Notenstein-CEO

02. Mai 2012 09:31; Akt: 02.05.2012 09:48 Print

«Schiff aus dem Sturm herausgesteuert»

Adrian Künzi, Chef der neuen Privatbank Notenstein, zieht eine positive Bilanz aus den ersten drei Monaten. Die Raiffeisen-Tochter konnte den Geldabfluss verlangsamen.

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Adrian Künzi, Chef der neuen Privatbank Notenstein, ist optimistisch. (Bild: Keystone)

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Die Ende Januar aus der Wegelin Gruppe abgespaltene Privatbank Notenstein hat aus Sicht ihres Chefs Adrian Künzi nach anfänglichen Turbulenzen und einem Abfluss von Kundengeldern Tritt gefasst. Der Geldabfluss habe sich inzwischen deutlich verlangsamt.

«Wir haben eine schwierige Zeit hinter uns. Doch wir haben das Schiff jetzt aus dem Sturm herausgesteuert und in sicheres Fahrwasser gebracht», sagte Künzi in einem Interview mit der «NZZ» vom Mittwoch. Die Bank müsse glaubhaft darlegen, dass sie eine sichere Bank sei.

Die Bank Notenstein habe bis jetzt etwa vier bis fünf Prozent der Kundengelder verloren. Die verwalteten Vermögen gingen von 22 Mrd. Fr. auf 21 Mrd. Fr. zurück.

Gegenüber den Privatanlegern sei viel Erklärungsarbeit notwendig gewesen, so der Chef der Raiffeisen-Tochter weiter. Institutionelle Kunden, die vereinzelt in der unsicheren Situation im Januar die Bank verlassen hätten, seien wieder zurückgekehrt.

Knapp ein Drittel ausländische Kunden

Um in Zukunft erfolgreich zu sein, will sich die Bank Notenstein auf drei Kundensegmente fokussieren, nämlich auf den Schweizer Markt für Privatkunden, auf einheimische institutionelle Anleger, namentlich auf Pensionskassen sowie auf das internationale Vermögensverwaltungsgeschäft. Künzi schloss die Eröffnung von Niederlassungen im Ausland aus.

Auf die Frage nach deutschen Kunden erklärte Künzi, dass rund 30 Prozent der Kunden aus dem Ausland stammten. Darunter würden sich auch deutsche Kunden befinden. Es handle sich aber «um keine grossen Positionen».

(sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Tobias r. am 02.05.2012 13:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Mauscheleien auch hiet

    Und schon wird jetzt auch von dieser "neuen" Bank ein Problem verniedlicht und heruntergespielt, nämlich deutsche Bankkunden. Entweder hat man problematische Kundenkreise oder man hat sie nicht, bzw will sie nicht. Etwas dazwischen gibt es nicht. Wenn man solche und beispielsweise problematische US-Bürger als Kunden jetzt noch hat, dann hat man die Weissgeldstrategie weder begriffen noch umgesetzt. Fortsetzung wie gehabt, wird dann auch bei dieser Bank kommen.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Tobias r. am 02.05.2012 13:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Mauscheleien auch hiet

    Und schon wird jetzt auch von dieser "neuen" Bank ein Problem verniedlicht und heruntergespielt, nämlich deutsche Bankkunden. Entweder hat man problematische Kundenkreise oder man hat sie nicht, bzw will sie nicht. Etwas dazwischen gibt es nicht. Wenn man solche und beispielsweise problematische US-Bürger als Kunden jetzt noch hat, dann hat man die Weissgeldstrategie weder begriffen noch umgesetzt. Fortsetzung wie gehabt, wird dann auch bei dieser Bank kommen.