Schnäppchen(p)reise

27. März 2011 23:01; Akt: 28.03.2011 10:58 Print

50 Prozent Discount für Strandferien

von Alex Hämmerli - Auf die gähnende Leere in den Hotels in Ägypten und Tunesien reagieren Reisebüros mit Schnäppchenpreisen.

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Die Revolution in Tunesien und Ägypten hat den dortigen Tourismus hart getroffen: Vormals beliebte Reiseziele wie Djerba, Hurghada oder die Pyramiden von Gizeh sind fast menschenleer. Hoteliers klagen über «gespenstische Zustände» in ihren Anlagen. «Speziell bei Tunesien spüren wir nach wie vor eine grosse Zurückhaltung der Kunden», bestätigt Valentin Handschin von Hotelplan. Mehrere Hotels hätten zeitweise dichtgemacht, weil die Gäste ausgeblieben seien.

Jetzt aber fahren die Hotels den Betrieb langsam wieder hoch. Und Urlauber können haufenweise von Schnäppchenangeboten profitieren. «Ferien in Ägypten und Tunesien werden dieses Jahr deutlich günstiger sein als 2010», so Handschin.

In der Branche spricht man von durchschnittlichen Preissenkungen von 15 Prozent oder mehr. Insbesondere locken vermehrt Rabatte für Kinder und Frühbucher. Und wer sich kurzfristig entscheidet, kann von noch viel grösseren Preisabschlägen profitieren. So etwa bei Tui Suisse, wo Strandferien in Ägypten im April teilweise noch die Hälfte des regulären Preises kosten.

Der Grund: Die Reiseanbieter konnten wegen der tiefen Auslastung der Hotels die Preise neu aushandeln. Davon profitieren nun die Kunden.

Die Kehrseite: Für andere Destinationen, insbesondere im Mittelmeerraum, wird es dieses Jahr deutlich weniger attraktive Last-Minute-Angebote geben, heisst es bei Kuoni.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Karli Moser am 28.03.2011 08:23 Report Diesen Beitrag melden

    Sparen oder Schulden

    So könnte es auch an den Börsen sein !!! 50% Discount auf alle Aktien ? Kernschmelze ?

  • Hanspi am 28.03.2011 06:36 Report Diesen Beitrag melden

    Risikotourismus

    Die Revolution in Ägypten ist nicht abgeschlossen. Viele Revolutionäre der ersten Stunde sind frustriert, weil die Islambruderschaft daran ist, die Macht zu übernehmen (ade Demokratie). Das Buchen mag ja preisgünstig sein, doch wer bezahlt, wenn man diese Risikotouristen bei Unruhen notfallmässig evakuieren muss?

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  • Sandra am 28.03.2011 10:19 Report Diesen Beitrag melden

    Keine Reisen in Krisengebiete

    Selbst wenn ich eine Reise nach Tunesien, Lybien, Aegypten usw geschenkt bekäme, ich würde nicht hingehen. Wie soll man sich an einem Ort erholen wenn man weiss, dass ein paar Kilometer weiter Menschen ermordet werden? Das Reisen in solche Länder ist für mich Tabu und sowieso viel zu riskant. Mir tun Touristen nicht leid, welche in Krisengebieten verschleppt werden. Man geht an solche Orte einfach nicht hin.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Simon am 22.04.2011 11:14 Report Diesen Beitrag melden

    Tauchen in Ägypten

    Update: mittlerweile ist es wieder relativ sicher... vor allem am Roten Meer wo mehr Tourismus und weniger Politik das Tagesgeschehen bestimmt. Hab ein günstiges Angebot genutzt und so war ich letzte Woche zum Tauchen dort. Hat alles gepasst und muss sagen ich war positiv überrascht! Weil die Lauda Air gratis Tauchgepäck anbietet bin ich nicht von Zürich sondern von Innsbruck nach Hurghada geflogen und von dort dann weiter mit dem Bus nach El Quseir. Da gibts ne Ökobucht wo sie sehr drauf schauen, dass die Taucher keine Riffe zerstören. :)

