EDV-Panne

23. März 2011 12:14; Akt: 23.03.2011 16:53 Print

11 Milliarden auf dem Konto – wer bietet mehr?

Sie wollten schon immer Milliardär sein? Dann rennen Sie jetzt zu einem Postomaten und prüfen Sie den Kontostand. Dort werden Träume wahr – zumindest bis morgen.

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Die Kollegin von Marc Bolz hat es mit einem Schlag in die Liste der zehn Reichsten in der Schweiz geschafft. Gestern Abend wollte sie an einem Automaten der Postfinance in Zürich Geld abheben. Bei der Transaktion klingelte der Jackpot. Auf dem Bildschirm wurde ihr aktueller Kontostand angezeigt: CHF 6 200 000 000. Oder in Worten: Sechs Milliarden und zweihundert Millionen Schweizer Franken! Mit einem solchen Vermögen reihte sie sich in der Liste der Schweizer Superreichen auf Rang acht ein. Zusammen mit Fürst Hans-Adam von und zu Liechtenstein oder dem langjährigen Synthes-CEO Hansjörg Wyss. Ihr Vermögen ist vom Wirtschaftsmagazin «Bilanz» im letzten Jahr auf sechs bis sieben Milliarden geschätzt worden.

Marc Bolz’ Kollegin ist kein Einzelfall. Leser-Reporter Alessandro konnte sich über 1,968 Milliarden freuen, als er am Escher-Wyss-Platz in Zürich den Kontostand sah. Nicht nur in Zürich gab es neue Milliardäre. In Bern legte Michael Stettler noch ein bisschen was drauf : Sein Konto wies einen Stand vom knapp zehn Milliarden Franken aus. Doch das Ende der Fahnenstange scheint noch nicht erreicht: Punkt 16 Uhr meldet sich «Milliardär» Yannick Kohler mit einem Kontostand von 11 450 000 000.

Auch der Westschweizer Student Christian Mauriand staunte nicht schlecht, als er an einem Postomat in St. Gallen seinen Kontostand checkte. Plötzlich war er 4 530 000 000 Franken schwer. «Nicht schlecht für einen 19-Jährigen!», findet er.

Der Traum von einem Leben in Saus und Braus zerschlug sich beim 19-Jährigen allerdings zu Hause bereits wieder. Als er Online seinen Kontostand bei Postfinance überprüfte, war der Betrag klein und die Ernüchterung gross.

Morgen soll der Geldregen vorbei sein

Für die hohen Kontostände können sich die Kunden bei der Six Group bedanken, die in der Schweiz die Finanzmarktinfrastruktur bereitstellt. Bei ihren technischen Arbeiten hat sich ein Formatfehler eingeschlichen, der die Bestände auf den Konten auf wundersame Weise anschwellen liess. Neben Postcards können auch Maestro-Karten der Banken von dem Formatfehler betroffen sein, sagt ein Six-Group-Sprecher gegenüber der Nachrichtenagentur SDA. Die Six Group werde über Nacht nochmals über die Bücher gehen und den Fehler beheben. Wie viele Postkunden von der Panne betroffen sind, konnte Postsprecher Alex Josty gegenüber 20 Minuten Online nicht sagen.

Übrigens: An den neu gewonnenen Reichtum traute sich keiner der Leser-Reporter. Marc Bolz sagt: «Meine Kollegin hob kein Geld ab. Sie dachte, sie müsse es sonst später zurückzahlen. Zudem liegt ihr Limit bei 2000 Franken.»

Sie schlagen den Elf-Milliarden-Rekord von Yannick Kohler? Schicken Sie uns ein Bild ihres Kontoauszuges!

(meg/rn)

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Prinz am 23.03.2011 15:33 Report Diesen Beitrag melden

    Liechtenstein = Schweiz?

    S.D. Fürst Hans-Adam von und zu Liechtenstein ist kein Schweizer, genauso wenig wie das Land Liechtenstein zu der Schweiz gehört...

  • Euler am 23.03.2011 13:17 Report Diesen Beitrag melden

    ich würde eher sagen...

    *Sechs Milliarden und zweihundert Millionen

  • andreas diogo am 23.03.2011 15:35 Report Diesen Beitrag melden

    Fast soviel

    Ich habs nur auf 3,850 Mia geschaft ;)

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Die neusten Leser-Kommentare

  • beshde am 24.03.2011 11:32 Report Diesen Beitrag melden

    Eagle Eye :D

    das kommt mir so vor wie im Film Eagle Eye :D

    • mario schreiber am 25.03.2011 08:58 Report Diesen Beitrag melden

      stimmt

      das habe ich auch gerade gedacht..:D

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  • Eidgenoss 88 am 23.03.2011 20:04 Report Diesen Beitrag melden

    Hallo!!!

    Wieso hat niemand versucht das Geld abzuheben?

  • Cyril am 23.03.2011 18:59 Report Diesen Beitrag melden

    Milliarden

    Hatte satte 9.3 milliarden auf dem konto...meine hände fingen an zu zittern..xdxd(:

  • Schlaumeier am 23.03.2011 18:47 Report Diesen Beitrag melden

    Masterplan

    Das ganze Geld sofort am Schalter abheben, wobei ich bezweifle dass die Post mehrer Milliarden Cash an Lager hat.Dürften wohl höchstens paar 100'000 sein. Dann auf die Bahamas überweisen, ja die haben wirklich ein Bankgeheimniss nicht so wie die Schweiz. Und so schnell wie möglich in ein Land fliehen, dass keinen Vertrag mit der Schweiz hat, wo Krimininelle ausgeliefert werden dürfen.

  • Sozialer Gedanke am 23.03.2011 18:42 Report Diesen Beitrag melden

    Bank ausnehmen und damit Gutes tun!

    Jetzt gibts für jeden Glückspilz kein Pardon mehr, die Japaner würden sich wundern kähmen plötzlich von 100 Schweizern gesammthaft 500 Milliarden Franken bei ihnen als Spendengelder an. Eine gute, wenn nicht DIE beste, Gelegenheit die Bank mal auszunehmen und damit noch Gutes zu tun!

    • fishtish am 23.03.2011 20:36 Report Diesen Beitrag melden

      sozial?!

      Ist es sozial, wenn ein anderer den Schaden trägt, denn man selber verursacht?! Abgesehen davon ist die PostFinance gar keine Bank!

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