Abgas-Skandal

28. September 2015 14:53; Akt: 28.09.2015 17:05 Print

Über 128'000 Autos in der Schweiz betroffen

Der VW-Importeur beziffert die Anzahl der manipulierten Diesel-Fahrzeuge in der Schweiz. Ein Aktionsplan sieht eine grossangelegte Umrüstaktion vor.

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Der VW-Importeur Amag tritt in der Abgas-Affäre auf die Notbremse, noch bevor der Bund aktiv wird: Für Neuwagen mit Dieselantrieb EU5 gilt ab sofort ein Verkaufsstopp. Diese Massnahme gilt noch vor dem allfälligen Entzug der Typengenehmigung, die das Bundesamt für Strassen Astra am Freitag in Aussicht gestellt hatte, wie Amag am Montag mitteilte. Betroffen seien aber nur wenige hundert Neuwagen am Landeslager Schinznach-Bad.

Die Zahl der bereits verkauften betroffenen Wagen (sogenannt in Verkehr gesetzt) beziffert Amag auf 128'802 Fahrzeuge. Darin mitgezählt sind die Verkaufszahlen von allen offiziellen Handelsorganisationen, nicht aber von den privaten, sogenannt freien Händlern.

VW-Aktionsplan zur Nachbesserung

Betroffen sind die Marken Volkswagen, Audi, Seat, Skoda und VW Nutzfahrzeuge mit Dieselmotoren des Typs EA 189. Sie sollen nachgebessert werden, sobald eine technische Lösung vorhanden ist. Über das Wochenende sei zusammen mit dem VW-Konzern ein Aktionsplan erstellt worden, schreibt Amag.

Dieser sehe vor, dass Volkswagen und die weiteren Marken des Konzerns «noch im Oktober den jeweiligen nationalen Zulassungsbehörden anhand von Referenzfahrzeugen die technischen Lösungen und deren Umsetzbarkeit demonstrieren.» Dann sollen die Massnahmen genehmigt werden. Anschliessend werden die Kunden individuell über die technische Lösung zur Nachbesserung ihres Fahrzeugs informiert und Werkstatt-Termine vereinbart.

Eine erste Übersicht über weltweit betroffene Modelle gibt es hier.

(dia/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • AmagVW am 28.09.2015 14:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Welcher Typ genau?

    Woher weiss man ob das eigene Auto betroffen ist? Wo kann man nachschauen?

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  • Coolman am 28.09.2015 15:10 Report Diesen Beitrag melden

    Bleibt locker...

    Das sind doch viel weniger als die anfangs vermuteten 180'000 VW's, es geht um VW, Audi, Seat und Skoda. Ich empfand die Berichterstattung in den letzten Tagen als Hetzkampagne. Man benimmt sich so, als hätte man ein kaputtes Auto bekommen... Ich hoffe, der gesunde Menschenverstand kommt bald wieder zurück, denn die, die jetzt am lautesten schreien, wissen nicht einmal worum es genau geht .... Und Leute, beruhigt Euch, falls Ihr betroffen seid, wird Euch der Importeur anschreiben. Falls Ihr nichts hört, seit Ihr leider nicht betroffen und müsst Euch nicht mehr aufregen. Also ruhig Blut...

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  • Ich am 28.09.2015 14:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wow...

    Das hätte aber wirklich echt keiner kommen sehen...

Die neusten Leser-Kommentare

  • Röbi Schweizer am 29.09.2015 14:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gerechtigkeit

    Die Besitzer sollen ihre Autos retournieren und den vollen Neuwagenpreis plus Schadenersatz für Umweltver- schmutzung fordern.

  • Rolf am 29.09.2015 12:44 Report Diesen Beitrag melden

    Sympathisch oder nicht

    Tja, die einen mögen VAG Fahrzeuge, die anderen hassen sie (jetzt erst recht). Die Diskusionen hier kommen mir aber langsam so vor wie die Apple-Jünger gegen die Samsung-Fraktion, mit ihren Smartphones, welches nun besser ist. Es soll doch jeder das Auto fahren das ihm gefällt und zusagt.

  • De Franz am 29.09.2015 11:20 Report Diesen Beitrag melden

    Aktionismus

    Ein Verkaufsstopp ist mal wieder typischer übereilter schweizer Aktionismus. Aber unsere Beziehung zum Auto ist ja sowieso etwas schizophren.

  • Alfons Rechsteiner am 29.09.2015 10:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    langfristige Börsenaussichten

    Es ist interessant: Wenn man sich so durch die VW-Skansal-Kommentare durchliest gibt es zwei sehr unterschiedliche Lager: Die "Unerschütterlichen" jetzt erst recht VW-Anhänger auf der einen Seite und die "Jetzt-hab-ich-aber-für-alle-Zeiten-genug-Empörten" auf der anderen Seite. Sie halten sich etwa fifty-fifty die Waage. Daraus lässt sich folgern, dass der Börsenkurs langfristig auf dem halben Niveau des "Vorskandal-Nieveau" einpendeln wird.

  • Elias Weingartner am 29.09.2015 10:02 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Produkte-Ethik

    bleibt zu hoffen, dass dieser Skandal die Produkte-Ethik anderer Anbieter erhöhen wird. Es braucht ja schon eine fast unglaubliche Naivität, ein getürktes Produkt 11 Millionen mal in die Welt zu entlassen und dabei zu hoffen, dass der Schwindel unentdeckt bleibt.

    • Ruedi am 29.09.2015 12:30 Report Diesen Beitrag melden

      @Elias

      Nun ja, es wäre fast geglückt. Wahrscheinlich wären wir erstaunt, wie viele Leichen die Autohersteller im Keller haben (nicht nur VW). Davon bin ich überzeugt.

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