Air Asia expandiert weiter

23. Juni 2011 13:59; Akt: 23.06.2011 16:02 Print

Airbus zieht seinen dicksten Fisch an Land

Es ist der grösste Auftrag der Flugzeuggeschichte: Mit dem monumentalen Order durch Air Asia hat Airbus innert sechs Monaten über 1000 A320neo verkauft.

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Der A320neo verbraucht dank eines neuen Motors und veränderter Flügelspitzen 15 Prozent weniger Treibstoff als Konkurrenzmodelle. Mit dem Comac C919 wollen die Chinesen das Duopol von Boeing und Airbus knacken. In Paris hat Comac erstmals in Europa ein «lebensgrosses »Modell des Flugzeugs präsentiert. Die Chinesen wollen mittelfristig einen zweistelligen Marktanteil im Bereich der über 100-200-plätzigen Flugzeuge erreichen. Ganz ohne westliche Hilfe kommt der China-Jet nicht in die Luft: Sowohl die Cockpitinstrumente wie auch die Triebwerke stammen aus amerikanisch-französischer Produktion. Die neu motorisierte Airbus A320-Neo-Familie verkauft sich in Paris wie warme Weggli. Alleine Air Asia will in Le Bourget 200 Maschinen dieses Typs bestellen. Über 150 Maschinen stehen auf dem Flughafen Paris-Le Bourget. Ein Superjumbo der Korean Airlines auf einem Vorführungsflug. Der russische Sukhoi-Superjet ist die erste Neuentwicklung aus Russland seit Jahren. Der superschnelle Eurocopter X3 mit Stummelflügeln und Seitenpropeller ist ein Prototyp und soll 50 Prozent flotter unterwegs sein als herkömmliche Rotormaschinen. Die EADS-Tochter Eurocopter zeigt das X3-Modell auch im Flug auf der Luftfahrtausstellung. Das ist die neue Passagierversion von Boeings 747. Die Lufthansa ist einer der Erstkunden des Fliegers, der als Ladenhüter gilt. Boeing hofft inständig auf einen Erfolg in Asien. Dafür wurde extra die Werkslackierung von Blau-Weiss auf die in Fernost beliebte Kombination Weiss-Rot-Orange geändert. Mit über drei Jahren Verspätung will Boeing dieses Jahr endlich die erste 787 an die japanische All Nippon Airways ausliefern. Der Airbus A400M hatte sein internationales Debüt zwar schon auf den Luftfahrtausstellungen 2010 in Berlin und Farnborough, kommt aber jetzt erstmals auch nach Paris. Bis Jahresende hofft Airbus, dass die Zulassungsverfahren abgeschlossen sind. Beim Einparken streifte ein A380 mit den Flügelspitzen einen Hangar. Dieses Flugzeug kann deshalb keine Showflüge zeigen. Strömender Regen trübte den Auftakt zur grössten Luftfahrtmesse des Jahres. Nicolas Sarkozy eröffnete den Salon höchstpersönlich. Mit dem Dreamliner (oben) und der Boeing 747-8I kämpft Boeing gegen die Langstreckenflugzeuge von Airbus. Der Traum vom sauberen Fliegen? Die EADS-Konzeptstudie VoltAir kommt ausschliesslich durch Elektroantrieb voran.

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Mit einer Bestellung von 200 Maschinen vom Typ A320neo durch die asiatische Billigfluglinie AirAsia hat der Flugzeughersteller Airbus nach eigenen Angaben den grössten Auftrag in der Geschichte besiegelt. Die Vereinbarung habe ein Volumen von 18,5 Milliarden Dollar (12,6 Milliarden Euro) und sei die grösste Bestellung einer Fluggesellschaft in Bezug auf die Zahl der Maschinen, teilte AirAsia am Donnerstag bei der Luftfahrtschau im französischen Le Bourget mit.

Damit übertrifft der Vertrag ein erst am Mittwoch vereinbartes Geschäft, bei dem die indische Billigfluglinie IndiGo bei Airbus 180 Flugzeuge bestellte, darunter ebenfalls 150 Maschinen der neuen Generation A320neo. Rund sechs Monate nach der Lancierung des A320neo hat Airbus damit schon über 1000 Maschinen verkauft. «Wir haben nicht erwartet, dass das Flugzeug sich dermassen zum Kassenschlager entwickelt», sagt Airbus-Chef Tom Enders.

Weniger Treibstoff

Weitere 72 Flugzeuge dieses Typs habe auch die indische Gesellschaft GoAir bestellt, teilte Airbus mit. Einer Mitteilung des Konzerns zufolge soll der A320neo dank eines neuen Motors und veränderter Flügelspitzen 15 Prozent weniger Treibstoff verbrauchen als etwa das Konkurrenzmodell Boeing 737. Seit dem Beginn der Vermarktung des neuen Flugzeugs im vergangenen Dezember hat Airbus mehr als 700 Bestellungen hierfür erhalten.

Ebenfalls in Le Bourget konnte Airbus auch die Bestellung zweier Superjumbos vom Typ A380 durch die japanische Fluglinie Skymark Airlines verkünden. Der Auftrag habe gemäss dem Listenpreis ein Volumen von 750 Millionen Euro, sagte Airbus. Skymark hat in diesem Jahr bereits vier A380 bestellt.

(ap)

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  • antonzum am 23.06.2011 14:32 Report Diesen Beitrag melden

    AirAsia

    und AirAsia kann das problemlos bezahlen?

Die neusten Leser-Kommentare

  • antonzum am 23.06.2011 14:32 Report Diesen Beitrag melden

    AirAsia

    und AirAsia kann das problemlos bezahlen?