern sind freidenkende und innovative Manager in den festgefahrenen Schweizer Unternehmenshierarchien gesehen. Leider der Untergang der Schweizerwirtschaft.

    • bati am 08.05.2012 15:14 Report Diesen Beitrag melden

      ist unvermeidlich

      so wie Sony oder wie der untergan der Apple profezeit wird. bin ich einverstanden. war aber immer so, nach dem erfolg kommt die genugtuung.

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