Rekordwert

05. Dezember 2019 11:23; Akt: 05.12.2019 12:45 Print

Post versendet 5,9 Mio. Pakete wegen Black Friday

Der Cyber Monday und Black Friday bescherte der Post eine neue Rekordpaketmenge. Sie lieferten über 5,9 Millionen Pakete aus.

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Die Post beförderte innert einer Woche rund 5,9 Millionen Pakete. Die Post beförderte innert einer Woche rund 5,9 Millionen Pakete. Damit wurde der Rekord aus dem Vorjahr um 15 Prozent pulverisiert. Die Infografik der Post zeigt ein eindrückliches Bild. Amazon-Beschäftigte in Deutschland streiken – ausgerechnet an den wohl umsatzstärksten Tagen des Jahres – von Black Friday bis Cyber Monday. Die Gewerkschaft Verdi kämpft seit Jahren dafür, dass die Amazon-Beschäftigten einen Tarifvertrag bekommen und nach dem Tarif für den Einzel- und Versandhandel bezahlt werden. Der Onlineriese Amazon weist die gegen ihn erhobenen Vorwürfe stets zurück und bezeichnet sich als «fairen Arbeitgeber». Detailhändler müssen einiges unternehmen, damit der Black Friday zu ihrem umsatzstärksten Tag wird: Die Planung für den Black Friday beginnt für die Händler nicht erst ein paar Wochen vor dem Event. Sie kaufen bei den Herstellern im Voraus Produkte in grossen Quantitäten ein, um selber von Rabatten profitieren zu können. In den vergangenen Jahren sind bei den Händlern rund um den Black Friday immer wieder Websites zusammengebrochen, weil sie dem plötzlichen Ansturm der Schnäppchenjäger nicht gewachsen waren. Damit das nicht mehr passiert, fahren die Händler vor dem Black Friday ihre Serverkapazität hoch. Händler wie Manor, Interdiscount und Galaxus bestätigen gegenüber 20 Minuten, dass rund um den Black Friday mehr Personal im Einsatz steht. Dieses wird beispielsweise in den Lagern oder im Verkauf eingesetzt. Die Besetzung sei oft ähnlich wie an einem Samstag. Seit der Black Friday 2015 das erste Mal in der Schweiz von ein paar wenigen Händlern ausgerufen wurde, ist viel geschehen: «Heute beteiligen sich Hinz und Kunz am Black Friday: vom Coiffeursalon bis zum Schönheitsdoktor. Ohne eigene Werbung hat eine Firma nur geringe Chancen, wahrgenommen zu werden», sagt Retail-Experte Julian Zrotz von Blackfridaydeals.ch. Manche Läden und Shoppingcenter lassen ihre Türen am Black Friday länger offen. So schliesst das Shoppi Tivoli am 29. November erst um 22 Uhr statt wie sonst am Freitag um 20 Uhr. Die grosse Rabattschlacht am Black Friday steht kurz bevor. Laut Schätzungen von Blackfridaydeals.ch dürften Schweizer Händler innert 24 Stunden einen Umsatz von 450 Millionen Franken erzielen. Eigentlich gilt der Black Friday als Startschuss für das Weihnachtsgeschäft. Dieses Jahr lancierte aber bereits der Singles' Day am 11. November den Weihnachtsverkauf in der Schweiz. Firmen bieten nicht nur Deals auf typische Produkte wie Fernseher oder Kleider, sondern auch zunehmend Abos und Dienstleistungen. Sogar beim Coiffeur gibts Black-Friday-Rabatt. Die Zahl der Geschäfte, die zum Black Friday spezielle Deals machen, steigt immer weiter. Sogar Globus ist dabei, obwohl die Firma dem Black Friday gegenüber bisher eher skeptisch war. Der Anteil an Onlinekäufen am Black Friday dürfte in der Schweiz mit einem Umsatz von 95 Millionen Franken bei über 20 Prozent liegen. Konsumenten sparen auf den Black Friday hin, wie Julian Zrotz von Blackfridaydeals.ch zu 20 Minuten sagt: «Das Interesse am Black Friday ist bereits im Vorfeld riesig.» Schweizer können am Black Friday auch direkt von Rabatten in den USA profitieren: Die US-Firma Big Apple Buddy ermöglicht es Online-Shoppern, bei Händlern aus dem Heimatland des Black Friday zu bestellen. Die Spezialangebote von Black Friday und Singles' Day klingen manchmal besser, als sie in Wirklichkeit sind. Der Black Friday ist eine US-Tradition. Inzwischen etabliert sich das Phänomen auch in der Schweiz. In den USA warten die Kunden oft schon um Mitternacht oder in den frühen Morgenstunden auf die Öffnung der Geschäfte, um das beste Schnäppchen zu ergattern. Teilweise harren sie dabei auch in der Kälte aus ... ... und freuen sich dann, wenn sie zum Beispiel einen günstigen Fernseher abstauben können.

