Solar-Firmen

15. März 2011 22:14; Akt: 15.03.2011 22:21 Print

Aktien schiessen hoch wie Raketen

von Hans Peter Arnold - Nicht alle Aktien fallen: Die Investoren reissen einander die Solar- und Windenergie-Aktien aus den Händen.

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Erneuerbare Energien sin derzeit hoch im Kurs. (key)

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Entgegen dem Trend des Gesamtmarkts gibt es Aktien mit fabulösen Kursgewinnen: Die erneuerbaren Energien erhalten im Zuge der nuklearen Katastrophe in Japan Rückenwind. Innerhalb der vergangenen zwei Handelstage stiegen einige Wertpapiere um über 100 Prozent. Allein am gestrigen Handelstag schoss Conergy um 74 Prozent empor. Am Vortag stieg der Kurs bereits um 22 Prozent. Die deutsche Solarworld, der Leader unter den Solaraktien, gewann gestern 13 Prozent, gleich viel wie am Tag zuvor. Der Windturbinenhersteller Nordex gewann im Wochenverlauf 30 Prozent.

Die Schweizer Börse ist weniger gesegnet mit Solar-Aktien. Immerhin gehört Meyer Burger mit Fabriken im Berner Oberland zu den Profiteuren. Meyer Burger legte innert zwei Tagen zwölf Prozent zu. Das Unternehmen stellt Fräsmaschinen für Silizium-Scheiben her, die für Solarpanels verwendet werden. Die grössten Aufträge kommen ausgerechnet aus China. Dieses Land treibt sowohl alternative Stromerzeugung als auch Kernenergie mit Hochdruck voran. Werner Buchholz, Sprecher von Meyer Burger, sieht die Nachfrage nach Solar-Aktien nicht als Strohfeuer: «Wir betrachten die erneuerbaren Energien als nachhaltig.» Dieser Grundsatz sei nicht neu; die Katastrophe in Japan gebe diesem Thema aber eine besondere Aktualität. Buchholz fordert: «Es braucht neue gesetzliche Rahmenbedingungen, um die Durchdringung von erneuerbaren Energietechnologien wie Fotovoltaik in der Schweiz massiv zu erhöhen.»

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Peschä am 16.03.2011 05:38 Report Diesen Beitrag melden

    Des einen Leid, des andern Freud

    So wie es die "Atom-Industrie" gibt, gibt es offensichtlich auch eine "Ökostrom-Industrie". Diese wird den Nutzen ihrer Produkte hochspielen und die Nachteile herunterspielen, um möglichst grosse Profite zu machen. Sie wird auch Lobbyisten in der Politik engagieren um an Subventionen heranzukommen und die Gegner mit neuen Gesetzen zu benachteiligen.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Peschä am 16.03.2011 05:38 Report Diesen Beitrag melden

    Des einen Leid, des andern Freud

    So wie es die "Atom-Industrie" gibt, gibt es offensichtlich auch eine "Ökostrom-Industrie". Diese wird den Nutzen ihrer Produkte hochspielen und die Nachteile herunterspielen, um möglichst grosse Profite zu machen. Sie wird auch Lobbyisten in der Politik engagieren um an Subventionen heranzukommen und die Gegner mit neuen Gesetzen zu benachteiligen.