Neue Allianz

16. Juli 2014 03:47; Akt: 16.07.2014 03:58 Print

Apple will mit IBM Firmenmarkt erobern

Um mit iPads in der Unternehmenswelt Fuss zu fassen, arbeitet Apple mit dem ehemaligen Erzfeind IBM zusammen. Die Firmen wollen dabei «Arbeit neu definieren» wie sie sagen.

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Apple und IBM wollen zusammenarbeiten und mit iPads und passenden Apps die Unternehmenswelt revolutionieren. (Bild: Keystone/Christian Beutler)

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Apple will über eine Partnerschaft mit IBM stärker ins Geschäft mit Unternehmen vorstossen. Die Idee ist, iPhones und iPads mit Hilfe von Diensten des Computergiganten fest im Alltag der Unternehmen zu etablieren.

Mehr als 100 neue Apps für iPhone und iPad sollen verschiedene Geschäftsprozess abbilden, wie die einstigen Rivalen am Dienstag ankündigten. IBM wird zudem speziell auf Apple-Geräte angepasste Cloud-Dienste anbieten sowie seinen Kunden iPhones und iPads verkaufen.

Microsoft konkurrenzieren

Die Partner nehmen damit eine Bastion des Windows-Herstellers Microsoft ins Visier, die dieser gerade mit seinen neuen Surface-Tablets absichern will.

Apples Smartphones und Tablets sollen fest in die Entscheidungsprozesse eingebunden werden, sagte IBM-Chefin Ginni Rometty der «New York Times». Dafür sollen spezielle Programme zur Auswertung von Firmendaten mit Anbindung an IBMs Cloud-Dienste entwickelt werden. Diese würden im Herbst mit dem Start des neuen Betriebssystems iOS 8 von Apple verfügbar sein.

«Neu definieren, wie Arbeit erledigt wird»

Apple-Chef Tim Cook sprach von einem Meilenstein. IBM kann Apple die Tür in Unternehmen weit aufstossen: Der Konzern ist ein wichtiger Anbieter von IT-Diensten und Technik-Ausrüster und kann damit für Apple ein wichtiger Vertriebskanal werden. IBM verzeichnete zuletzt stagnierende Umsätze und kann neue Impulse gut gebrauchen.

Die Partner scheuen keine grossen Worte: Sie wollen «neu definieren, wie Arbeit erledigt wird». Dabei soll der Fokus auf mobile Geräte den Wandel prägen. Den Unternehmenskunden wird zudem in Kooperation mit IBM Service für Apple-Geräte rund um die Uhr versprochen.

Fehde vor 30 Jahren vergessen machen

Die Partnerschaft ist umso spektakulärer, da Apple einst auf Kriegsfuss mit IBM stand. Als Apple ab Mitte der 1970er Jahre seine ersten Personal Computer entwickelte, galt das Branchen-Urgestein als übermächtiger Rivale - es war noch nicht absehbar, dass am Ende Microsoft mit Windows die PC-Industrie dominieren würde.

Vor 30 Jahren richtete sich Apples legendärer «1984«-Werbespot gegen eine IBM-Diktatur, der junge Gründer Steve Jobs liess sich mit Stinkefinger unter einem IBM-Logo ablichten.

(ann/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Digitus am 16.07.2014 06:42 Report Diesen Beitrag melden

    EDV verstehen und anwenden

    seit Jahren in der EDV üblich: konzentrieren - individualisieren - konzentrieren - individualisieren... Es geht nur ums Geld machen,. Als ob IBM oder Apple 'die Arbeit' neu definieren könnten. Die können auch nur neue Geldquellen suchen. Solange engstirnige 'Chefs' die EDV als Selbstzweck verstehen; die EDV irgend einem Finanzheini angehängt ist, passiert gar nichts.

  • Fryke am 16.07.2014 04:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    PowerPC vergessen...

    Schlecht recherchiert. Apple, IBM und Motorola arbeiteten immerhin seit Anfang der 90er bis 2005 in der PowerPC Allianz an Prozessoren zusammen.

  • TomTom am 16.07.2014 07:10 Report Diesen Beitrag melden

    Bessere Business-tauglichkeit nötig

    Ich hoffe Apple macht auch OS X wieder mehr Business-tauglich. Ich denke da vor allem bessere Integration in Active Directory-Umgebungen, native DFS-Unterstützung, businesstaugliche OS X Server und Server-HW etc. Hier hat Apple eindeutig die Business-Welt in den vergangenen Jahren etwas vernachlässigt.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • ITMensch am 16.07.2014 12:30 Report Diesen Beitrag melden

    Aus erfahrung kann ich sagen...

