Recycling

02. Juli 2015 10:12; Akt: 17.09.2015 16:49 Print

Adidas will Schuhe aus Abfall verkaufen

Adidas will aus Meeresabfall wie Plastikflaschen Schuhe produzieren. Doch noch sind zentrale Fragen zum Herstellungsprozess ungeklärt.

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Die Weltmeere sind verschmutzt. Und das Problem ist gross. Nach Schätzungen des UN-Umweltprogramms Unep verschmutzen 13'000 Plastikmüllteile jeden Quadratkilometer Ozean. Und weil sich diese im Meer in kleinere Teilchen zersetzen, werden sie von Fischen gegessen, wodurch sie auf Umwegen sogar auf unseren Tellern landen können.

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Um etwas gegen dieses Problem zu unternehmen, möchte sich nun der Sportartikelhersteller Adidas engagieren. Noch in diesem Jahr möchte er erste Produkte auf den Markt bringen, die aus wiederaufbereitetem Plastikabfall aus den Ozeanen der Welt hergestellt sind.

Schuh in New York vorgestellt

In der US-Metropole New York präsentierte Adidas daher gemeinsam mit der Organisation Parley for the Oceans das Modell eines Schuhs, der aus recyceltem Ozeanplastik hergestellt ist. Für die Produktion arbeitete Adidas mit dem Chemieunternehmen BASF zusammen, das eine spezielle Sohle lieferte.

Doch nicht nur Schuhe, auch T-Shirts mit Anteilen aus Plastikabfall möchte Adidas noch in diesem Jahr auf den Markt bringen. Dabei soll nicht nur das Material, sondern auch die Produktion der Kleidungsstücke besonders umweltschonend ablaufen. Weniger als ein Prozent des eingesetzten Materials falle als Abfall an, liess Adidas verlauten.

Woher kommt der Abfall?

Ein Problem gibt es aber noch: Bisher konnte Adidas nicht aufzeigen, woher die grossen Mengen an Meeresabfall kommen sollen, die für die Kleiderherstellung benötigt werden. Für den Modellschuh liess Adidas das Material vor der afrikanischen Küste aus dem Wasser fischen. Trotzdem gibt sich Adidas gegenüber der «Welt» überzeugt: «Wir wollen das Konzept massentauglich machen.»

Adidas ist mit der Idee, Rohstoffe aus Meeres-Plastikmüll für Produkte zu verwenden, nicht allein. Die Marke G-Star verkauft seit 2014 eine Kollektion, die in Kooperation mit «Parley for the Oceans» entstand.

(kwo)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Dani am 02.07.2015 10:22 Report Diesen Beitrag melden

    So solls gehen!

    Sehr gut, vorwärts damit (aber unter Aufsicht dass auch wirklich Abfallplastik vom Meer verwendet wird!)

  • Larissa K. am 02.07.2015 10:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bp sinnvoller Green Economy

    Sehr innovative Idee, die ich nur gutheissen kann. Eine Frage bleibt: zu welchen Preisen sollen diese Produkte verkauft werden. Sinnvoll ist es die Masse damit zu erreichen. Das diese Produkte entgiftet wurden setze ich selbstverständlich voraus.

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  • DaniII am 02.07.2015 10:37 Report Diesen Beitrag melden

    Anreizsystem / Subventionen

    Also ich finde man sollte weltweit solche Produkte sogar verstärkt fördern. Gratis Werbung, Subventionen.. etc. Unsere Ressourcen neigen sich sowieso dem ende zu. Da können wir nur hoffen, dass der bereits produzierte Abfall nochmals irgendeine Verwendung findet..

Die neusten Leser-Kommentare

  • Müller H am 03.07.2015 14:57 Report Diesen Beitrag melden

    Später

    Ein Jahr später schwimmt der Schuh wider im Meer..

  • Hans am 03.07.2015 10:02 Report Diesen Beitrag melden

    Sehr gut

    Da würde ich auch wieder Adidas kaufen. Das wäre ein guter Anfang und hoffentlich machen ander das nach.

  • b.l am 03.07.2015 05:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    top aber.....

    alles schönn und gut. sie werden bestimt 150fr bis 200fr odr mehr kosten. was schluss endlich müll war. wen der preis angemessen ist würde ich sofort kaufen.

  • Schweinshaxe am 03.07.2015 01:45 Report Diesen Beitrag melden

    Nix Neues

    So was ähnliches gibt es doch schon, in China stellen sie Fleecepullover aus geschredderten (europäischen) Pfandflaschen her.

  • Chris am 03.07.2015 01:44 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Top/Flop

    Sehr gut aber nur aufpassen denn die Schuhe werden dann sicher wieder überteuert sein