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08. März 2011 23:21; Akt: 08.03.2011 23:23 Print

Ölpreisrückgang holt Wall Street aus der Reserve

Ein leichte Entspannung am Ölmarkt lockt an der Wall Street die Optimisten aus der Defensive.

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Befürchtungen, dass das wegen der Unruhen in der arabischen Welt deutlich teurer gewordene Öl die Konjunkturerholung abwürgen könnte, traten in den Hintergrund.

Der Leitindex Dow Jones ging am Dienstag in New York ein Prozent höher mit 12'214 Punkten aus dem Handel. Der breiter gefasste S&P- 500 gewann 0,9 Prozent und stieg auf 1322 Punkte. Der Index der Technologiebörse Nasdaq stieg seinerseits um 0,7 Prozent auf 2766 Punkte.

Für Aufatmen sorgte der Rückgang des zuletzt stark gestiegenen Ölpreises. Hintergrund war, dass die in der Opec zusammengeschlossenen Förderländer über eine Ausweitung der Produktion verhandeln.

Viele Mitglieder des Kartells zeigten sich jedoch davon überzeugt, dass der von den Unruhen in Libyen ausgelöste Preisanstieg lediglich psychologisch bedingt sei und grundsätzlich bereits genügend Öl gefördert werde.

Der Preis für Öl der Nordseesorte Brent fiel um fast zwei Prozent auf 112.82 Dollar je Barrel. Dies half insbesondere den Kursen von Fluggesellschaften. United Continental Holdings zogen um 6,3 Prozent an, Delta Air Lines sogar um 9,7 Prozent.

Die Anleger liessen sich aber auch von einer optimistischen Prognose der Bank of America anstecken. Die Bank, die während der Finanzkrise durch Zukäufe an Grösse gewann, hält langfristig einen Vorsteuergewinn von rund 40 Mrd. Dollar für möglich. Auch andere Finanzwerte lagen im Plus.

Zu den Kursverlierern zählten die Aktien der Internetvideothek Netflix, die fast sechs Prozent nachgaben. Zuvor hatte die Filmfirma Warner Bros angekündigt, manche ihrer Streifen über Facebook zugänglich zu machen.

(sda)