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02. November 2009 10:00; Akt: 02.11.2009 10:41 Print

Österreichische Strabag an Implenia interessiert

Der führende Schweizer Baukonzern Implenia hat zurückhaltend auf die Avancen des österreichischen Konkurrenten Strabag reagiert. Zwar signalisierte Implenia Gesprächsbereitschaft, erinnerte aber an das Ziel der Erhaltung der Unabhängigkeit.

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Ein Einstieg der Österreicher bei Implenia hat mit den letzte Woche bekannt gemachten Rückzugsabsichten des britischen Hedge-Funds Laxey neue Aktualität erhalten. Implenia sei von Strabag darüber informiert worden, dass diese weiterhin an einer Beteiligung an Implenia interessiert sei und verschiedene mögliche Formen einer Kooperation diskutieren möchte, heisst es in einer Implenia-Mitteilung vom Montag. Die Credit Suisse habe ihrerseits darüber orientiert, dass sie beauftragt ist, strategische Alternativen im Zusammenhang mit der von Laxey gehaltenen Implenia-Beteiligung zu prüfen.

Erhalt der Unabhängigkeit als Bedingung

Der Verwaltungsrat von Implenia hat gemäss Mitteilung beides zur Kenntnis genommen. Er erinnerte aber daran, dass die Eintragung ausländischer Aktionäre gestützt auf die entsprechende schweizerische Gesetzgebung und die statutarische Ordnung der Implenia nur beschränkt möglich sei. Implenia habe Strabag in einem Schreiben zudem darauf hingewiesen, dass der Verwaltungsrat den Erhalt der Unabhängigkeit von Implenia nach wie vor als wesentlich betrachte, um für die Aktionäre und die übrigen Stakeholders nachhaltig Mehrwerte zu schaffen. Gleichzeitig habe der Verwaltungsrat jedoch auch seine grundsätzliche Bereitschaft für ein Gespräch zu einem noch zu vereinbarenden Zeitpunkt erklärt.

Über das Interesse von Strabag an der Laxey-Beteiligung hatten mehrere Sonntagszeitungen berichtet. Laxey hat nach letzten Meldungen eine Mehrheit der Aktien an Implenia erworben. Implenia weigerte sich aber, mehr als fünf Prozent einzutragen.

(ap)