Staatsschulden

02. Oktober 2011 21:09; Akt: 02.10.2011 22:13 Print

Athen verfehlt Sparziele

Schlechte Nachrichten für Griechenland und den Euro-Raum: Das hochverschuldete Land wird im Jahr 2011 vermutlich statt 7,8 Prozent ein Staatsdefizit von 8,5 Prozent aufweisen.

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Vor der griechischen Nationalbank weht neben der Nationalflagge auch die EU-Fahne. (Bild: Keystone)

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Das griechische Staatsdefizit wird in diesem Jahr nach Angaben des Finanzministeriums in Athen vermutlich bei 8,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts liegen und damit das angestrebte Ziel von 7,8 Prozent verfehlen.

Das Defizit werde bei 18,69 Milliarden Euro liegen, hiess es in einer Mitteilung vom Sonntag. Geplant war ein Defizit von 17,1 Milliarden Euro. Grund für das höhere Minus sei die stärker als erwartet ausgefallene Rezession. Die Wirtschaft des Landes schrumpfe um 5,5 Prozent, hiess es, im Mai war noch mit 3,8 Prozent gerechnet worden.

Auch 2012 werde es ein Defizit von 6,8 Prozent als Anteil der Wirtschaftsleistung geben, hiess es in der schriftlichen Erklärung des Finanzministeriums.

Keine Neuverschuldung 2012

Unterdessen verabschiedete der griechische Ministerrat den Haushalt für 2012, der erstmals keine Neuverschuldung vorsieht. Das Budget sieht Kürzungen und Mindereinnahmen von insgesamt 6,6 Milliarden Euro vor.

Dies sei mit der «Troika» der Experten von der EU, der Europäischen Zentralbank (EZB) und dem Internationalen Währungsfonds (IWF) vereinbart worden.

Der Ministerrat tagte unter Vorsitz des griechischen Ministerpräsidenten Giorgos Papandreou. Unter anderem wurden auch die in Griechenland umstrittenen Entlassungen im staatlichen Sektor diskutiert. Konkret geht es um bis zu 30 000 Stellen.

(sda/ap)