Börse

01. Dezember 2008 07:59; Akt: 01.12.2008 10:22 Print

Asien-Börsen uneinheitlich

Die Märkte in Fernost haben sich uneinheitlich präsentiert. In Tokio belasteten Gewinnmitnahmen und die anhaltende Sorge über die weltweite Konjunkturflaute den Markt.

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In der vergangenen Woche hatte das Marktbarometer in Japan rund acht Prozent zugelegt. Die chinesischen Börsen verzeichneten dagegen Gewinne. Händler begründeten den Anstieg mit den erwarteten Zinssenkungen der Notenbanken in Europa und Australien.

In Tokio gab der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 1,4 Prozent nach auf 8397 Punkte. Der breiter gefasste Topix-Index schloss 0,9 Prozent tiefer bei 827 Zählern.

Auch die Aktienmärkte in Südkorea und Singapur notierten schwächer. Dagegen tendierten die Börsen in Hongkong, Shanghai und Taiwan fester.

Autohersteller als Verlierer

Zu den Verlierern in Tokio zählten die Automobilwerte. Honda-Aktien brachen um 2,9 Prozent ein. Der zweitgrösste japanische Autohersteller muss wegen der weltweiten Wirtschaftsflaute seine Gewinnprognose wohl ein weiteres Mal nach unten korrigieren. Die Marktbedingungen verschlechterten sich jeden Tag, sagte Vizepräsident Koichi Kondo in einem Interview der Nachrichtenagentur Reuters.

Auch Toyota-Aktien standen auf den Verkaufslisten der Börsianer mit einem Abschlag von 1,8 Prozent. Einem Zeitungsbericht zufolge wird der Autoabsatz in Japan wegen der Konjunkturflaute in diesem Jahr wahrscheinlich auf den tiefsten Stand seit 34 Jahren einbrechen. Allein für den November werde mit einem Rückgang um rund ein Drittel im Vergleich zum Vorjahr gerechnet, hiess es.

Der Markt in Shanghai verzeichnete vor allem wegen eines Kurssprungs bei Immobilienwerten ein Plus. Die Aktie von China Merchants Property Development stieg nach einer erfolgreichen Kapitalerhöhung zeitweise um 7,2 Prozent.

Am Devisenmarkt notierte der Dollar zum Mittag fester bei 95.32- 37 Yen nach 95.29-32 Yen am späten Freitag. Der Euro lag schwächer bei 1.2661-66 Dollar nach 1.2937-40 Dollar am späten Freitag. Zum Yen notierte der Euro ebenfalls schwächer bei 120.72-77 Yen nach 123.30-34 Yen am späten Freitag vergangener Woche.

(sda)