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12. September 2019 17:12; Akt: 12.09.2019 17:27 Print

Amazon sperrt Kunden wegen zu vieler Retouren

Fertig mit Shoppen: Der Online-Händler Amazon sperrt Kunden, die zu viele Bestellungen zurücksenden.

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Wer gern Waren kostenlos zurücksendet, muss sich bei Amazon in Acht nehmen: Der US-Onlinehändler sperrt Kunden, die zu viele Rücksendungen abschicken, wie der deutsche Konsumentenratgeber «Finanztip» berichtet.

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Mit den Worten «in den letzten Monaten haben Sie eine aussergewöhnlich hohe Anzahl der bestellten Artikel wieder an uns zurückgesendet», werden Kunden zum ersten Mal gewarnt. Wer dieses E-Mail erhalten hat, sollte in nächster Zeit auf Rücksendungen verzichten.

Bis das Konto tatsächlich geschlossen wird, müssen weiterhin viele Pakete zurückgesendet werden. Dann löst Amazon die zweite Warnstufe aus: «Bleibt Ihr derzeitiges Retourenverhalten so aussergewöhnlich wie bisher, behalten wir uns das Recht vor, Ihr Amazon.de-Konto zu schliessen.»

Wer diese Warnung erhalten hat, sollte sich schnellstmöglich mit dem Kundendienst in Verbindung setzten. Ansonsten könnte das Amazon-Konto bald gesperrt sein. Diese Massnahme kommt laut Amazon aber selten zum Tragen.

Gutscheine gehen verloren

Kunden, die ihr Konto trotzdem verlieren, haben auch keinen Zugang mehr zu gewissen Partnerprogrammen. So werden Wunschzettel, andere angelegte Listen, Kundenprofil, Rezensionen, Diskussionsbeiträge und Kundenbilder gelöscht. Geschenkgutscheine, die im Kundenkonto hinterlegt wurden, werden nicht erstattet.

Bereits gekaufte Audible.de-Hörbücher können ebenfalls nicht mehr heruntergeladen werden. Kindle-Leser können hingegen weiter über das Internet auf ihre Bücher zugreifen. Bereits erworbene MP3-Inhalte des Amazon Cloud Player bleiben auch erhalten.

Strafpunkte fürs Telefonieren

Auch Anrufe scheint Amazon nicht gern zu haben: Laut dem Erfahrungsbericht eines Mitarbeiters von «Finanztip», wurde dieser verwarnt, nachdem er mehrfach den Kundendienst angerufen hatte. Es scheint, als ob Kunden, die häufig bei Amazon anrufen, eine Art Strafpunkte sammeln.

Harscher als Amazon reagierte jüngst die Onlineplattform Wish. Diese sperrte Kundenkonten ohne Vorwarnung. Ebenso sollten Kunden von Home Depot, Victoria's Secret und anderen Einzelhändlern vorsichtig sein: Auch sie verfolgen Kunden, die zu viele Bestellungen zurückgeben.

Online-Shops wie Zalando und Otto reagieren hingegen gelassener. Wer bei ihnen zu viele Bestellungen zurücksendet, wird nicht gesperrt. Zalando schliesst Konten nur auf Wunsch der Kunden oder falls es zu Betrugsfällen kommt.

(bsc)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • David F. am 12.09.2019 17:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Endlich

    Ich habe keine Lust höhere Preise wg. Kunden bezahlen, die das Rückgaberecht dreist missbrauchen.

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  • Humans Ghostwriter am 12.09.2019 17:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Versandhaus-Irrsinn

    Gute Idee, endlich wird dem Versandwahnsinn mal etwas Einhalt geboten! CO2 Gerede und weitere Dinge wie Transport und Logistik, werden somit entlastet. TOP ;)

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  • tjt am 12.09.2019 17:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Endlich

    Gut so. Wieviele bestellen etwas und senden nach Gebrauch zurück. Bei Kleidern soll es besonders schlimm.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Alex am 13.09.2019 21:40 Report Diesen Beitrag melden

    Das dauert

    Habt ihr wieder nur mal den Titel gelesen?

  • Jellycoe am 13.09.2019 21:30 Report Diesen Beitrag melden

    Umweltbewusstsein!

    Amazon macht das einzig Richtige, und trotzdem würde ich um eine Kleinigkeit anders verfahren: Ich würde bei einer "Zweitlieferung" nicht nur den Lieferpreis sondern auch den Preis für das Produkt verdoppeln! In den Vertragsbedingungen natürlich von Anfang an so festlegen: Dieser Unfug würde schnell enden, weil man dann nämlich zuerst überlegen würde, was man da überhaupt bestellt!!

  • Rolf S. am 13.09.2019 21:29 Report Diesen Beitrag melden

    Ausserhalb von Schland

    dürften Retouren sich wohl in Grenzen halten - scheint ein typisch deutsches Phänomen zu sein.

  • O.B. Dachloser am 13.09.2019 20:42 Report Diesen Beitrag melden

    Massnahmen notwendig

    Also wenn ich mal auf der Post bin, dann sind 80% junge Girlies dort, die ihre Zalando-Päcklis retournieren. Man kann also sagen, Girlies sind unser Umweltproblem.

  • Wernher B. am 13.09.2019 20:30 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Porto zahlen lassen

    Zalando würde lieber das Porto für Retouren dem Besteller belasten, das würde das Problem sofort lösen.