US-Börse

22. Februar 2011 22:45; Akt: 22.02.2011 22:49 Print

Aufstand in Libyen reisst Wall Street ins Minus

Die eskalierende Gewalt in Libyen hat die US-Aktienmärkte am Dienstag deutlich ins Minus gedrückt. «Wall Street» sorgt sich vor allem ums Öl.

Fehler gesehen?

Börsianer zeigten sich besorgt, dass die Unruhen in Nordafrika die Lieferungen der Ölförderstaaten beeinflussen und so die Preise nach oben treiben könnten. Die anziehenden Ölpreise wiederum könnten weitreichende Auswirkungen auf die Weltwirtschaft haben. Belastend wirkte sich auch der anhaltende Preisverfall am amerikanischen Immobilienmarkt aus. In ausgewählten US-Ballungsgebieten verloren Wohnimmobilien im Dezember den sechsten Monat in Folge an Wert.

In New York schloss der Dow-Jones-Index der Standardwerte 1,4 Prozent tiefer auf 12 212 Punkten. Im Handelsverlauf bewegte sich das Marktbarometer zwischen 12 176 und 12 389 Stellen. Der breiter gefasste S&P 500 brach 2,1 Prozent auf 1315 Zähler ein.

Der Index der Technologiebörse Nasdaq fiel sogar 2,7 Prozent auf 2756 Stellen. In Frankfurt ging der Deutsche Aktienindex (Dax) kaum verändert auf 7318 Punkten aus dem Handel.

Der Rohölpreis kletterte seit Beginn der Unruhen in Nordafrika stetig nach oben und erreichte zwischenzeitlich den höchsten Stand seit mehr als zweieinhalb Jahren. Die Anleger scheuten das Risiko und mieden den Aktienmarkt. Sie bevorzugten stattdessen traditionell sicherere Anlagen in Staatsanleihen und Gold.

Bei den Einzeltiteln stand der Kurs des weltgrössten Einzelhändlers Wal-Mart im Fokus. Der Konzern verzeichnete das siebte Mal in Folge in den USA einen Absatzrückgang. Die Wal-Mart- Papiere sackten daraufhin rund drei Prozent ab.

(sda)