    MAC ist privat TOP, aber im Business FLOP Wir haben div. Schulen als Kunden wo die Lehrerschaft darauf bestand, Mac einzusetzen. Für VIEL Geld wurde von Windows auf MAC umgerüstet. Im Betrieb nach nichteinmal 2 Jahren sind nun aber so viele Probleme (Netzwerk leistungseinbrüche, obwohl TOP Netzwerk Layout, Windows Problemelos), untersucht mehrfach von teuren Spezialisten. Nun wird wiederum für VIEL Geld zurück auf Windows gestellt wird

    • TomTom am 16.07.2014 15:04 Report Diesen Beitrag melden

      Was ist denn da schief gelaufen?

      Fast nicht zu glauben. Wir verwenden in unserer Firma OS X und Windows Clients im selben Netz (mit Windows Server, AD, 1 Gbit/s LAN etc) und haben keinerlei Leistungseinbrüche oder etwaige andere technische Probleme. DAUs gibt es aber natürlich auf jeder Seite....

    • Gägä am 16.07.2014 18:38 Report Diesen Beitrag melden

      Brille.Uhr.Pad.Autoschlüssel. Konto

      karte.NSA-Gold-Member.Garagentor-und-Rollstorensteuerung.Webcam. Alles in Einem. Auch ich war IT-PM. Kein bisschen darüber nachdenken, was wirklich gebraucht wird. Aber der neueste Trend muss auf dem Tisch stehen. Es geht im Artikel zum Thema Kooperation Apple mit IBM. Das war schon mal und hatte nicht funktioniert. Kann man einen Mercedes mit Lamborghini-Motor haben? Nein. Das sind zwei so unterschiedliche Philosophien, F&E, Technologien. Entweder die Firmen fusioniere grundsätzlich oder gehen jede für sich am Aufwand zu Grunde.

    • ITler am 17.07.2014 10:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @ ITMensch

      Also in unserem Unternehmen funktioniert das tadellos! Eine Active Directory mit >50'000 Clients, welche zu ca. 97% aus Windows-PC besteht und der Rest ist Mac. Die Mac verwenden sogar den Exchangeserver mit Outloock für Mac und mit Netzwerklaufwerken ist auch das Backup sichergestellt. Vielleicht hätten eure Netzwerker die Macservices auf den Router freischalten sollen, denn das wird von den angeblichen Profis selten gewusst! Mein Kumpel im Kanton ZH betreibt ein Mittelstufennetz rein auf Apple-Geräten problemlos.

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  • OldSchool Future am 16.07.2014 12:24 Report Diesen Beitrag melden

    Naja...

    Die NSA braucht wohl eine neue Hintertür in die Firmensysteme und Datenbanken? Meine Firma jedenfalls würde nicht im Traum daran denken vertrauliche oder geheime Firmendaten "irgendwo" in einer Cloud abzulegen oder über sonst über "öffentliche" Kommunikationsleitungen (GSM/WLAN) einen Netzwerkzugriff für mobile Geräte zu erlauben. Wir sind damit zwar auch nicht 100% sicher vor Angriffen, aber man muss ja nicht gerade jedes Scheunentor aufreissen nur weil paar Marketingheinis meinen sie müssen die "Arbeitsweise" neu definieren um letztlich neue Produkte/Dienstleistungen zu verkaufen...

  • Gägä am 16.07.2014 11:54 Report Diesen Beitrag melden

    Zukunft nur mit besserer Ausbildung!

    Nur Schall und Rauch, um an neue Kohle = Geld, Gier, Macht, zu kommen. Remember: OS/2, auf gleicher core architecture alle Betriebssysteme aufsetzen. SUN Next step, Compaq/HP. Linux. Bla bla bla. 2015 immer noch die ähnlich gelagerten Grabenkämpfe. Es geht immer um Marktanteile. Glänzende portefolio. Aber immer scharf daran vorbei, was eigentlich hätte gebraucht werden können. IT: I mmer T eurer. Alle können Maus schieben. Keiner kann mehr denken.

  • Fabian Dutwieler am 16.07.2014 11:47 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Appel mit IBM toller Schachzug

    Ich finde es Super! Apple ist so oder so das stabielste Betriebsystem mit am wenigsten Virenanfälligkeit im Netz. Dazu kommt, dass Apple in der nächsten Zeit mit dem Iphone 6 alle Rekorde brechen wird. Ich vertaue Appel und deren Produkte blindwegs und zahle sehr gerne solche günstigen Preise für so tolle Produkte. Bin ja schon jetzt gespannt, was mit IBM da tolles und gigantisches rauskommt 3

  • Joe CE am 16.07.2014 09:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    MAC nix für Business

    Wir haben MAC in der Firma. Leider icht weil wir wollen, sonder weil wir müssen.