Wucherpreise

10. Januar 2020 20:20; Akt: 10.01.2020 20:28 Print

64'524 Franken für die WEF-Übernachtung

In Davos gibt es nur noch einzelne Zimmer fürs WEF. Doch diese kosten Tausende Franken pro Nacht. Eine Wohnung ist für 64'524 Franken zu haben.

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Bis zu 64'524 Franken kostet das Übernachten während der WEF-Woche. Auch im günstigsten Hotelzimmer kostet die Nacht während des WEF immer noch über 1000 Franken. (Stand: 10.1.) Auch in den umliegenden Dörfern sind die meisten Hotels ausgebucht und die wenigen verbleibenden Zimmer kosten viel Geld. Auf Airbnb wimmelt es ebenfalls von Wucherpreisen. Die Anbieter werben direkt um WEF-Besucher. Trump kommt dieses Jahr erneut ans WEF, was das Interesse der Gäste noch erhöht haben dürfte. Bereits vor zwei Jahren nahm Trump am WEF teil. Das Bild zeigt die Air Force One im Anflug auf Zürich am 25. Januar 2018. Der US-Präsident erreichte die Schweiz am Donnerstag, 25. Januar 2018. Kurz nach 10 Uhr war die Maschine am Flughafen Zürich gelandet. Donald ... ...Trump winkte, bevor er weiter nach Davos reiste. Für die Landung der Air Force One kamen Planespotter aus ganz Europa. In Davos war man ebenfalls bereit für Donald Trump. Die Helikopter für den Weitertransport standen bereit. Auch diejenigen der Schweizer Armee. Per Helikopter flog der Präsident von Zürich ... ... nach Davos. Kurz nach 11.30 Uhr landete die Marine One in Davos. Donald Trump wurde in Davos zum Konvoi begleitet ... ... und per Geländewagen ins Hotel in Davos gefahren. Auch für Planespotter war es ein Riesenereignis. Im Fokus lagen die Flugzeuge der WEF-Teilnehmer. Die Starts und Landungen der Maschinen wurden aufmerksam verfolgt. Gruss zum Abschied: US-Präsident Donald Trump winkte, bevor er das Weisse Haus mit einem Helikopter verliess. (24. Januar 2018) Vom Weissen Haus aus flog Trump mit der Marine One zum Luftwaffenstützpunkt Andrews. (24. Januar 2018) Hier wechselte der Präsident in die Air Force One. (24. Januar 2018) Der US-Präsident wurde zum Weltwirtschaftsforum WEF in Davos erwartet. (24. Januar 2018) Plane-Spotter warteten im Parkhaus 6 des Flughafens Zürich. Beim Einsteigen gerieten die präsidialen Haare durcheinander. (24. Januar 2018) Kurz vor 21 Uhr Ortszeit winkte Donald Trump zum Abschied. (24. Januar 2018)

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Die Zimmer für die WEF-Woche in Davos sind fast komplett ausgebucht. Auf Booking.com gibts derzeit noch drei Anbieter. Die Preise sind wegen des Forums in die Höhe geschossen und steigen täglich weiter: So kostet die Übernachtung von Montag bis Freitag während des WEF im Hotel Zentrum Haus Davos mindestens 6824 Franken. Das ist derzeit der günstigste Preis für eine Unterkunft in Davos selbst. Am Vortag waren es noch rund 1000 Franken weniger.

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Die gleichen vier Nächte in einem Apartment an der Bündastrasse kosten 11'099 Franken. Und es geht noch extremer: Eine Dreizimmerwohnung für bis zu sechs Personen wird auf Booking.com gar für 64'524 Franken angeboten. Wer sich das Apartment teilt, zahlt also immer noch mindestens 10'754 Franken pro Person. Der Anbieter hat die Wohnung am 6. Januar, also grad rechtzeitig fürs WEF, aufgeschaltet.

