Börse

04. September 2018 17:48; Akt: 07.09.2018 09:51 Print

Amazon knackt Wert von über 1000 Mrd Dollar

Nach Apple folgt Amazon: An der Börse in New York kletterte der Kurs der Aktie auf über 2050 Dollar pro Stück.

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Nach dem Internetkonzern Apple hat auch der Online-Händler Amazon einen Börsenwert von einer Billion Dollar erreicht. Auch in der Schweiz startet Amazon immer mehr durch: Die Schweizerische Post wird künftig die Verzollungen sowie einen 24-Stunden-Lieferdienst für den US-Onlinehändler Amazon übernehmen. Kann der Deal zwischen der Post und Amazon zu einer Gefahr für die Schweizer Händler werden? «Ich kann den Schweizer Händlern die Angst nehmen. Denn ganz so schnell wird Amazons Markteintritt mit dem vollen Sortiment nicht möglich sein», sagt MeinEinkauf-Gründer und -CEO Jan Bomholt. Amazon hat weltweit über 300 Millionen Artikel im Sortiment. Beim Grossteil davon ist der US-Konzern aber lediglich die Verkaufsplattform und nicht der eigentliche Verkäufer. Im Bild: Amazon-Chef Jeff Bezos. Laut Bomholt betrifft der Vertrag zwischen Amazon und der Post lediglich jenes Sortiment, das vom US-Handelsriesen selbst verkauft wird. «Dieses ist aber schon heute grösstenteils in die Schweiz lieferbar», sagt Bomholt. Wann genau Amazon mit seiner Schweizer Lösung startet, ist noch offen. Bei der Post heisst es auf Anfrage: «Die Testphase läuft noch. Die definitive Aufnahme der digitalen Verzollung erfolgt im ersten Halbjahr.» Die Post baue für Amazon keine spezielle Logistik-Infrastruktur auf, es handle sich um eine «normale» Kundenbeziehung und nicht um ein Kooperationsabkommen. Die Zusammenarbeit sei nicht exklusiv. Laut Schätzungen kommen derzeit täglich 3500 verzollte Amazon-Pakete in die Schweiz, hinzu kommen 15'000 bis 20'000 unverzollte Kleinsendungen. Im letzten Jahr dürfte Amazon in der Schweiz gegen 500 Millionen Franken Umsatz erzielt haben. Im Gegensatz zu Amazon kümmert sich Digitec Galaxus selbst um die Verzollung. Dazu habe das Unternehmen eine eigene Logistik- und Zollsoftware entwickelt, schreibt Digitec Galaxus. Wie schneiden Onlinehändler bei den 14- bis 25-Jährigen ab? Der Markt- und Meinungsforscher Marketagent liefert die Top Ten. Alibaba Brack Anibis Microspot Tutti Exlibris Digitec Ricardo Amazon Zalando

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Nach dem iPhone-Hersteller Apple hat auch der Online-Händler Amazon einen Börsenwert von einer Billion Dollar erreicht. An der Börse in New York kletterte der Kurs der Amazon-Aktie am Dienstag auf über 2050 Dollar pro Stück - damit war das Unternehmen insgesamt eine Billion Dollar wert. Apple hatte die symbolische Marke erst Anfang August übersprungen.

Amazon wurde 1994 als kleiner Online-Versand für Bücher gegründet. Heute ist das Unternehmen ein weltumspannender Konzern, der alle möglichen Produkte versendet. Amazon hat zudem eigene Elektronikgeräte wie den E-Book-Reader Kindle entwickelt und produziert Serien für seinen Streamingdienst.

Eine grosse Einnahmequelle ist auch der Dienst zur Speicherung von Daten in der Cloud. Gründer Jeff Bezos ist der reichste Mann der Welt.

(afp)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • sim am 04.09.2018 18:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Arm

    und die Mitarbeiter Leben unter der Armutsgrenze. Es gibt keine Ethik und Moral mehr. Nur Profit...

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  • camel42 am 04.09.2018 18:11 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Bravo

    Bravo. Ausbäuter Firmen outen sich selbst mit diesen Finanzwerten.

  • abc am 04.09.2018 18:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    schweizer Banken

    Als die schweizer Banken gross waren, war Amazon klein. Heute ist Amazon ein Gigant, und die schweizer Banken nichts. Soviel zum Wert dieser teuren Manager ...

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Liberty am 05.09.2018 17:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    1 Billion

    Nur so am Rande. 1000 Milliarden sind 1 Billion.

  • Stardust am 05.09.2018 15:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ich hoffe der Konzern

    Zahlt auch eine Milliarde Steuern pro Jahr ansonsten sollte dieser Gigantismus verboten sein

  • Marl Karx am 05.09.2018 14:29 Report Diesen Beitrag melden

    Ok, warum nicht?

    Ich bestell dann mal.

  • rakete am 05.09.2018 13:06 Report Diesen Beitrag melden

    Sackgasse

    Wer immer noch glaubt dass Bezos, Gates, Musk oder Jobs die Welt zu einem besseren Ort gemacht haben, irrt gewaltig. All deren Errungenschaften dienen nur einem Zweck, den Konsum noch mehr anzukurbeln und zu vereinfachen, der junge Kunde muss nicht mehr mit Verkäufern kommunizieren, nur noch mit seinem iPhone, eine Flucht, mehr nicht. Der ganze Detailhandel wird aussterben, ohne iPhone keine Zukunft mehr, wir alle werden abhängig werden, oder sind das schon. Viele erkennen jetzt schon, dass dies nicht glücklicher macht, und eine Sackgasse ist, in welcher wir alle links und rechts abgezockt wer

  • Urs Gerber am 05.09.2018 11:34 Report Diesen Beitrag melden

    Monopole gehören zerstört.

    Das Problem solcher Unternhemen liegt nicht im Wert der Aktie, sondern das Amazon nicht Gesund & Fair für den Markt ist. 1911 wurden Standard Oil wegen seiner Marktdominanz zersplittert, da die Konkurrenz keine Chance mehr hatte sich mit den Preis & Marktgestaltung durchzusetzen. Amazon hat dies auch schon erreicht. Oft drängen sie die eigenen Kunden / Verkäufer von lukrativen Sparten aus dem Markt, um dann die Produkte selber anzubieten. Alles Dank Datenanalyse. Doch der Wind scheint zu kehren. Amazon ist aktuell mit einer Monopol Untersuchung des Kongresses konfrontiert.

    • rakete am 05.09.2018 13:07 Report Diesen Beitrag melden

      viele viele

      Nicht nur Amazon, Google, Microsoft, Paypal, Apple, etc.

    • M.G. am 05.09.2018 14:31 Report Diesen Beitrag melden

      Man macht es wie Intel

      und greift dem Konkurrenten AMD finanziell unter die Arme. Wäre AMD untergegangen hätte Intel ein Monopolverfahren gedroht was zur Zerschlagung des Konzerns geführt hätte. So aber blieb der Markt formal in Ordnung, in der Praxis dominiert Intel nach wie vor.

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