Sicherheitsbericht

06. Dezember 2019 03:59; Akt: 06.12.2019 13:42 Print

3000 Meldungen zu sexueller Gewalt bei Uber

Der US-Fahrdienstvermittler veröffentlicht zum ersten Mal Zahlen von Übergriffen während Fahrten.

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Der Fahrdienstvermittler Uber hat im Jahr 2018 mehr als 3000 Meldungen über sexuelle Gewalt, einschliesslich Vergewaltigung, erhalten. Dies steht in Relation zu den rund 1,3 Milliarden Fahrten in den USA im gleichen Jahr.

Im Vergleich zum Jahr 2017 bedeute dies ein Rückgang von rund 16 Prozent in den fünf schwerwiegendsten Kategorien von sexuellen Übergriffen, teilte Uber am Donnerstag zudem mit.

Dabei seien die Risiken für die Fahrgäste genauso gross, wie jene für die Fahrer, hiess es weiter. In den beiden Jahren seien 464 Vergewaltigungen vorgefallen, heisst es in dem am Donnerstag erstmals von dem Unternehmen veröffentlichten Sicherheitsbericht. Hinzu kamen demnach fast 600 versuchte Vergewaltigungen. Bei den anderen Übergriffen handele es sich unter anderem um unerlaubte Berührungen oder Küsse.

Jeder Fall zu viel

Uber zufolge wurden 99,9 Prozent der 2,3 Milliarden vermittelten Fahrten in den USA in den Jahren 2017 und 2018 ohne Sicherheitsvorfälle beendet. «Ich vermute, dass viele Leute überrascht sein werden, wie selten diese Vorfälle sind. Andere werden verständlicherweise aber denken, dass sie immer noch zu verbreitet sind», teilte Uber-Chef Dara Khosrowshahi mit. Die gemeldeten Fälle machten 0,00002 Prozent aller vermittelten Fahrten aus, erklärte Uber. Doch selbst wenn sie selten seien, bedeute jeder gemeldete Fall «eine sehr schmerzhafte Erfahrung», räumte Uber ein. Selbst ein einzelner gemeldeter Fall sei «ein Fall zu viel».

Es ist das erste Mal, dass Uber entsprechende Zahlen veröffentlicht. Der Fahrdienstvermittler und sein grösster Konkurrent in den USA, Lyft, stehen zunehmend unter Druck. Die Zahl der Klagen von Frauen, die als Nutzerinnen der Fahrdienstvermittler Opfer sexueller Gewalt wurden, nimmt zu. Am Mittwoch reichten 20 Frauen in San Francisco Klage gegen Lyft ein, die in von Lyft vermittelten Fahrzeugen vergewaltigt oder sexuell attackiert wurden. 14 ähnliche Klagen waren bereits im September eingereicht worden.

(chk/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Thomas am 06.12.2019 08:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Erschreckend

    Erschreckende Zahlen. Unglaublich wie viele Psychos frei herumlaufen dürfen! Leider wird es bei den Taxi Unternehmen auch nicht besser aussehen!

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  • Antonia Müller am 06.12.2019 06:50 Report Diesen Beitrag melden

    eine sehr kleine Prozentzahl

    wie meine Mamma einmal sagte: steig nicht bei einem fremden ein

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  • Christ am 06.12.2019 08:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Taxi noch schlimmer

    Nur die Veröffentlichungen die Zahlen nicht!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • beni am 08.12.2019 13:21 Report Diesen Beitrag melden

    immer diese attacken.... nicht glaubhaft

    man scheint den begriff der übergriffe nicht erklären zu können und wollen. wenn der blick in den rückspiegel schon zählt oder ein gut gemeintes kompliment, dann kann die aussage stimmen. das hat nichts mut uber zu tun, dsa gibts an jedem arbeitsplatz weltweit. die grenzen zu erklären scheint sehr schwierig zu sein.

  • Alfred A. am 08.12.2019 08:29 Report Diesen Beitrag melden

    Nicht klar ersichtlich

    Aus dem Bericht geht nicht ausreichend klar hervor, wer jeweils Täter und wer Opfer war, Kunde oder Fahrer.

  • Mr.Santa am 07.12.2019 23:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Change the UBER App

    Warum kann man nicht einfach eine Option in Uber einbauen das man auswählen kann. Ob man eine Frau oder einen Mann als fahrer haben möchte.

  • Cavi33 am 07.12.2019 06:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Und bei den Taxis

    Möchte bezweifeln ob das überhaupt stimmt, mit der heutigen Gesetzeslage müsste das relativiert werden.

  • Igel am 07.12.2019 05:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Zubehör

    Ja Billig hat hier vermutlich noch einen Zusatzpreis. Mich wundert nichts mehr. Renomierte teurere Taxiunternehmen können sich so was nicht leisten. Wären wohl schnell weg vom Fenster.