Mach-E

19. November 2019 11:46; Akt: 19.11.2019 11:46 Print

Darf ein Elektro-SUV noch Mustang heissen?

von Philipp Hagen - Das neue Modell Mach-E ist ein elektrisch betriebener SUV-Mustang. Kluger Marketingschachzug oder Verschandelung des Namens?

Am Wochenende zeigte Ford seinen neuen E-SUV. (Video: rkn/Ford)
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Geräumiger Familien-SUV, rein elektrischer Antrieb und von 0 auf 100 in acht Sekunden – das ist die Beschreibung des neuen Ford Mustangs. Dieser wird ab November 2020 in der Schweiz verfügbar sein. Der für Geschwindigkeit und Leistung bekannte Muscle-Car von Ford wird im neuen Modell Mach-E vom Benzinfresser in eine grüne und familienfreundlich Variante umgemodelt.

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Ein Mustang, der ein SUV ist und auch noch elektrisch? Das mag seltsam klingen, kann aber auch als kluge Marketingstrategie von Ford gesehen werden: «Mustang zählt im wahrsten Sinne des Wortes zu den stärksten Automarken der Welt. Eine zeitgemässe Version passt zu dieser Marke und hilft, den Lebenszyklus dieser fahrenden Legende zu verlängern», erklärt Markenexperte Stefan Vogler.

«Es fehlt das Besondere»

Anders sieht es Ferdinand Dudenhöffer, Professor für Betriebswirtschaftslehre und Automobilwirtschaft an der Universität Duisburg-Essen: «Es fehlt das Original und damit das Besondere.»

Der Auto-Experte meint weiter: «Der Mustang ist und war nie SUV, sondern Sportwagen. Jetzt einen SUV daraus zu machen ist wenig originell, sondern ein wenig passender Kompromiss.» Zum Vergleich zieht Dudenhöffer Porsche heran. Diese Automarke wäre nie auf die Idee gekommen, den batterieelektrischen Sportwagen Taycan als Porsche 911 Mach-E, «oder mit einem sonstigen Unsinnsnamen zu taufen».

Künstlicher Motorensound ist «Zirkus»

Damit Mustang-Fans trotz vergleichsweise verhaltener Power und Höchstgeschwindigkeit dennoch auf ihre Kosten kommen, haben die Konstrukteure dem Mustang Mach-E einen künstlichen Motorensound des gewohnten V8-Motors verpasst.

Ob das reicht, um die Muscle-Car-Liebhaber zu befriedigen? «Das ist jetzt fast Zirkus», sagt Dudenhöffer, der den Mach-E nicht als ein innovatives Konzept sieht: «Nur Puzzlesteine aus verschiedenen Puzzles neu zusammenzusetzen gibt in der Regel kein spannendes Bild. Ich kann mir den durchschlagenden Erfolg nur wenig vorstellen».

Akku statt Achtzylinder

Für Dudenhöffer ist zudem unverständlich, weshalb Ford den «Dinosauriernamen» Mustang nutzt: Ford Mustang stehe für eine alte Welt, die konträr zur heutigen Zeit mit dem Klimawandel stehe. «Scheinbar haben die Dinosaurier im Marketing bei Ford die Dinos ins 21. Jahrhundert transferieren wollen.»

Der Löwenanteil der 20-Minuten-Leser sind mit Dudenhöffer einig. Der Name Mustang werde eher verschandelt, als auf die nächste Ebene gehievt. «Ein Mustang ist doch kein SUV! Aber geht weiter und reitet die Marke ins Verderben», schreibt ein Leser.

Sieht aus wie ein Tesla, ist aber keiner

Ein anderer Leser bläst ins gleiche Horn: «Dass der Ford-Konzern eine Ikone wie den Mustang auch als fünf-türigen Elektro-SUV vermarkten will, ist ein Supergau». Und weiter: «Ford sollte sich darauf besinnen, was ein Mustang ist und seinen E-SUV mit einem neuen Namen vermarkten!»

Obwohl Ford den Markennamen beibehält, sieht das Fahrzeug von innen eher aus wie ein Auto des Konkurrenten Tesla. Dies vor allem wegen des 15,5-Zoll-Touchscreens in der Mittelkonsole, wie Dudenhöffer sagt: «Es sieht wie Tesla aus, ist aber halt keiner.»

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Pipo am 19.11.2019 11:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Die Antwort lautet nein

    Die Antwort lautet nein

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  • Mickey House am 19.11.2019 12:02 Report Diesen Beitrag melden

    Mule...

    ...Hinny oder Plowhorse wär zutreffender. Ein Mustang ist zutiefst beleidigend

  • Grill den Mustang am 19.11.2019 12:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Veganer Sound

    Den Motorensound bei E-Autos simulieren ist etwa das gleiche wie wenn ein Vegetarier einen Hamburger haben muss der wie Fleisch schmeckt

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Ephraim Lercher am 20.11.2019 18:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    kommt damit klar

    Was soll diese unsachliche Kritik eigentlich. Es ist nur ein Name - ob und wem er gefällt oder nicht ist total irrelevant. Das ist halt jetzt der neue elektrisch angetriebene Mustang.

  • stewi8 am 20.11.2019 17:10 Report Diesen Beitrag melden

    Wunderschön

    Der Name mag unglücklich gewählt sein, aber er ist der Schönste. Und wieso muss ein Auto unter 8 Sek. auf 100 Km/h und über 185 Km/h schnell sein? Reine Energieverschwendung. Zu viel Leistung wird vorausgesetzt, angeboten und viel zu billig verhöckert. Der grösste ökologische Blödsinn einer verwöhnten Wohlstandsgesellschaft..

  • Autofan am 20.11.2019 17:06 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Richtiger Autofan

    Soll das ein Witz sein? Das kann ich nicht ernst nehmen!

  • Franke am 20.11.2019 16:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    nope

    auf keinen fall nichtmal.ein 2.3 Liter benziner darf mustag heissen.

  • rosa am 20.11.2019 16:42 Report Diesen Beitrag melden

    Mustang V8

    Weis der Experte Herr Vogler überhaupt was ein Mustang ist? Offenbar nicht, sonst würde er nicht so einen Quatsch erzählen. Der Name Mustang wird klar verschandelt. Der Mustang ist und war nie ein SUV sondern ein Sportwagen der erstmals 1964 gebaut wurde. Zwischendurch gab es eine Zeit als die Manager und Entwickler den Mustang verschandelt haben aber seit 2005 ist es wieder ein Mustang. Übrigens der Mustang 5.0 ist kein Benzinfresser. Mit einem Tankfüllung 61 lt. fährt man mind. 530 km weit, auch wenn mal ein bisschen mehr Gas gegeben wird muss um zu zeigen wer hier befiehlt.