Krankenkasse

09. Oktober 2019 10:17; Akt: 09.10.2019 18:00 Print

An diesen Orten ist die Prämie doppelt so hoch

Wie viel Versicherte 2020 für die Krankenkasse zahlen, hängt vom Wohnort ab. Dabei unterscheiden sich die Preise bereits nach Gemeinde.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Nächstes Jahr steigen die Krankenkassenprämien um durchschnittlich 0.2 Prozent an. Das entspricht einer verhältnismässig moderaten Steigerung. Doch nicht überall zahlen Versicherte gleichviel. Wie viel die Krankenkasse 2020 kostet, das hängt vom Wohnort ab.

Umfrage
Findest du die Krankenkassenprämien zu hoch?

Besonders teuer wird es für die Basel-Städter. Dort zahlen Versicherte für die günstigste Krankenversicherung mit einer 300er-Franchise 452.60 Franken pro Monat. Glücklich schätzen dürfen sich dafür Bewohner des Kanton Appenzell Innerrhoden: Sie zahlen für die die günstigste Krankenkasse gerade einmal 265.90 Franken. Also zahlen Versicherte in Basel-Stadt über 70 Prozent mehr als in Appenzell Innerrhoden, das hat der Online-Vergleichsdienst moneyland.ch in einer Analyse herausgefunden.

Grund für den Preisunterschied: die Prämienregionen. Je nach Wohnort unterscheiden sich die Schweizer Krankenkassenprämien. Moneyland.ch hat die Prämiendaten aller Krankenkassen in allen 42 Prämienregionen unter die Lupe genommen.

Mehr Spitäler treiben die Preise in die Höhe

Die hohen Prämien in Basel-Stadt ärgern Leser Leo. Der 32-Jährige ist vom Aargau in die Stadt Basel gezogen und zahlt nun für die gleiche Leistung 100 Franken mehr. «Begeistert bin ich darüber nicht, aber ich kann es auch etwas nachvollziehen.»

Weniger Verständnis für die grossen Preisunterschiede der Krankenkasseprämie hat Leserin Melanie. Die 31-Jährige findet es «ziemlich uncool», dass sie in Basel-Stadt so viel mehr zahlen muss. «Ich wusste, dass die Stadt etwas teurer ist, aber dass es so grosse Unterschiede zwischen den Kantonen gibt, finde ich daneben.»

Die höheren Krankenkassenkosten in Basel-Stadt hängen mit dem städtischen Charakter des Kantons zusammen, wie Regierungssprecher Marco Greiner auf Anfrage erklärt. In einer Stadt würden medizinische Behandlungen generell öfter beansprucht als auf dem Land. Zudem gebe es in Basel-Stadt ein dichtes Spitalangebot, was zu mehr stationären Behandlungen führt. «Schliesslich leben in der Stadt viele ältere und betagte Personen mit gesundheitlichen Beschwerden», so Greiner. All dies führe zu höheren Prämienkosten im Vergleich zu anderen Kantonen.

65 Franken mehr als in der Nachbargemeinde

Versicherte zahlen aber nicht nur nach Kanton unterschiedlich viel für ihre Krankenkasse: In Zürich ist die Prämie sogar je nach Gemeinde verschieden hoch. Denn in diesem Kanton gibt es drei Prämienregionen. So zahlen Versicherte in der Gemeinde Oberengstringen mit einer 2500er-Franchise, 200 Franken pro Monat. Im benachbarten Frankenthal zudem die Stadt Zürich gehört kostet das gleiche Profil rund 65 Franken mehr pro Monat.

Ähnlich sieht es im Kanton Bern aus, der ebenfalls drei Prämienregionen kennt. Dort zahlt ein Erwachsener je nach Gemeinde für die Krankenkasse 228.90 oder 293.40 Franken pro Monat.

Neben den Prämienregionen hat Moneyland auch die Krankenkassen auf ihre Preise untersucht. Dabei hat sich gezeigt, dass Kolping, die zu Sympany gehört, am häufigsten am teuersten ist. Assura ist in 15 Regionen die Krankenkasse mit den günstigsten Prämien gefolgt von Swica und Progrès.

(bsc)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Seppätoni am 09.10.2019 10:38 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Selber Schuld

    Wir konnten für oder gegen eine Einheitskasse abstimmen. Leider war das Resultat gegen die Einheitskasse. Schade bei SUVA funktioniert das idR bestens und die Prämien sind dadurch auch tiefer als bei privaten Unfallversicherern. Daher ist jedes Gejammer unnötig. Beim nächsten Mal besser machen.

    einklappen einklappen
  • Rolf Dürig am 09.10.2019 10:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    An diesen Orten ist die Prämie zu hoch

    Falsche Überschrift An welchen Orten die Prämie zu hoch ist, ist aus dem allgemein gehaltenen Artikel nicht ersichtlich. Halbe Arbeit m.E.

    einklappen einklappen
  • Flitzpiepe am 09.10.2019 10:37 Report Diesen Beitrag melden

    gespannt auf Begründung

    interessant wäre zu erfahren, welche Berechnungsgrundlagen da wohl verwendet werden.

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Neumann am 10.10.2019 22:51 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Ja

    Staatliche Einheitskasse, das wärs. Dann hätten wir dort tausende Beamte, doppelte Kosten und bald auch doppelte Prämien.

  • marc am 10.10.2019 16:56 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    selber schuld

    Wieso jammert ihr alle....ihr habt die Einheitskasse abgelehnt.....nun zahlt doch einfach und seid ruhig

    • Marti am 10.10.2019 17:26 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @marc

      Da werfen Sie einfach alle in den gleichen Topf! Haben Sie recherchiert,wieviele Nein und Ja gestimmt haben?

    • Yosemite Sam am 10.10.2019 18:33 Report Diesen Beitrag melden

      @marc

      Einheitskase ? Und wie soll da etwa eine Kostenbremse funktionieren. Eine solche kann machen was sie will, ohne Konkurrenz. Bei einem damaligen JA waeren wir heute bei doppelter Praemie. Mit noch weniger Leistung.

    einklappen einklappen
  • sandro am 10.10.2019 16:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    never assura

    bitte nie assura nehmen....zahlt lieber paar Franken mehr.....ihr werdet es nie bereuen.

  • Beat am 10.10.2019 14:13 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    So ein Schwachsinn

    Ich möchte wissen, was es kostet und wie viele Personen sind damit beschäftigt die Prämien zu berechnen.

  • Ernst Lutz am 10.10.2019 13:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Nicht jammern

    Früher lebten wir ohne Krankenkasse,und es wurde nicht unnötige Operationen gemacht,und heute geht jeder zum Arzt wenn es auch nicht nötig ist,es gibt solche die zu faul ist zum Arbeiten,der Arzt Schreibt sofort ein Zeugnis,Hauptsache der Arzt füllt sein Bankkonto,