Finanzspritze

10. Februar 2011 14:53; Akt: 10.02.2011 14:53 Print

Anonyme Schweizer retten deutsche Firma

Eine neue, nicht namentlich genannte Schweizer Investorengruppe steigt bei Deutschlands zweitgrösstem Küchenbauer Alno ein.

Fehler gesehen?

Das seit Jahren kriselnde Unternehmen erhält von einer nicht namentlich genannte Schweizer Investorengruppe eine Finanzspritze von 15 Millionen Euro, wie Alno in der Nacht zum Donnerstag mitteilte.

Zusammen mit Altaktionär Whirlpool (Bauknecht) sichert der neue Investor die Kapitalerhöhung, für die Alno spätestens im März einen zweiten Anlauf nehmen will. Unternehmenschef Jörg Deisel hat in den vergangenen Wochen ein neues, grösseres Sanierungspaket geschnürt, das Alno um insgesamt 50 Millionen Euro entlasten soll.

Aktie legt sieben Prozent zu

Mitte 2010 hatte Alno 180 Millionen Euro Schulden und hing mit einem negativen Eigenkapital von 60 Millionen Euro am Tropf der Kreditgeber. Die Banken hatten bereits einen Schuldenerlass von zehn Millionen Euro zugesagt, wenn die Kapitalerhöhung mindestens 20 Millionen Euro bringen würde. Grösster Aktionär sind die Beteiligungsfirma German Capital (62,9 Prozent) und Whirlpool (18,6 Prozent).

Die Alno-Aktie legte sieben Prozent auf 3.21 Euro zu. Die Millionen neuen Aktien sollen zu je 3.00 Euro ausgegeben werden. Mit dem Geld soll die Sanierung finanziert werden, die den seit Jahren Verluste schreibenden Konzern bis 2013 wieder profitabel machen soll - auch mit einem weiteren Stellenabbau. Binnen drei Jahren hatte Alno bei sinkenden Umsätzen rund 110 Millionen Euro Verlust angehäuft.

(sda)