Trotz Krise

01. Dezember 2008 17:05; Akt: 01.12.2008 17:18 Print

Badeferien in Thailand: Kein Problem

Trotz anhaltender Besetzung der Flughäfen und angespannter Situation in Bangkok, ist Thailand für Schweizer Touristen weiter attraktiv: Die Badedestination Phuket ist von der Krise nicht betroffen und daher sicher. Das sagen zumindest die Reiseveranstalter.

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Solange sich die Krise nicht ausweitet, ist und bleibt Thailand dank Phuket eine attraktive Feriendestination für Schweizer Touristen. Die Nachfrage bricht mittel- und langfristig nicht ein, weil die meisten Thailand-Reisenden erfahren sind und schon jetzt mehreren Jahren dort Ferien machen – «das sind Kunden die Thailand bestens kennen», sagt Peter Brun, Mediensprecher Kuoni.

Unterschiedliche Situationen bei den Reiseveranstaltern

Laut Brun ist bei Kuoni die Nachfrage leicht zurückgegangen, dafür sei eine Zunahme bei Reisen in die Malediven oder die Karibik festzustellen. «Es gibt vereinzelt Kunden, die auf alternative Destinationen ausweichen», so Brun weiter. Ebenfalls leicht rückläufig ist laut Pressesprecherin Ilka Jennrich die Nachfrage bei TUI. Der Rückgang sei jedoch nicht durch die aktuellen Ereignisse hervorgerufen worden. «Aufgrund des diesjährigen Buchungsverhaltens haben weniger Kunden Thailandferien bei uns gebucht. Ein Rückgang der Buchungen aufgrund der jüngsten Ereignisse kann zum heutigen Zeitpunkt nicht bestätigt werden», ergänzt Jennrich. M-Travel Switzerland hingegen verspürt keine negative Veränderung der Nachfrage. «Da wir Direktflüge nach Phuket anbieten, sind unsere Kunden nicht von der Krise betroffen», erklärt Prisca Huguenin-dit-Lenoir, Mediensprecherin M-Travel Switzerland.

Kostenlose Annullierung nur für Bangkok-Flüge

Bei Umbuchungen und Annullierungen sind sich die Reiseveranstalter einig: Flüge nach oder via Bangkok lassen sich kostenlos umbuchen oder annullieren. Flüge direkt nach Phuket hingegen nicht, da die Region nicht von der Krise betroffen ist. Falls jedoch irgendwelche Unsicherheiten bestehen, können Lösungen individuell mit den Reiseveranstaltern besprochen werden.

Thailand bleibt Reisedestination

Keiner der befragten Veranstalter will Thailand aus seinem Sortiment nehmen, dafür gebe es keinen Grund. Jedoch stehen alle Reisebüros im engen Kontakt mit dem Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) und reagieren, sobald sich die Lage ändert.

Kein Glück für Schnäppchenjäger

Wer wegen vieler verängstigter Reisenden auf mögliche Last-Minute-Reisen nach Thailand gehofft hat, wird enttäuscht. Trotz Krise sind alle Flüge gut ausgebucht. Ein günstiges Angebot für die Weihnachtszeit zu finden ist sehr schwierig. «Auch die Buchungen für die nächsten Monate sehen gut aus,» bestätigt Huguenin-dit-Lenoir von M-Travel Switzerland.

Ende der Krise dank Geburtstag des Königs?

Zurzeit gibt es keine Anzeichen, dass sich die Krise über ganz Thailand ausbreitet. Kuoni-Pressesprecher Brun hofft, dass sich die Lage entspannt: «Am 5. Dezember ist in Thailand Nationalfeiertag, denn König Bhumibol Adulyadej feiert seinen 81. Geburtstag. Neben dem Geburtstag wird auch der Vatertag zelebriert, denn der König gilt auch als Vater der Nation. Dieser Tag ist ein wichtiges traditionsreiches Ereignis, mit dem auch die konkurrierenden Parteien stark verbunden sind. Keine Seite will die Tradition vom friedlichen Begehen des Festtages brechen. Deshalb hoffe ich, dass sich bis dann die Krise deutlich entspannt hat.»

(scc/zac)