SNB

31. Mai 2018 10:14; Akt: 31.05.2018 11:03 Print

1000-Franken-Note wird nicht abgeschafft

Die Zeit der 1000er-Note ist noch nicht abgelaufen. Die Schweizer Bevölkerung nutzt den Geldschein laut SNB immer noch als Zahlungsmittel.

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Die Tausender-Note stand in der Kritik. Doch der 1000er bleibt im Programm der SNB. Diese Note werde von der Bevölkerung als Zahlungsmittel weiter genutzt, sagte SNB-Vizepräsident Fritz Zurbrügg. (Archivbild) Die Sujets der neuen Noten in einer Übersicht. Für die gesamte neue Schweizer Banknotenserie ist die Luzerner Designerin Manuela Pfrunder zuständig. Im November 2005 präsentierte die Nationalbank die Entwürfe für die neue Notenserie. Luftig: Das erste ausgearbeitete Notenbild (es stammt von 2005 und ist nicht das Design, das heute präsentiert wird) der Grafikerin Manuela Pfrunder. Es verwendete die Motive einer Blüte und eines Gleitschirmfliegers. Konstanten: Das grün-weisse Farbdesign wird beibehalten. (Entwurf von 2005) Obwohl der Zürcher Grafiker Manuel Krebs den Designwettbewerb gewonnen hatte, wurde die Zweitplatzierte Manuela Pfrunder mit der Gestaltung der neuen Noten beauftragt. Die Schweizer Banknoten-Geschichte ist von vielen Sonderheiten geprägt. Die 5-Franken-Note wurde 1914 produziert, um die aus Silber bestehende 5-Franken-Münze im Kriegs- oder Krisenfall zu ersetzen. Sie wurde erst auf 1980 zurückgerufen, und ist damit eine der am längsten im Umlauf gewesenen Noten. Die Exotische: Die 40er-Note der Serie von 1911 mit Arnold von Winkelried wurde als Reservenote gedruckt, kam aber nie in Umlauf. Zurückgehaltene: Während der zwei Weltkriege druckte man zahlreiche Reservenoten, die im Falle von Fälschungen hätten eingesetzt werden können. Hier eine von drei 20er-Noten der Ausgabe von 1918. Die Geburtsstunde: Die ersten Banknoten der Schweiz waren ein Provisorium. Der Zeitraum zwischen dem Erlass des Notenbankgesetzes 1905 und der Öffnung der Nationalbank 1907 war nicht ausreichend, um eigene Banknoten zu kreieren. Die von Ferdinand Hodler gestaltete 100er-Note mit dem Mäher blieb besonders in Erinnerung. Sie wurde erst 1958 zurückgerufen. Die Kriegsserie: Zwischen 1918 und 1930 wurden zwei 100er-Noten und drei 20er-Noten entworfen. Davon ging jeweils nur eine Version in Umlauf. Hier die bis 1945 gültige 100er-Note mit Wilhelm-Tell-Motiv. Die Ungedruckte: Während die 1000er-, 100er- und 50er-Noten gedruckt und eingelagert wurden, blieb es bei der 500er-Note beim Probedruck.

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Die 1000-Franken-Noten bleibt im Programm der Schweizerischen Nationalbank. Diese Note werde von der Bevölkerung als Zahlungsmittel weiter genutzt, sagte SNB-Vizepräsident Fritz Zurbrügg anlässlich der Präsentation der Zahlungsmittelumfrage am Donnerstag.

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Damit erteilte Zurbrügg internationalen Forderungen im Zusammenhang mit Schwarzgeld-Bekämpfung eine Absage. Die SNB habe den Auftrag, die Bargeldversorgung der Bevölkerung zu gewährleisten und den Bargeldverkehr zu erleichtern und zu sichern, sagte der Vizedirektor. Letztlich gehe es auch darum, die Wahlfreiheit bei der Nutzung der Zahlungsmittel zu gewährleisten.

40 Prozent mit mindestens einem 1000er

Die von der SNB durchgeführte Umfrage zeige, dass die 1000-er von der Schweizer Bevölkerung weiter rege genutzt würden. So hätten 40 Prozent der Befragten angegeben, dass sie innerhalb der vergangenen zwei Jahre mindestens eine 1000 Franken-Note besessen hätten. Diese käme vor allem bei teureren Anschaffungen wie Autos oder Möbel sowie zur Begleichung von Rechnungen am Postschalter zum Einsatz.

Zur jüngsten Entwicklung des Schweizer Frankens, der wegen der politischen Unsicherheiten in Italien unter Druck geraten ist, erklärte Zurbrügg, die Nationalbank sei von ihrer bisherigen Geldpolitik mit Negativzinsen und Interventionen weiterhin überzeugt.

(woz/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • L. Abe am 31.05.2018 10:25 Report Diesen Beitrag melden

    Rückgrat

    Solches Rückgrat wünschte ich mir manchmal vom Bundesrat.

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  • Stöff Släde am 31.05.2018 10:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Pro Mille!

    Bravo, ich liebe Tausender!

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  • Claude am 31.05.2018 10:26 Report Diesen Beitrag melden

    Nur bares ist wahres....

    Wenn es irgendwie möglich ist, bezahle ich alles in bar (selten mit EC). Für mich besser kontrollier- und überschaubar. Noch nie was auf Pump gekauft.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Kevin Kevin am 15.06.2018 14:42 Report Diesen Beitrag melden

    Lol

    Ich bezahle grundsätzlich nur mit großen Noten wie eben 200er oder 1000er. Oft gibt es aber Probleme da die nicht angenommen werden was ich sinnlos finde.. für was wird sie denn hergestellt

  • Brigitte am 04.06.2018 06:48 Report Diesen Beitrag melden

    Anonyme Sextoys nur mit Bargeld

    Bargeld ist Freiheit, ich kaufe fast alles mit Bargeld, auch grössere Beträge. Ich will nicht dass meine Bank weis was ich kaufe, ob Essen oder Elektronik oder Sextoys.

  • Gerry am 01.06.2018 19:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    200er = nutzlos

    Die 200er Note sollte man abschaffen. Die ist sowas von nutzlos. Um am Kiosk zu bezahlen ist sie schon fast zu gross, für grössere Geschäfte zu klein.

  • Bösichatz am 01.06.2018 18:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    I like

    Wie kommt es das aktuelle 10% abgeben nie eine gehabt zu haben? Ich Sammler diese Note, gefällt mir von allen am besten

  • Chris am 01.06.2018 09:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Fremdbestimmt

    Das Ausland fordert die Abschaffung. Die SNB sagt nein. Gut so. Warum versuchen andere Länder immer wieder uns Vorschriften zu machen?

    • Fritz am 01.06.2018 13:55 Report Diesen Beitrag melden

      Druck standhalten, bravo SNB

      Genau, das beweist, dass die SNB unabhängig agiert. Die Gegner der Vollgeld Initiative behaupten das Gegenteil.

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