Patente

09. Februar 2011 18:09; Akt: 09.02.2011 18:20 Print

Asiaten sind immer innovativer

Besonders China, Südkorea und Japan liessen letztes Jahr mehr Geistiges Eigentum schützen als 2009. Die Schweiz kann trotz rückläufigen Patentanträgen ihren Platz in den Top Ten halten.

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Nummer eins bei den Patenten bleiben auch 2010 die USA. Die Schweiz konnte ihren neunten Platz halten. Weltweit stiegen die Patentanträge um 4,8 Prozent. Insgesamt wurden bei der Weltorganisation für geistiges Eigentum (WIPO) letztes Jahr 162 900 Anträge auf internationale Patente eingereicht, wie die in Genf angesiedelte UNO-Organisation am Mittwoch mitteilte. Im 2009 waren es 155 398 Anträge gewesen.

Nach dem durch die globale Rezession bedingten Rückgang im 2009 seien fast so viele Patentanträge eingereicht worden wie 2008, heisst es in der Mitteilung.

China reichte gut 56 Prozent mehr Anträge ein als im Vorjahr. Die aufstrebende Wirtschaftsmacht war viertwichtigstes Herkunftsland. Auch Südkorea (+ein Fünftel) und Japan (+7,9 Prozent) reichten deutlich mehr Anträge ein.

Obwohl 1,7 Prozent weniger Anträge aus den USA eingereicht wurden, lässt das Land immer noch mit Abstand am meisten Geistiges Eigentum schützen. Japan ist die Nummer zwei, vor Deutschland, China, Südkorea, Frankreich und Grossbritannien. Aus der Schweiz wurden 1,6 Prozent weniger Anträge eingereicht als 2009, was aber weiterhin für den neunten Platz reichte.

Roche aktivstes Schweizer Unternehmen

Das aktivste Unternehmen war der japanische Elektrokonzern Panasonic, gefolgt vom chinesischen Telekomunternehmen ZTE und dem US-Mobilfunkzulieferer Qualcomm. Sechs der zehn ersten Plätze nehmen asiatische Unternehmen ein.

Auch Schweizer Grosskonzerne liessen viele Innovationen schützen: Roche besetzt den 61 Rang, Novartis ist auf Platz 66 und Nestlé rangiert auf Platz 67. In dieser Rangliste, welche neben Firmen auch Universitäten umfasst, kommt die ETH Zürich auf den 443 Platz.

Am häufigsten waren Patente auf dem Gebiet der digitalen Kommunikation. Dieses Technologiegebiet war zugleich fast das einzige, auf welchem deutlich mehr Anträge eingereichten wurden als 2009.

Bei den meisten anderen Gebieten fiel der Zuwachs nur klein aus, oder es wurden weniger Patentanträge eingereicht als im Vorjahr. Bei der Pharmazeutik betrug der Rückgang beispielsweise 7,4 Prozent, biotechnologische Innovationen wurden 1,5 Prozent weniger häufig geschützt.

(sda)