Nach Entlassungswelle

02. Februar 2011 23:10; Akt: 02.02.2011 23:38 Print

Axa-Mitarbeiter wurden bedroht

von Valeska Beck - Wirbel bei der Axa Winterthur: Der Versicherer wurde nach einer Kündigungswelle anonym bedroht. Die Polizei ermittelt.

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Still und heimlich hat der Versicherer Axa Winterthur letzte Woche gleichzeitig 20 Kündigungen ausgesprochen. «Es handelt sich einerseits um Freistellungen, andererseits um Frühpensionierungen», sagt Mediensprecherin Marion Schihin. Der Grund für die Kündigungen seien Kosten­einsparungen, die wegen des «schwierigen wirtschaftlichen Umfelds» sowie des «steigenden regulatorischen Drucks auf das Versicherungsgeschäft» nötig gewesen seien.

Die Entlassungen haben für massiven Unmut gesorgt: Am Standort Winterthur sind Drohungen gegen einzelne Mitarbeiter eingegangen. «Ob ein Zusammenhang mit den Kündigungen besteht, ist Gegenstand der Ermittlungen», so Schihin. Der Fall sei bei der Stadtpolizei Winterthur angezeigt worden. Wegen laufender Ermittlungen gibt Axa nicht bekannt, ob die Drohungen an das Management oder Kadermitarbeiter adressiert waren.

Die Stadtpolizei Winterthur bestätigt den Fall. «Die Anzeige ist Ende vergangener Woche bei uns eingegangen», sagt Sprecherin Alexandra Pfister. Es handle sich um anonyme Briefe. Diese hätten sich gegen drei Mitarbeiter von Axa gerichtet. Womit der anonyme Absender gedroht habe, dürfe sie nicht bekannt geben – nur so viel: «Wir haben die Ermittlungen aufgenommen, aber noch keine Hinweise auf die Täterschaft.»