Gericht in Neuseeland

05. Juli 2018 02:04; Akt: 05.07.2018 11:04 Print

Auslieferung von Kim Dotcom ist rechtens

Ein Berufungsgericht in Neuseeland hat einen Berufungsantrag des deutschen Internetunternehmers Kim Dotcom abgewiesen. Es verweist auf die von den USA vorgelegten Beweise.

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Ihm werden massive Urheberrechtsverletzungen vorgeworfen: Der umstrittene deutsche Internetunternehmer Kim Dotcom. (Archivbild) (Bild: Keystone/Geraldine Clermont)

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Ein Gericht in Neuseeland hat den Berufungsantrag des umstrittenen deutschen Internetunternehmers Kim Dotcom gegen seine Auslieferung an die USA abgewiesen. Eine Auslieferung an die USA sei rechtens, urteilte das Berufungsgericht im neuseeländischen Wellington am Donnerstag.

Die von den USA vorgebrachten Beweise stützten den Vorwurf, wonach sich «die Berufungskläger vorsätzlich und in massivem Umfang zu kommerziellen Zwecken zu Urheberrechtsverletzungen verschworen und diese begangen haben», hiess es in einer Erklärung des Gerichts.

Die US-Behörden werfen Dotcom massive Urheberrechtsverletzung, Betrug und Geldwäsche vor. Er selbst weist alle Vorwürfe zurück und wirft den US-Behörden vor, im Namen der einflussreichen Hollywood-Filmindustrie einen Rachefeldzug gegen ihn zu führen.

Megaupload abgeschaltet

Dotcom hatte im Jahr 2005 die Onlineplattform Megaupload gegründet, auf der Internetnutzer Dateien kostenlos hoch- und herunterladen konnten. Das US-Justizministerium wirft ihm und den drei weiteren Betreibern vor, die Seite ausdrücklich als Tauschbörse für urheberrechtlich geschützte Inhalte wie Filme, Fernsehprogramme und andere Dateien eingerichtet zu haben. Das US-Bundespolizei FBI stuft Dotcoms Aktivitäten als grössten Fall von Urheberrechtsverletzung in der US-Geschichte ein.

Im Januar 2012 schalteten die US-Behörden Megaupload ab, neuseeländische Polizisten durchsuchten auf US-Antrag Dotcoms Anwesen in Auckland und nahmen Dotcom fest. Seitdem wehrte er sich gegen seine Auslieferung.

(chk/afp)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • M. K. am 05.07.2018 04:45 Report Diesen Beitrag melden

    Skandal

    Skandal! Dotcom hat lediglich einen Dienst zur Verfügung gestellt und selbst keine Inhalte. Genausogut könnte man nun Google und alle anderen verklagen. Sie wollen ihn einfach weghaben weil er dem System nicht genehm ist.

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  • Alternative für die Schweiz am 05.07.2018 05:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Megaupload, und Gesetze

    An Megaupload erinnere ich mich noch gut. Für eine monatliche Gebühr konnte man so viel saugen wie man wollte.... ich wunderte mich schon damals, daß dieser Dienst nicht schon früher vom Server genommen wurde! Andererseits sollten wir auf der hut sein, wenn der Staat die totale Kontrolle über die freie Meinung haben will... Siehe NetzDg von Heiko Maas, dem Ober Zensur Meister der SPD... unter fadenscheinigen, harmlos klingenden Namen verabschieden sie klangheimlich Gesetze die dazu dienen, uns im Auge zu behalten... auch hier geschieht Zensur!

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  • Dr.Spock am 05.07.2018 05:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Erfolgreich

    Kim Dotcom ist eine Legende was der in kurze Zeit alles erreicht hat.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Anon am 05.07.2018 17:00 Report Diesen Beitrag melden

    Kontroverser Typ

    Ja, ich möchte ungerne, dass er ausgeliefert wird, jedoch geht mir sein permanenter Protz auf die Nerven. Bitte etwas Zurückhaltung üben Herr .com

  • Lukas Bracher am 05.07.2018 13:52 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Eine Legende

    Er ist der Robinhood des Internets und muss jetzt dafür bezahlen. Er hat nur den Dienst zur Verfügung gestellt und aufgrund des Datenschutzes den er immer zu 100% gewährleistete konnte er gar nicht wissen was auf seinem Dienst hoch oder runter geladen wird. Er ist zu 100% unschuldig.

  • Schlauer Fuchs am 05.07.2018 13:52 Report Diesen Beitrag melden

    Schlauer sein

    Die Art und Weise, wie er seinen Reichtum zur Schau stellt, wirkt oft arrogant und abstossend. Damit provoziert er, dass gewisse Leute ihm den Prozess machen wollen.

  • Alter Sauger am 05.07.2018 13:17 Report Diesen Beitrag melden

    Youtube, Rapidshare, Uploaded, usw.

    Gegen diese müsste ja auch Ermittelt werden, die machen ja genau das selbe. Hier stimmt etwas nicht, das nur gegen ihn Ermittelt wird. Rapidshare war ein führender Dateihoster für illegale Downloads, auch da wurde Geld an die Nutzer Bezahlt, usw...

    • klaus am 05.07.2018 16:25 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Alter Sauger

      auf youtube muss man bei beuen filmem zahlen. und die andern gibt es nicht mehr in der Form

    • Sir Lawrence am 05.07.2018 16:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Alter Sauger

      rapidshare und uploaded biete auch immer wieder mal Hand bei Untersuchungen.

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  • Dito am 05.07.2018 11:21 Report Diesen Beitrag melden

    Musste schon immer auffallen

    Kim hat sich schon immer bewusst auf gewissem Terrain bewegt und geprahlt und musste um jeden Preis auffallen... und anstatt wie andere Supereiche... die mit eher untollen Sachen reich wurden, hat er es eben nicht verstanden seine Beteiligung an gewissen Geschäften zu verschleiern... und eine Villa am Genfersee oder Zug zu bewohnen, ohne dass je einer davon gewusst hätte, wer er ist und was er macht... die Weltbekanntheit für ihn ist nun sicherlich da... Gratulation