Mr. Dax

26. September 2015 20:20; Akt: 26.09.2015 20:20 Print

«VW-Skandal ist gar keiner»

Der Börsenguru Dirk Müller, besser bekannt als Mr. Dax, findet die Aufregung um VW völlig übertrieben. Er wittert dahinter einen Angriff der USA.

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Gross ist der weltweite Aufschrei, seit bekannt wurde, dass Volkswagen geschummelt hat. Einer Person passt das gar nicht. Der deutsche Börsenguru Dirk Müller, auch bekannt unter dem Namen Mr. Dax, kann die Aufregung überhaupt nicht verstehen. In einem Kommentar auf dem Portal des Nachrichtensenders N-TV lässt er seinem Unmut freien Lauf.

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In seinem Kommentar erklärt Mr. Dax einleitend, dass man aufgrund der aktuellen Berichterstattung das Gefühl habe, es mit dem grössten Wirtschaftsskandal seit dem Zweiten Weltkrieg zu tun zu haben: «Die Aktie von VW verliert in der Spitze 40 Prozent und sofort wird der Kopf eines der bislang erfolgreichsten und gefeiertesten deutschen Manager gefordert», so Müller.

«Keine defekten Zündschlösser oder Airbags»

Dabei sei natürlich offenkundig, dass Volkswagen geschönte Abgaswerte angegeben habe, dass dies intolerabel sei und Konsequenzen haben müsse. Mr. Dax stellt aber klar: «Es sei noch einmal betont, dass wir über geschönte Abgaswerte reden und nicht etwa über funktionslose Airbags, versagende Bremssysteme, über die die Fahrer nicht rechtzeitig informiert wurden, oder wissentlich defekte Zündschlösser, die zu zahlreichen Todesfällen geführt haben.» Solche Skandale habe es bei anderen Autoherstellern schon gegeben.

Allgemein gelte für alle Autotests, gehe es nun um Abgase oder den Benzinverbrauch: «Wir wissen, dass diese Werte nur unter idealisierten Testbedingungen aufgehübscht wurden und nehmen das schulterzuckend zur Kenntnis. Ist das etwas anderes als die jetzt bekannt gewordene Mogelei bei den Emissionswerten? Ich denke nicht», so Müller.

Deutsche sollten sich verteidigen

Warum nun also die grosse Aufregung um VW? Wem nutzt diese? Laut Müller ganz klar der US-Autoindustrie. Kritisch fragt er: «Ist es nicht ein bemerkenswerter Zufall, dass dieses Thema just an jenem Tag in den USA hochkommt, an dem VW dort seinen lang erwarteten neuen Passat vorstellt, das Fahrzeug, das in den nächsten Jahren den Heimatmarkt von GM und Ford aufwirbeln sollte?»

Die Amerikaner, so Mr. Dax, scheinen diese zweifellos unschöne Situation nun brutalstmöglich ausnutzen zu wollen, um einen frontalen Angriff auf die bisher übermächtige deutsche Automobilindustrie, das Herz der deutschen Wirtschaft, zu lancieren. Für Müller ist deshalb klar: Anstatt das Spiel der Amerikaner mitzuspielen, sollten die Deutschen sich und die Marke «Made in Germany» verteidigen.

(kwo)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Heinz Stromer am 26.09.2015 20:24 Report Diesen Beitrag melden

    Wirtschaftskrieg der USA gegen die EU

    Recht hat der Herr! Zufälligerweise wurde kurz zuvor auch noch ein Motorenwerk von VW in Russland eröffnet... ein Schelm wer böses denkt!

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  • sere am 26.09.2015 20:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    da stinkt was

    ich möchte 1. mal wissen wie viele andere marken das selbe schon getan haben und 2. wieso dies überhaupt ausgerechnet von ländern kommt die in sachen umweltverschmutzung absolute spitze sind

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  • Max König am 26.09.2015 20:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ja

    Wo er Recht hat, hat er Recht.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Hermann Zugler am 30.09.2015 12:34 Report Diesen Beitrag melden

    die liebe Autoindustrie...

    Wie viel Geld fliesst wohl im Moment bei den anderen Herstellern, damit ihre "optimierten" Werte und Tests nicht aufgedeckt werden? Einmal mehr zeigt uns dieses "Skandal", dass der einzige Weg zur Reduktion der Umweltbelastung durch unsere massvolle, reflektierte Nutzung unserer Mobilität erreicht werden kann. ( Nicht masslos!)

  • Club of Rome thinktank am 28.09.2015 21:44 Report Diesen Beitrag melden

    Kampf dem Us-Imperialismus

    Zuerst die Banken, dann die Sozialstrukturen (Flüchtlinge) und nun die Wirtschaft in Europa angreifen?! Amerika will Europa in soziale Unruhen stürzen! Wacht endlich auf! Stop War Not People!!!

  • Rußfrei und Stickoxidfrei am 28.09.2015 14:38 Report Diesen Beitrag melden

    Hier sollte zuerst eingegriffen werden

    Die Kreuzfahrtschiffe auf der Elbe zwischen Cuxhaven und Hamburg verpesten die Luft bei einer Fahrt elbaufwärts und elbabwärts wie sämtliche Diesel-KFZ in Hamburg in einem Jahr. Hinzu kommen die gewerblichen Handelsschiffe.

  • Salvatore G., Lugano am 28.09.2015 14:17 Report Diesen Beitrag melden

    Höhenflug

    Meine Aktien sind zerrüttet, an der Börse hat's gekracht; da hab' ich den Kindern aus ihnen Drachen gemacht. Wir zogen zusammen zu Felde, wo die Lüfte weh'n, da konnte ich meine Aktien noch einmal steigen seh'n ...

    • Helga Winter am 29.09.2015 11:36 Report Diesen Beitrag melden

      Deutsche Qualitätsaktien

      süss, das Verslein, aber wäre "aussitzen" nicht gewinnbringender, eventuell auch für die Kidie's? Ich meine für später,wenn sie mal in die Ausbildung kommen,z.B. ?Angeblich handelt es sich hier doch um "Qualitätsaktien", die mal steigen und fallen und steigen und....... Müller hat es wieder mal klar erkannt. Wem nutzt der ganze Schmontz? Getrickst wurde und wird ständig, wenn es ums Geld geht.Hier geht es um knallharte Wirtschafts-Politik und da gibt es kein Pardon, schon garnicht von den Ami's.

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  • Tanja Kälin am 28.09.2015 14:08 Report Diesen Beitrag melden

    Umweltgesetz

    Es ist ein Gesetzverstoss. Deutschland ist bekannt für eine vorbildliche Umweltpolitik und so ein Ereignis ist einfach "no go". Ich habe ein Mitgefühl mit dem deutschen Volk und den VW -Mitarbeitenden, weil man damit der deutschen Reputation als Auto- und Maschinenhersteller und EU- Vorzeigeland für die EU-Gemeinschaft bei der Einhaltung von Gesetzen geschadet hat. Anderseits bei diesem Ereignis geht es um sehr viel Geld und sicherlich auch um sehr viele Arbeitsplätze. Es ist aus meiner Sicht sehr unfair USA den Schuld in die Schuhe zu schieben.