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Die Schweiz befand sich am vergangenen Freitag und Montag in einem regelrechten Kaufrausch. Black Friday und Cyber Monday bescherten der Post innerhalb einer Woche mehr als 5,9 Millionen Pakete.

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Wie die Post in einer Mitteilung schreibt, wurde damit der Rekord der verschickten Pakete aus dem Vorjahr um 15 Prozent übertroffen.

Statt wie üblich werktags rund eine halbe Million Pakete liefert die Schweizerische Post während der Billigwoche durchschnittlich mehr als 800 000 Pakete aus. In den Tagen unmittelbar nach Black Friday und Cyber Monday waren es laut Angaben der Post sogar fast eine Million Pakete.

(fss)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Marco M. am 05.12.2019 13:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    vielen Dank

    Vielen Dank liebe Pöstler für euren Einsatz

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  • Katrin am 05.12.2019 13:08 Report Diesen Beitrag melden

    ......

    Wenn man eine seriöse Statistik machen würde, käme heraus, dass es vor allem die Klimahüpfer sind, die im Kaufrausch der Umwelt schaden.

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  • Daisydream am 05.12.2019 13:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nanu

    Von wegen klimafreundlich einkaufen, also besser nicht online. Die Sorge ums Klima ist bei Black Friday ganz schnell vergessen. Auch das ist eine Hysterie. Wieviel wurde wohl wieder gekauft, das man eigentlich gar nicht braucht. Aber es war sooo billig!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • AFD Fän am 07.12.2019 15:54 Report Diesen Beitrag melden

    Postbote Beruf aufwerten.

    Heute ist ein Paketverträger, ein Beruf den man erniedrigt. Solche Leute schämen sich zu sagen was sie arbeiten. Bei der neuen SPD Vorsitzende in Deutschland die ebenfalls Paketverträgerin war, hat sich als EDV Fachfrau benannt, um das Amt in Würde anzutreten. Wahrscheinlich war sie nicht fähig für die Postzustellung-

  • 11ht22 am 06.12.2019 17:43 Report Diesen Beitrag melden

    Post ist überfordert

    Die Post ist offnungslos überfordert !

    • tom23 am 13.12.2019 01:22 Report Diesen Beitrag melden

      oh ja...

      ich warte immer noch auf mein Paket das am 4. von der Post anvisiert geliefert werden sollte. Laut auskunft hatte man bisher nicht die Zeit die Lagerhalle in die man mein Paket verfrachtet hat, nachdem es im Lastwagen nicht mehr platz hatte, auszuräumen.....

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  • Reto am 06.12.2019 04:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Falscher Titel

    Die Post versendet nicht die Pakete, die Post transportiert die Pakete.

    • Maximilian di Mordio am 06.12.2019 10:11 Report Diesen Beitrag melden

      Einfach nur so

      Alter! Leute wie du haben ein schönes Leben, echt! Sei dankbar dafür! Warum? Du hast keine anderen Probleme. JEDER weiss das. Es bedarf keinem Reto das auch noch ausdrücklich zu erwähnen!

    • Terence Hill am 06.12.2019 21:23 Report Diesen Beitrag melden

      @Maximilian di Mordio

      Keep Smile! Aber Recht hat er, der Reto! Komm wieder mal runter auf den Teppich, Junge.

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  • Biker am 05.12.2019 23:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kaufrausch vs. Klimaschutz

    Frage mich gerade, ob jüngere Menschen, oder Ältere so viel Zeug bestellen. Eher nicht die Älteren. Aber genau den Alten wirft man vor, die Umwelt kaputt gemacht zu haben. Sicher. Wir haben unseren Beitrag dazu geleistet. Aber das tun die Jungen jetzt auch. How dare you!?

    • Daniel am 06.12.2019 09:06 Report Diesen Beitrag melden

      Erziehung?

      Wer erzieht denn denn die Jungen?

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  • Otto am 05.12.2019 23:16 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schjob

    Liebe Schweizer Post! Bezahlt doch mal anständige Löhne. Jetzt kommt auch noch der Weihnachts Stresssssss mit Mio. von Paketen. Unterbezahlter und undankbarer Job!

    • Flitzpiepe am 06.12.2019 07:12 Report Diesen Beitrag melden

      @Otto

      Aber aber, die Post hat doch die Porti schon angehoben, da können die das unmöglich bei den Löhnen auch noch machen - ausser vielleicht in der oberen Teppichetage ;)

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