Luftverkehr

28. Februar 2011 15:46; Akt: 28.02.2011 17:10 Print

Acht Prozent mehr Flugpassagiere

Der internationale Flugverkehr ist wieder deutlich gewachsen. Die Zahlen liegen inzwischen sechs Prozent über dem Niveau vor der Wirtschaftskrise. Sorgen bereiten aber die steigenden Ölpreise.

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Die aktuellen Prognosen basieren auf einem durchschnittlichen Ölpreis von 84 Dollar – derzeit liegt er deutlich über 100 Dollar. (Bild: Keystone/AP)

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Der internationale Flugverkehr ist im Januar bei den Passagieren um 8,2 und bei der Fracht um 9,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat gewachsen. Die Zahlen liegen um rund sechs Prozent über dem Niveau vor der Wirtschaftskrise, die 2008 begann. Das teilte der Weltluftfahrtverband IATA am Montag in Genf mit. Präsident Giovanni Bisigniani sprach in dem Zusammenhang zwar von «guten Nachrichten», äusserte aber auch Sorge über steigende Ölpreise mit Blick auf die Instabilität im arabischen Raum.

Die aktuellen Wirtschaftlichkeitsprognosen der IATA basierten auf einem durchschnittlichen Ölpreis von 84 Dollar pro Barrel Brent. Derzeit liege er aber bei deutlich über 100 Dollar. «Jeder zusätzliche US-Dollar belastet die Branche mit 1,6 Milliarden US-Dollar zusätzlichen Kosten», erklärte Bisigniani. Bei 598 Milliarden Dollar Umsatz, 9,1 Milliarden Dollar Gewinn und einer Marge von nur 1,5 Prozent beginne 2011 «trotz guter Verkehrszahlen mit einer grossen Herausforderung für die Fluggesellschaften».

Fracht erreicht Zuwachs von 39 Prozent

Im Januar 2011 lagen die Verkehrszahlen im Passagiergeschäft 18 Prozent über dem Wert von Anfang 2009, als die niedrigste Nachfrage verzeichnet wurde, und etwa sechs Prozent höher als zu den Spitzenzeiten vor Beginn der Wirtschaftskrise Anfang 2008. Die Fracht erreichte gegenüber dem Tiefpunkt Ende 2009 einen Zuwachs von 39 Prozent und liegt nun 6,0 Prozent über dem Vorkrisenniveau. Die Zahlen im Cargogeschäft sind jedoch seit Mai 2010 um 2,0 Prozent gesunken. Damals hatte das Wiederbefüllen von Warenlagern nach Ende der Krise für einen Spitzenwert gesorgt.

Die durchschnittliche Auslastung im Passagierverkehr bleibt hoch, wobei der Anstieg der Kapazitäten mittlerweile höher liegt als das Wachstum der Nachfrage. Im Vergleich zum Vorjahresmonat sind die Kapazitäten um 9,1 Prozent gewachsen. Damit lag die Auslastung bei 75,7 Prozent. Dies ist ein Rückgang gegenüber dem Spitzenwert im Oktober 2010 um 1,1 Prozentpunkte.

(ap)