850-Millionen-Deal

26. März 2018 07:02; Akt: 26.03.2018 13:45 Print

Alpiq verkauft grossen Teil seines Geschäfts

Der Schweizer Energiekonzern Alpiq tritt für 850 Millionen Franken grosse Teile seines Geschäfts an an den französischen Bauriesen Bouygues ab.

Alpiq trennt sich von seinem Industriegeschäft: CEO Jasmin Staiblin nimmt Stellung. Video: SDA
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Der Energiekonzern Alpiq trennt sich von seinem Industriegeschäft: Er verkauft seine Gebäudetechnik-Tochter Alpiq Intec und die deutsche Kraftanlagen Gruppe für 850 Millionen Franken an den französischen Bauriesen Bouygues.

Die Transaktion ermögliche neue Perspektiven für 7650 Mitarbeitende, schreibt Alpiq in einer Mitteilung vom Montag. Damit bestätigt der Konzern Medienberichte vom Sonntag. Der Vollzug des Verkaufs ist für die zweite Jahreshälfte geplant.

Für den Verkauf gibt es gemäss Medienmitteilung zwei Gründe: «Erstens hat Alpiq aufgrund der herausfordernden Lage der Schweizer Produktion am freien Markt derzeit nicht die finanziellen Mittel, um das Engineering-Services-Geschäft weiterzuentwickeln und somit ihre Nummer 1-Position in diversen Märkten zu stärken.»

Alpiq verkauft Geschäftsteile für 850 Millionen Franken

«Win-win-Situation»

Zweitens stärke Alpiq durch den Verkauf ihr Kerngeschäft mit der Stromproduktion in der Schweiz sowie auf die internationalen Aktivitäten. Diese umfassen den Kraftwerkspark, die erneuerbaren Energien sowie den Energiehandel. Alpiq-CEO Jasmin Staiblin spricht von einer «Win-win-Situation, die beiden Unternehmen und ihren Mitarbeitenden neue Geschäftsperspektiven bietet».

Der französische Baukonzern Boygues ist eine der grössten Baugesellschaften Europas und war an mehreren Grossprojekten wie dem Bau des Stade de France beteiligt.

Unter dem Strich ein Verlustjahr

Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat Alpiq den Umsatz auf 7,2 Milliarden Franken von 6,1 Milliarden Franken gesteigert, wegen höherer Transaktionsvolumina im Handels- und Absatzgeschäft.

Beim Gewinn resultierten gegenüber dem Vorjahr jedoch herbe Verluste: Unter dem Strich blieb gemäss Rechnungslegungsstandard IFRS ein Verlust von 84 Millionen Franken, gegenüber einem Gewinn von 294 Millionen Franken im Vorjahr. Ohne einige Sondereinflüsse liegt der Verlust noch bei 33 Millionen Franken (Vorjahr: 115 Millionen Franken).

Für 2018 erwartet Alpiq ein operatives Ergebnis noch unter dem von 2017 - dies vor allem wegen der weiterhin tiefen Grosshandelspreise. Eine leichte Entlastung sei die neu eingeführte Marktprämie in der Schweizer Wasserkraft.

(sda/hal)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Pimi am 26.03.2018 07:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ausverkauf

    weiter Ausverkauf der Schweiz. Was rentabel ist, geht ans Ausland, der Rest verbleibt in der Schweiz.

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  • Eid Genoss am 26.03.2018 07:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Binggeli

    Der Ausverkauf der Schweiz geht weiter. Die Regierung soll das endlich Verbieten.

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  • Mani Motz am 26.03.2018 07:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ausverkauf

    Der Ausverkauf ins Ausland geht weiter.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Dieog am 27.03.2018 06:57 Report Diesen Beitrag melden

    VR bei ...

    wo überall? Da sieht man doch schön, dass eine Frauenquote - egal wie geartet - nur einer Handvoll Frauen etwas bringt. In Skandinavien nennt man diese Frauen Goldröcke

  • Markus am 27.03.2018 05:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Auf zur Schlachtbank

    Irgendwie kommt dies jetzt Bekannt vor. SBB machts mit den Immobilien, SNB mit unserem Vermögen. Ausgeblutet und zur Schlachtbank geführt, das werden wir, um kurzfristig für die Oberen den Bonus in die Höhe zu treiben.

  • max stein am 26.03.2018 22:52 Report Diesen Beitrag melden

    Unfähige Staiblin - und alle schauen zu

    Staiblin ist seit Jahren völlig unfähig (aus ABB Management bestätigt) und lügt nach Strich und Faden.

  • familienbetrieb am 26.03.2018 22:28 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    huhu

    hoch leben die kleinen schweizer kmu's und familienbetriebe...:D

  • Stöff am 26.03.2018 22:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Welches Wetter haben wir heute?

    Ein Managementdesaster wird schöngeredet! Wie das geht ist wohl die erste Lektion auf dem CEO-Sessel.