Bildungssystem

24. November 2010 10:47; Akt: 24.11.2010 20:53 Print

Avenir Suisse fordert Lehre auf Hochschulstufe

Gymnasiasten sollen nach der Matur mit Firmen Lehrverträge abschliessen und statt der Berufsschule eine Fachhochschule besuchen.

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Die neue Lehre auf Hochschulstufe solle das einjährige Praktikum ersetzen, mit dem Maturanden gegenwärtig Zugang zu Fachhochschulen erhalten. Dadurch würde die «schleichende Akademisierung» der Fachhochschulen gebremst, schreibt Avenir Suisse in einer Medienmitteilung vom Mittwoch. Weiter müsse die Durchlässigkeit aus der beruflichen Grundbildung in die höhere Bildung verbessert werden.

Die Schweizer Berufslehre sei ein Erfolg. Dieser lasse sich an der tiefen Schweizer Jugendarbeitslosigkeit ablesen. Einem Angebot an 90 000 Lehrstellen seien im August 2010 gut 80 000 Schulabgänger gegenübergestanden. «Lehrstellen sind nicht mehr knapp, die Berufseinsteiger verfügen über eine Auswahl».

Dennoch hätte sich bei den Einsteigern in die Berufswelt eine «Warteschlange» gebildet. Darin befänden sich schwächere Schulabgänger. Zudem müssten Lehrabgänger kurzzeitige Arbeitslosigkeit in Kauf nehmen.

(sda)