Börsen Fernost

10. März 2011 08:37; Akt: 10.03.2011 08:42 Print

Asiatische Aktien geben nach

Der hohe Ölpreis und die europäische Schuldenkrise belasten die asiatischen Aktienmärkte. In Japan kam es zu Verkäufen durch Computerprogramme.

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In Tokio durchbrach der Leitindex am Donnerstag auf dem Weg nach unten eine zentrale Schwelle, was Händlern zufolge weitere kräftige Verkäufe von Terminkontrakten auslöste. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index schloss 1,5 Prozent schwächer bei 10 434 Zählern. Der breiter gefasste Topix-Index gab 1,4 Prozent ab auf 930 Punkte. Unter Druck standen vor allem Tech- Werte nach den Kursverlusten an der US-Technologiebörse Nasdaq am Mittwoch. Bereits am Dienstag hatte der US-Chiphersteller Texas Instruments einen schwachen Ausblick auf die kommenden Monate gegeben.

Für Wirbel sorgte die Aussicht auf Fusionsgespräche der japanischen Osaka Securities Exchange mit der Tokyo Stock Exchange (TSE). Die Aktien der auf Derivate spezialisierten Börse legten um mehr als sechs Prozent zu.

An den Aktienmärkten in Südkorea, Taiwan und Singapur gaben die Kurse überwiegend nach, ebenso an den chinesischen Finanzplätzen Hongkong und Shanghai.

Der Euro sank unter sein Niveau aus dem späten US-Geschäft auf 1.3870 Dollar nach mehr als 1.3900 Dollar. Händler verwiesen zur Begründung auf die Finanzierungsprobleme Portugals vom Mittwoch. Dies habe die Sorge verstärkt, das hoch verschuldete Land müsse den europäischen Rettungstopf in Anspruch nehmen.

Wegen der anhaltenden Unruhen in Libyen blieb auch der Ölpreis unter Druck. Sorgen bereiteten den Marktteilnehmern Berichte, wonach die Ölinfrastruktur des wichtigen Exporteurs im Bürgerkrieg bombardiert wurde. US-Leichtöl notierte bei rund 105 Dollar je Fass und damit in Reichweite des Rekordhochs von fast 107 Dollar; die Nordsee-Sorte Brent lag bei 116.50 Dollar.

(sda)