Grossdietwil LU

24. Februar 2011 23:02; Akt: 24.02.2011 23:21 Print

Aufwind für Geschäft mit Wundmaden

Die Mitarbeiter der Firma Entomos AG in Grossdietwil sind überzeugt, dass Insekten künftig eine wichtigere Rolle in unserem Leben spielen werden; nicht zuletzt als Proteinquelle.

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Doch mittelfristig setzt Geschäftsführer Urs Fanger ganz auf die Zucht von Fliegenmaden für medizinische Zwecke: Weil die Larven der Schmeissfliegenart Lucilia sericata mit ihren Verdauungssäften sowohl tote Zellen als auch praktisch jeden Krankheitserreger zersetzen, eignen sie sich hervorragend zur Behandlung von chronischen Wunden. Der seit dem Ersten Weltkrieg bekannten Behandlungsmethode blüht aus zwei Gründen ein Aufschwung: Erstens killen die Fliegenmaden auch die immer häufiger auftretenden Antibiotika-resistenten Spitalkeime. «Zudem rechnen wir ab 2012 wegen der Einführung der Fallpauschalen mit verstärkter Nachfrage», so Fanger. «Die Spitäler dürften dann ein verstärktes Interesse an günstigeren Behandlungsmethoden haben.» Ein Behandlungskissen für die Behandlung einer Wunde von 2 mal 2 cm (enthält rund 40 Wundmaden) kostet zurzeit um die 70 Franken. Damit reinigt man eine Wunde innert drei bis fünf Tagen zuverlässig.

(loo/20 Minuten)

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