Umfrage in Deutschland

30. Dezember 2011 10:40; Akt: 30.12.2011 13:29 Print

20 Prozent erwarten Euro-Crash

Wie weiter mit dem Euro? Zehn Jahre nach seiner Einführung als Bargeld rechnen 20 Prozent der Deutschen mit einem Euro-Crash. Zuversicht versprüht hingegen der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble.

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Euro statt D-Mark: Vor 10 Jahren hat die Gemeinschaftswährung in zwölf Ländern die nationalen Noten und Münzen abgelöst. (Bild: Keystone)

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Trotz Schuldenkrise gehen die Deutschen einer Umfrage zufolge mehrheitlich von einem Fortbestand der Euro-Zone aus. 57 Prozent der Befragten rechnen demnach nicht mit einem Auseinanderbrechen der Währungsunion im kommenden Jahr.

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Lediglich 20 Prozent erwarteten 2012 ein Ende des Euro, wie die «Bild-Zeitung» unter Berufung auf eine Umfrage des Instituts YouGov berichtete.

Demnach bleiben die Deutschen trotz der absehbaren Eintrübung der Konjunktur auch finanziell optimistisch. 38 Prozent der Befragten wollen im nächsten Jahr nicht mehr sparen als im vergangenen Jahr. 30 Prozent planen, ihr finanzielles Polster zu vergrössern. 19 Prozent wollen weniger Geld zurücklegen.

Schuldenkrise in Griff?

Zuversichtlich gibt sich auch der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU). Er glaubt, dass die Europäer 2012 die Schuldenkrise in den Griff bekommen. «Ich glaube, dass wir in den nächsten zwölf Monaten so weit sind, dass wir die Ansteckungsgefahren gebannt und die Euro-Zone stabilisiert haben werden», sagte Schäuble dem «Handelsblatt». Alle Euro-Staaten würden dann grosse Fortschritte bei der Bewältigung der jeweiligen Probleme gemacht haben.

Ein Auseinanderbrechen der Euro-Zone schloss der Minister aus: «Eine Währungsgemeinschaft schweisst das Schicksal von Staaten zusammen», sagte Schäuble. «Die politisch Verantwortlichen der Euro-Zone tun deshalb alles, um ein Auseinanderfallen zu verhindern.»


(sda/ap)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Gerhard B. am 30.12.2011 12:35 Report Diesen Beitrag melden

    Die politisch Verantwortlichen ...

    ... der Euro-Zone tun alles, um ein Auseinanderfallen zu verhindern, sagt Schäuble. Damit meint er wohl in erster Linie diejenigen Verantwortlichen derjenigen Länder welche vom Euro und der EU im grossen Stile profitieren! Ich glaube (und hoffe) dass die EU und der Euro bald Geschichte sein wird und ich bin auch überzeugt dass es keine grossen Probleme beim Wechsel geben wird. Das wird uns alles nur einsuggeriert!

  • roland_rohrbach am 30.12.2011 11:32 Report Diesen Beitrag melden

    Deutschland war noch nie so verschuldet!

    Der Schuldenberg von Deutschland hat dieses Jahr wieder 5 Prozent zugenommen . Die Politiker reden einfach nicht die Wahrheit, die Jüngere Generation wird dafür bitter bestraft mit mehr Steuern! Frau Merkel setzt den Wohstand der Deutschen aufs Spiel.

  • Jose Miranda am 30.12.2011 12:20 Report Diesen Beitrag melden

    Währungskrieg

    Wie schon in der Vergangenheit wird eine Währung daran glauben müssen! Nach dem Börsenkrach 1928 war es die deutsche Währung! Jetzt kommt der Euro dran!

Die neusten Leser-Kommentare

  • MTO am 30.12.2011 13:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Das Spiel mit dem Feuer

    Der Euro hätte eine Chance gehabt. Aber so unmöglich und man hat nichts gelernt. Es ging alles viel zu schnell und die Osterweiterung will man trotzdem fortsetzen. Arme Staaten wollen profitieren und reiche wollen nichts geben. Vor 30 Jahren wollte man eine eigene Währung und unabhängig sein und heute ist es umgekehrt. Ich hoffe nur, dass dieser Euro nicht noch einen Krieg in Europa mit sich führt und alle wieder unabhängig sein wollen. Lesen Politiker keine Literaturen von der Weltgeschichten? Das alles hat es schon gegeben und noch nie funktioniert.

