Stark überbewertet

01. November 2016 20:14; Akt: 01.11.2016 21:03 Print

Anleger flüchten vor Trump in den Franken

Die bereits überbewertete Schweizer Währung hat erneut zugelegt. Als Grund dafür gelten die guten Umfragewerte von Donald Trump in den US-Wahlen. Verlierer sind die Exporteure.

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Börsenschreck: Der Präsidentschaftskandidat bei einer Rede an der University of Northern Colorado. (30. Oktober 2016) (Bild: Keystone/Brennan Linsley/AP)

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Spekulationen auf einen Wahlsieg von US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump haben am Dienstag dem Franken Schub gegeben. Die Schweizer Währung kletterte zum Euro auf den höchsten Stand seit Ende Juni, als das überraschende Brexit-Votum für Turbulenzen gesorgt hatte.

Ein Euro kostete am Dienstagabend 1,0782 Franken nach 1,0850 in den Morgenstunden. Auch die «Antikrisen-Währung» Gold gewann an Wert.

«Der Franken bleibt deutlich überbewertet»

Trump, der wegen seiner Unberechenbarkeit als Börsenschreck gilt, hatte in den jüngsten Wahlumfragen deutlich Boden auf seine Kontrahentin Hillary Clinton gut gemacht. Sie war nach der wieder hochgekochten Affäre um die Nutzung eines privaten Servers für dienstliche E-Mails unter Druck geraten.

Die Schweizer Währung gilt als sicherer Hafen und ist daher bei Investoren in unsicheren Zeiten stets gefragt. «Der Franken bleibt deutlich überbewertet», sagte der Präsident der Schweizerischen Notenbank SNB, Thomas Jordan am Dienstagabend auf einer Veranstaltung in Vevey.

Exporteure leiden

Die Währungshüter wollen den Franken schwächen und damit indirekt die Wirtschaft stützen. Denn ein starker Franken macht Schweizer Waren in Europa teuer und bremst damit die Exporte.

(mch/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Beat am 01.11.2016 21:10 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Falsch

    Es ist nicht Trump, es ist der nette Mann von der EZB.

  • Alex Marxer am 01.11.2016 21:57 Report Diesen Beitrag melden

    Franken überbewertet?? sicher nicht...

    Wie kommen Sie dazu, den Franken als überbewertet abzustempeln? Schauen Sie doch bitte mal genau hin: Die Europäische Zentralbank und die Amis erhöhen ständig die Euro- und US-Geldmenge in unvorstellbarem Ausmass. Die Staatsverschuldung der USA und der EU-Länder sind astronomisch und werden niemals zurückbezahlt. In der Schweiz ist das Budget ausgeglichen und es geht fast jeder täglich arbeiten... Und übrigens: Exporteure leiden nur bedingt, sie brauchen meist auch Import, da ist ein starker Franken hilfreich: Erdöl, Rohstoffe etc. werden bekanntlich in US$ notiert.

  • Karl am 01.11.2016 21:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Und die Schweiz?

    Da die Chinesen den Euro verkaufen müsste unsere NSB dies auch tun, können ja mit dem Dollar tauschen. Habe das Gefühl der Euro macht es nicht mehr lange.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • gloria derungs am 02.11.2016 20:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    so ein schwachsinn

    der franken ist nicht überbewertet, wer erzählt solchen schwachsinn? die währungskurse sollten ein spiegelbild der leistungsfähigkeit und zustand eines landes sein. die usa ist praktisch pleite und die EU hat soviele arme länder am bein, die sie unterstützen muss, damit die nicht abserbeln. und die schweiz? wir sind stabil, verlässlich und haben einen politischen frieden. das schlägt sich auf den kurs nieder.

  • Karl Valley am 02.11.2016 06:22 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Trump hat keine Chance

    Die zuverlässigsten Prognosen sind Wetten. Man kann sein eigenes Geld auf Clinton setzen und trotzdem für Trump wählen. Die Chancen für Trump sind 28%, der Einsatz wird 3.5 fach ausbezahlt. Alle die glauben, dass er gewinnt, können schnell reichen.

  • RosaRot am 02.11.2016 05:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Wehe Trump kommt, dann........

    Ich bin froh haben wir so eine gute Währung. Aber ich bin es leid, dass dieser Franken immer für die Probleme anderer Länder herhalten muss und somit wir alle hier die negative Seite zu spüren bekommen. Sollen die anderen Länder einfach mal ihre Aufgaben machen. Wir sollten mal einfach "Stopp" sagen.

    • Ueli am 02.11.2016 08:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @RosaRot, hm, genau deswegen

      haben wir ja eine "so gute Währung". Wegen unserer wirtschaftlichen Qualität ganz sicher nicht. Ausserdem: wie soll man das durchsetzen, ohne das Prinzip Marktwirtschaft aufzugeben?

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  • Walter am 01.11.2016 23:55 Report Diesen Beitrag melden

    Trumps Unabhängigkeit

    Zumindest eines muss man Trump lassen. Im Gegensatz zur Clinton ist er weder Wall-Street abhängig noch hörig, denn er hat selber mehr als genügend Kümmel im Rücken.

    • Cartman1993 am 02.11.2016 14:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Walter

      und darum sind ja JP Morgan, Well Fargo und die US Bancorp ja auch nur ganz kleine Fische, welche nichts zu melden haben gell?;)

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  • Swissgirl am 01.11.2016 23:23 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Flucht vor Trump

    Yeah, wir kriegen die Milliarden, die unsere Banken zahlen müssten zurück!