Auch umliegende Dörfer betroffen

Wer sich über die hohen Preise wundert, stösst auf Unverständnis bei den Hoteliers, wie eine Stichprobe von 20 Minuten zeigt: «Sie wissen schon, dass in dieser Woche das WEF stattfindet, oder?», hiess es etwa am Telefon, als ein Interessent wissen wollte, wieso es keine Zimmer unter 1000 Franken pro Nacht gebe.

Auch in den umliegenden Dörfern schiessen die Preise in die Höhe. So zahlt man im Cresta Hotel in Klosters-Serneus derzeit 14'400 Franken für vier Nächte.

Gemeinde appelliert an die Vernunft der Hoteliers

Die Gemeinde Davos und das WEF selbst wollen die Wucherpreise eindämmen. Die Gemeinde stehe in Kontakt mit der Tourismusorganisation sowie den Hoteliers von Davos, damit die meisten Zimmer dem WEF zur Verfügung gestellt würden. Vorschriften könne die Gemeinde den Hotels aber nicht machen. «Wir können nur an die Vernunft der Hoteliers appellieren», heisst es vonseiten der Gemeinde.

Beim WEF heisst es auf Anfrage, man setze sich für vernünftige Preise ein. Leider würden gewisse Hoteliers immer wieder die Preise extrem in die Höhe treiben, das bedauern die Organisatoren sehr.

Wucher auch auf Airbnb

Auch auf Airbnb machen sich die Wucherpreise breit: Die Übernachtung von Montag bis Freitag in einer 2,5-Zimmer-Wohnung in der Nähe des Kongresszentrums gibts für 15'052 Franken. Bei vielen anderen Anbietern zahlt man ebenfalls über 10'000 Franken während der WEF-Woche. Hochgerechnet wäre das eine Monatsmiete von um die 80'000 Franken.

Die Airbnb-Hosts zeigen zudem ziemlich direkt, dass sie aus dem Wirtschaftsgipfel kräftig Kapital zu schlagen versuchen: Die meisten Unterkünfte in und um Davos sind direkt mit «WEF 2020» im Titel ausgeschrieben. Seitens AirBnB heisst es, die Gastgeber würden ihre Preise selbst festlegen. Wenn Hosts zu Grossveranstaltungen die Preise erheblich erhöhen, würden sie in den meisten Fällen keine Buchung erhalten.

Stand der Preise: Nachmittag des 10. Januar

(bsc/rkn)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Felix W am 10.01.2020 20:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Jedes Jahr ...

    ... das gleiche langweilige Thema, Bravo Redaktion

    einklappen einklappen
  • Marco am 10.01.2020 20:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schlechter Journalismus

    Ist es wieder soweit? Der alljährliche Wucherartikel über die Übernachtungen am WEF? Bitte es ist jedesjahr das selbe muss den artikel nicht mal lesen;)

    einklappen einklappen
  • simi am 10.01.2020 20:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    easy

    diejenigen die ans WEF gehen können diese preise locker bezahlen. sind ja meistens mit steuergelder bezahlt..

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Ruedi am 12.01.2020 01:34 Report Diesen Beitrag melden

    Verdienen Millarden..., aber

    Für WEF "Gäste" sind solche Preise locker zahlbar!

  • Ganjaflash am 11.01.2020 22:07 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden
    Giphy Giphy
  • Der anwohner am 11.01.2020 20:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wef adieu

    Haut doch ab von hier mit dem mist! Die Bevölkerung wirds freuen. Das schwachsinnigie sicherheitsdispositiv nervt ( anschläge wären kein Problem) nur wir werden schikaniert. Auch die Shuttleservices und Heliflüge nerven. Ist mein Auspuff zu laut jammert die Kapo, nicht aber bei nächtlichen Helistarts...

  • Peter Michel am 11.01.2020 20:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    der Steuerzahler betahlt es am Schluss

    da bereichern sich wieder einige auf Kosten der Steuerzahler.

  • 101st am 11.01.2020 19:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Seit ehrlich

    Würde jeder so machen wenn er Wohnraum in Davos besitzen würde. Wer nein sagt der Lügt.