  • Sandra am 28.03.2011 10:19 Report Diesen Beitrag melden

    Keine Reisen in Krisengebiete

    Selbst wenn ich eine Reise nach Tunesien, Lybien, Aegypten usw geschenkt bekäme, ich würde nicht hingehen. Wie soll man sich an einem Ort erholen wenn man weiss, dass ein paar Kilometer weiter Menschen ermordet werden? Das Reisen in solche Länder ist für mich Tabu und sowieso viel zu riskant. Mir tun Touristen nicht leid, welche in Krisengebieten verschleppt werden. Man geht an solche Orte einfach nicht hin.

    • Marie-Therese Mathis am 28.03.2011 15:23 Report Diesen Beitrag melden

      Djerba, immer wieder, mit der ganzen Fam

      War erst vor drei Wochen auf Djerba, nichts von Unruhen, das Land braucht uns gerade jetzt. Wir fliegen im Sommer wieder hin. So viel Herz wie in Tunesien werdet ihr nirgends finden!!!

    • Sandra Wilhelm am 29.03.2011 11:44 Report Diesen Beitrag melden

      schöner Urlaub

      Ich war jetzt erst 2 Wochen in Djerba, und ich finde, man sollten den Menschen dort eine Chance geben! Auf Djerba selbst war alles ruhig. Keine Anzeichen von Unruhen und Gewalt. Nichts. Die Menschen dort verstehen die Angst der Urlauber nicht, da in unseren Nachrichten alles überzogen dargestellt wird! Klar herrscht in Libyen Krieg, das ist 100 km entfernt. Aber für mich war es auch beeindruckend zu sehen, wie Tunesien den Flüchtlingen aus Libyen geholfen hat, wie alles organisiert wurde! Die menschen dort leben vom Tourismus, jetzt zu Hause zu bleiben, schadet nur den armen Leuten!

    • Latifa Manaa am 06.04.2011 19:12 Report Diesen Beitrag melden

      Ihre Fantasien

      Da sieht man, dass Sie überhaupt keine Kenntnissen haben. Ich bin Tunesierin und weiss was dort im moment abläuft. Von wegen Krisengebiet und Verschleppungen. Die Leute tun alles um wieder Touristen zu bekommen. Seit der Revolution haben sie dort fast kein Geld mehr zum Leben. Fast jeden 2. Tag renne ich zu WesternUnion um Geld zu schicken. Bitte erst was schreiben wenn man weiss von was man sprich.

    • Schweizer am 07.11.2011 14:50 Report Diesen Beitrag melden

      Risiko? @Sandra

      Am Besten bleiben Sie in der Schweiz... Doch aufgepasst, auch hier sind hin und Tote bei einem Verbrechen zu beklagen... Ich wette Sie würden auch nicht in die Türkei oder nach Israel reisen... bedauerlich...

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  • Karli Moser am 28.03.2011 08:23 Report Diesen Beitrag melden

    Sparen oder Schulden

    So könnte es auch an den Börsen sein !!! 50% Discount auf alle Aktien ? Kernschmelze ?

  • Hanspi am 28.03.2011 06:36 Report Diesen Beitrag melden

    Risikotourismus

    Die Revolution in Ägypten ist nicht abgeschlossen. Viele Revolutionäre der ersten Stunde sind frustriert, weil die Islambruderschaft daran ist, die Macht zu übernehmen (ade Demokratie). Das Buchen mag ja preisgünstig sein, doch wer bezahlt, wenn man diese Risikotouristen bei Unruhen notfallmässig evakuieren muss?

    • r.k. am 28.03.2011 10:13 Report Diesen Beitrag melden

      Wer bezahlt?

      Da gibt es grosse Unterschiede zwischen grossen Reiseveranstaltern und kleinen Online-Shops. Unbedingt vorher abklären, dann kann man beruhigter reisen.

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