    • Homo oeconomicus am 31.12.2011 06:19 Report Diesen Beitrag melden

      EUROland

      UdSSR, Jugoslawien, Nord-Irland, Baskenland, Katalonien, Norditalien, Kurdistan etc. und v.a.m. lassen grüssen... Aber: Euroland hat die "Schulden" gar nicht im Griff und noch kein einziges "Problem" gelöst - ausser: "Governance by Caterpillar" > die Probleme vor sich her schieben ...

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  • Don Norvol am 30.12.2011 13:16 Report Diesen Beitrag melden

    Schlimmer als 1929

    Fast alle Experten sind sich einig, dass die Krise, welche auf den Zerfall des Euros folgen würde, einiges heftiger ausfallen würde als die Weltwirschaftskrise um 1929+. Ein Zusammenbruch wäre also eine totale Katastrophe. Ich bin jung, flexibel, habe wenig Vermögen. Mich würde der Arbeitsverlust/Vermögensverlust dennoch stark treffen...wie steht es jedoch um Familien, Rentner usw? Diejenigen, die dauern den Zerfall des Euros wünschen bzw. aufbeschwören sollen sich mal darüber Gedanken machen. Ist Europa am Boden ist es auch die Schweiz.

    • Patrick Portmann am 30.12.2011 15:14 Report Diesen Beitrag melden

      Recht hast du..

      Viele überlegen gar nicht so weit, wir sind so abhängig vom ausland das wir mit dem Euro untergehen werden.

    • Reto Meier am 30.12.2011 15:16 Report Diesen Beitrag melden

      Vorteil Eigenständigkeit

      Vielleicht ein bisschen weniger am Boden als die Mitgliestaaten, was schon einiges besser ist. Und ganz wichtig, als freies, selbstbestimmendes demokratisches Land mit einer eigenen Währung viel schneller wieder friedlich und wirtschaftlich!

    • Echo vom Pflanzblätz am 31.12.2011 06:22 Report Diesen Beitrag melden

      Die Schweiz

      sabotiert sich mit der Annäherung an Brüssel / EU sowieso selbst. Siehe nur der Mindestkurs von EURO zu CHF. Mir kommen unsere Politos so vor, wie die "Piraten" bei Goscinny & Uderzo in den "Asterix & Obelix" Comics ...

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  • Heidi Wander am 30.12.2011 12:36 Report Diesen Beitrag melden

    Reiner Zweckoptimismus

    EU fanatische Politiker versprühen seit einiger Zeit helbstherrlich, trügerischen Zweckoptimismus, der Steuerzahler aus souveränen EU Mitgliedstatten immer stärker belastet und Investoren aus der ganzen Welt zusehends verunsichert. Das Vertrauen in die EU schwindet im In- und Ausland. Der Spiegel sind teurere Refinanzierungskosten für viele Mitgliedstaaten.

    • Stefan Stuber am 30.12.2011 15:26 Report Diesen Beitrag melden

      Hauptsächlich Mehraufwand!

      Es geht ihnen halt gut den EU Politikern/ Beamten in Brüssel. Sie verdienen viel mehr als in ihren Haimatländern und geniessen das Ansehen und den Einfluss als EU Beamte. Die EU Verwaltung baut sich auch ständig weiter aus und belastet die Steuerzahler der Mitgliedstaaten immer mehr. Der sich so zusätzlich zur Nationalen Verwaltung geleistete Mehraufwand für die EU Verwaltung in Brüssel kostet halt mehr (viel mehr) Geld.

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  • Gerhard B. am 30.12.2011 12:35 Report Diesen Beitrag melden

    Die politisch Verantwortlichen ...

    ... der Euro-Zone tun alles, um ein Auseinanderfallen zu verhindern, sagt Schäuble. Damit meint er wohl in erster Linie diejenigen Verantwortlichen derjenigen Länder welche vom Euro und der EU im grossen Stile profitieren! Ich glaube (und hoffe) dass die EU und der Euro bald Geschichte sein wird und ich bin auch überzeugt dass es keine grossen Probleme beim Wechsel geben wird. Das wird uns alles nur einsuggeriert!

  • Jose Miranda am 30.12.2011 12:20 Report Diesen Beitrag melden

    Währungskrieg

    Wie schon in der Vergangenheit wird eine Währung daran glauben müssen! Nach dem Börsenkrach 1928 war es die deutsche Währung! Jetzt kommt der Euro dran!