Absatzrekord

22. Dezember 2011 14:16; Akt: 22.12.2011 14:49 Print

Airbus hängt Boeing ab – dank dem A320Neo

Der modernisierte A320 ist ein Verkaufsschlager: Der europäische Flugzeughersteller Airbus vermeldet einen Auftragsrekord – und vergrössert den Abstand zum Konkurrenten Boeing.

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Beliebt: A320 in einer Hamburger Fertigungshalle. (Bild: Keystone)

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Die Airbus-Manager in Toulouse reiben sich die Hände: 1529 neue Aufträge für Flugzeuge hat der europäische Flugzeughersteller dieses Jahr in seinen Büchern – ein neuer Rekord. Erzrivale Boeing dagegen konnte nur 894 Bestellungen an Land ziehen. Bereits in den vergangenen Jahren hat Airbus die Konkurrenz aus den USA meistens übertrumpft. Dieses Jahr ist der Abstand aber besonders gross.

Die Basis des Erfolgs sei der modernisierte Verkaufsschlager A320Neo, heisst es aus der Firmenzentrale. Das ursprüngliche Modell des Mittelstreckenfliegers stammt aus dem Jahr 1988. Bis November dieses Jahres konnte Airbus 8251 Flugzeuge der A320-Familie verkaufen. 4903 der Maschinen waren bis dahin ausgeliefert – die Airlines dieser Welt warten also immer noch auf über 3000 Passagierjets der Marke A320.

Für den A320 spricht laut Experten insbesondere dessen Zuverlässigkeit: Die Wahrscheinlichkeit, mit der das Flugzeug ohne Startabbruch oder grössere Verzögerung (15 Minuten oder mehr) starten kann, liegt bei 99,7 Prozent. Kein anderes Flugzeug erreicht einen derart hohen Wert.

Subventionierte Streithähne

Die beiden Konkurrenten Boeing und Airbus liegen sich seit mehr als sechs Jahren in den Haaren: Im Rahmen eines Verfahrens vor der Welthandelsorganisation WTO streiten sie sich mit Schützenhilfe der USA und der EU darum, wie weit die beiden Flugzeug-Giganten auf Kosten der Steuerzahler arbeiten.

Die Europäer argumentieren etwa, dass Boeing sein neues Leichtbauflugzeug 787 ohne US-Staatshilfen nie gebaut hätte. Die Amerikaner ihrerseits argumentieren, dass es ohne den paneuropäischen Subventionsclub aus Frankreich, Deutschland, Spanien und England auch keine Airbusse gegeben hätte.

Frage der Marktmacht

Beim Markt für Passagierflugzeuge spricht man von einem Duopol: Soll heissen, dass Boeing und Airbus zusammen die Marktmacht haben – und sich einen ausgewogenen Konkurrenzkampf liefern können. Experten befürchten, dass Boeing unter einen Marktanteil von 40 Prozent fallen könnte. Diese Marke gilt vielen als Minimum für einen ausgewogenen Zweikampf, in dem keiner der beiden die Preise diktieren kann.

(ahi)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Flugzeugtechniker am 22.12.2011 15:09 Report Diesen Beitrag melden

    Kindergarten 2.0

    Wenn 2 sich streiten freut sich der Dritte.... ;-)

    einklappen einklappen
  • Airliner am 22.12.2011 21:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Boeing wird nie unter 40% fallen

    Alleine in den letzten Wochen konnte Boeing Aufträge für über 600 B737 von der amerikanischen Southwest und der indonesischen Lions Air entgegen nehmen. Zudem stehen riesige Bestellungen in Indien (Kingfisher u.a.) und China kurz vor der Unterzeichnung. Ohne die Bestellung von Emirates von über 50 A380 (deren Auslieferung allerdings unter den unsicheren Zukunftsaussichten in Frage gestellt werden) wäre das A380 Programm und damit wohl der ganze Airbus Konzern pleite gegangen. Bei Airbus besteht nach wie vor ein Klumpenrisiko das bei Boeing mit der ausgewogenen Flotte viel kleiner ist.

  • Abc. am 22.12.2011 21:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Viel flieger

    Nicht zu früh freuen.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Abc. am 22.12.2011 21:59 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Viel flieger

    Nicht zu früh freuen.

  • Airliner am 22.12.2011 21:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Boeing wird nie unter 40% fallen

    Alleine in den letzten Wochen konnte Boeing Aufträge für über 600 B737 von der amerikanischen Southwest und der indonesischen Lions Air entgegen nehmen. Zudem stehen riesige Bestellungen in Indien (Kingfisher u.a.) und China kurz vor der Unterzeichnung. Ohne die Bestellung von Emirates von über 50 A380 (deren Auslieferung allerdings unter den unsicheren Zukunftsaussichten in Frage gestellt werden) wäre das A380 Programm und damit wohl der ganze Airbus Konzern pleite gegangen. Bei Airbus besteht nach wie vor ein Klumpenrisiko das bei Boeing mit der ausgewogenen Flotte viel kleiner ist.

  • Flugzeugtechniker am 22.12.2011 15:09 Report Diesen Beitrag melden

    Kindergarten 2.0

    Wenn 2 sich streiten freut sich der Dritte.... ;-)

    • Peter Schweizer am 22.12.2011 16:05 Report Diesen Beitrag melden

      Der Dritte

      Und der Dritte kann mit guter Wahrscheinlichkeit China sein. Die geben ja beträchtlich Gas.

    • Titanus am 22.12.2011 16:35 Report Diesen Beitrag melden

      Ja, wer recht hat, hat Recht

      China freut sich früher oder später. Und die dumme Airbus liefert bereits die Technologie dazu ...

    • Nexor am 22.12.2011 16:43 Report Diesen Beitrag melden

      Wer?

      Und wer soll dieser 3. sein? Die Flugzeugbauer aus Russland und China sind nicht ernst zu nehmen...

    • Andi am 22.12.2011 17:12 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      jep

      und das sind dann die chinesen mit ihrem neuen kurzjet.

    • TomTom am 22.12.2011 17:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Wer?

      Und der Dritte wäre wer?

    • Oliver am 22.12.2011 22:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      zwei stritten...

      ...wenn da ein dritter wäre...

    • Thom am 22.12.2011 23:03 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      Hm...

      ...der da wie heisst?

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