Neues SBB-Konzept

10. Januar 2016 09:52; Akt: 10.01.2016 11:46 Print

App statt Minibar

Wer vom Sitzplatz im SBB-Zug aus einen Kaffee bestellen will, soll das auch künftig tun können – trotz Abschaffung der Minibar.

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Neue Gastronomie-Anbieter sollen auf den Zug aufspringen: Eine SBB-Mitarbeiterin bedient einen Passagier im Zug von Zürich nach Bern. (2009) (Bild: Keystone)

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Ab Ende 2017 ist die Minibar in den SBB-Zügen Geschichte. Trotzdem soll es künftig möglich sein, sich am Sitzplatz bedienen zu lassen. Gemäss «SonntagsZeitung» testen die SBB eine neue App, mit der man bequem vom Sitzplatz aus bestellen kann. Wer keinen Empfang hat oder kein Smartphone besitzt, könne sich trotzdem im Restaurant-Wagen das Essen oder Getränk holen.

Wann die App tatsächlich eingeführt wird, ist aber noch unklar. Eine Herausforderung bestehe darin, dass jeder Sitzplatz genau identifiziert werden müsse, heisst es im Artikel. Offenbar finden das Passagiere aus Datenschutzgründen problematisch.

Zudem setzen die SBB auf ein neues Gastronomie-Konzept. Neue Anbieter sollen auf den Zug aufspringen. Die SBB werden die Aufträge ausschreiben, sagt Jeannine Pilloud, Chefin des Personenverkehrs, zur «SonntagsZeitung».

Fast 70 Jahre im Einsatz

Der Minibar-Service wurde 1949 eingeführt, wie der Internetseite von Elvetino zu entnehmen ist. Heute sind sie laut SBB zwischen 6.30 Uhr und 19.00 Uhr an Bord der InterCity-Züge unterwegs, sowie je nach Strecke auch in den Interregio-Zügen.

Die Minibar schliesst für immer
Ihre Zahl wurde in den vergangenen Jahren schrittweise kleiner: Bereits 2005 wurde die Zahl der Wägelchen reduziert. 2011 waren noch 198 Minibars im Einsatz. Derzeit bewirtschaftet Elvetino 121 Minibars.

(woz)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Selvin Sevalva am 10.01.2016 11:59 Report Diesen Beitrag melden

    Zum Scheitern verurteilt

    Dann läuft das Service Personal für einen einzigen Kaffe durch den Zug. Entweder wird man den Kaffe nicht bezahlen können, oder das Geschäft rendiert nicht.

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  • Maxi Bar am 10.01.2016 12:31 Report Diesen Beitrag melden

    Abschaffung Minibar nicht so schlimm

    Man wird ja wohl noch eine Zugfahrt ohne Kaffee oder Sandwich auskommen. Verstehe das ganze Drama nicht so ganz

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  • zh-lu pendler am 10.01.2016 13:49 Report Diesen Beitrag melden

    Kein Verständnis dafür

    Die Preise halbieren und dann kaufe ich meinen Kaffee gerne wieder bei der SBB und ich bin bestimmt nicht der einzige!

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Andreas Schmidt am 11.01.2016 10:34 Report Diesen Beitrag melden

    Kaffee schon Kalt?

    Wie warm wird der Kaffee wohl noch sein wird, bis er bei mir ankommt?

  • Marcel am 11.01.2016 09:08 Report Diesen Beitrag melden

    Smartphone

    Ich hoffe einfach, die SBB denkt daran, dass es noch andere Smartphone gibt ausser iPhone und Android. Wenn schon App möchte ich es nämlich auch benutzen können. Geht es nicht für alle Smartphone, würde man ja Kunden zwingen erst ein neues Handy zu kaufen, was sicher teurer ist als ein Kaffee.

  • Marcel am 11.01.2016 08:35 Report Diesen Beitrag melden

    Ich stehe

    im überfüllten Eingangsbereich des drittvordersten Wagens und hätte gerne einen ....

    • Andreas Schmidt am 11.01.2016 08:53 Report Diesen Beitrag melden

      Bitte mitbestellen!

      Bestell bitte auch einen für mich, da ich kein Smartphone habe... Bin im hintersten Wagen und stehe ebenfalls im Eingangsbereich...

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  • Super Nett am 10.01.2016 18:56 Report Diesen Beitrag melden

    Chipreife Smartphone Menschen

    Auf das sie genau wissen was du magst, zu welcher Zeit, wo mit wem und wann sie die Warriors durchlassen können und wann nicht. Schliesslich musst du da sein wenn sie durchkommen. Sonst machts ja keinen Sinn.

  • Zügler am 10.01.2016 18:27 Report Diesen Beitrag melden

    App?

    Sorry, was? Die App soll den Sitzplatz eindeutig identifizieren können? Ähm, die Wagen sind nummeriert, und jeder Sitz hat eine Nummer. Wie schwierig kann es sein, noch 2 Nummern einzugeben, wenn man schon eine Bestellung eingeben muss? Es dürfte aber schweirig sein, die unkoordinierten Bestellungen zu bearbeiten. Da muss ja einer ständig am hin- und herrennen sein :)