Post-Home-Button

25. Juni 2019 12:07; Akt: 25.06.2019 16:15 Print

Ab Herbst kann der Pöstler per Knopf bestellt werden

von S. Spaeth - Ein Knopfdruck genügt – und der Pöstler holt das Paket an der Tür ab. Diesen Service will die Post definitiv einführen. Sie bestellt Home-Buttons für 10'000 Kunden.

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Weniger Poststellen, mehr Zugangspunkte. Während die Post seit Jahren traditionelle Filialen schliesst, investiert der Konzern in den Hausservice. Künftig werden Kunden ihren Pöstler direkt an die eigene Haustüre bestellen können. Konkret: Ein Knopfdruck genügt, und der Pöstler holt am nächsten Tag Briefe und Pakete an der Haustür ab oder liefert die bestellten Briefmarken.

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Wie eine Ausschreibung auf der Vergabeplattform Simap zeigt, sucht die Schweizerische Post einen Generalunternehmer für die sogenannten Post-Home-Buttons (PHB). Zu den Aufgaben des Dienstleisters gehören etwa Produktion und Beschriftung des Bestellknopfs sowie Installation der Software. Die Post garantiert laut Ausschreibung die Abnahme von mindestens 10'000 Stück.

Bestellservice ist kostenlos

«Voraussichtlich wird der Post-Home-Button ab Herbst 2020 in Gebieten mit Hausservice eingeführt», sagt eine Post-Sprecherin auf Anfrage von 20 Minuten. Fünf Pilotgebiete werden bereits ein Jahr zuvor, nämlich ab Herbst 2019, bedient. Welche Regionen das betrifft, will die Post zu einem späteren Zeitpunkt kommunizieren. Klar ist: Der Pöstler-Bestellservice ist kostenlos. In Regionen ohne Hausservice wird der Home-Butto nicht angeboten.

Der PHB basiert auf dem sogenannten Low Power Network (LPN), das die staatsnahen Betriebe Post, Swisscom und SBB schweizweit aufbauen. Das LPN ist eine Voraussetzung für die Realisierung des Internets der Dinge. Wie aus der Ausschreibung weiter hervorgeht, muss der Anbieter Home-Button-Nachbestellungen zu einem fixen Preis über fünf Jahre garantieren.

Pöstler-Bestellung auch über App und Telefon?

Im Sommer 2018 hatte die Post das Bestellverfahren mit dem Home-Button bei Kunden in der Region Olten, Liestal und Sissach getestet. «Die Rückmeldungen waren zufriedenstellend», heisst es bei der Post.

Mit einem speziellen Stift konnten die Post-Kunden im Rahmen des Versuchs ein Kärtchen scannen und so bestimmte Dienstleistungen bestellen. Die Post hat den Home-Button für den Pilotversuch zusammen mit einer Drittfirma entwickelt. Den Namen hält die Post geheim. Wie es in der Ausschreibung heisst, ist die Firma ebenfalls zu Angebotsabgabe zugelassen, wobei die Gleichbehandlung der Anbieter gewährt sei.

Zudem arbeitet die Post ab Oktober 2019 im Rahmen eines Pilotprojekts an der Weiterentwicklung der «Leistungen am Domizil». Die Kunden sollten laut Ausschreibung die Möglichkeit haben, den Hausservice auch über eine Website, eine App oder telefonisch zu bestellen. Anhand der Testergebnisse wird die Post im Frühling 2020 wissen, wie hoch der Bedarf an Bestellknöpfen tatsächlich ist.

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Siciliano am 25.06.2019 12:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Eine App hätte es auch getan

    Noch mehr Elektroschrott, dass die Welt nicht braucht. :-(

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  • martin am 25.06.2019 12:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    die armen pöstler

    die Faulheit der Menschen ist grenzenlos. noch mehr Arbeit für die Fahrer.

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  • Eli am 25.06.2019 12:19 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    wozu???

    Toll. Die Post baut Poststellen ab und erweitert stattdessen ihre "Dienstleistungen", die niemand wirklich braucht und die nur von einem ganz geringen Teil der Kunden in Anspruch genommen werden. Womit will uns die Post als nächstes "beschenken"?

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Ruth am 28.06.2019 22:49 Report Diesen Beitrag melden

    TEURE WEITERENTWICKLUNG NICHT BEZAHLBAR

    Lasst die Post wie sie ist - der. heutige Post-Kunde will diese Entwicklung gar nicht - macht nicht alles kaputt, was heute gut funktioniert - die CH muss sich dauernd neu erfinden, nur um eine neue / teure Einnahme-Quelle zu eröffnen / installieren. Die dauernden Neu-Regulierungen und Anpassungen ist ein Abzocker-System und schadet der ganze Sache mehr als sie nützt.

  • BinDafür am 27.06.2019 08:49 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gute Idee

    Verstehe die negativen Bemerkungen nur bedingt. Ihr geht alle davon aus, dass man gesund und munter noch zur Post gehen kann. Mein Mami ist 85 und schwer gehbehindert, da ist ein Einkaufsbummel schwierig wenn nicht unmöglich. Sie bestellt ihre Kleidung via Versandhandel nach Hause. Selbständigkeit ist ihr da wichtig. Nicht alles passt sofort und geht retour via Post. Für sie (und uns) wäre es erheblich einfacher, würden die Pakete per Knopf abgeholt. Nicht jeder alte Mensch ist gerne auf Hilfe angewiesen, manche haben niemand. Mal etwas weiterdenken. Finde das eine gute Idee.

  • tom am 27.06.2019 08:27 Report Diesen Beitrag melden

    sie lernens nie

    so lange es die post nicht mal schafft eine paketgebühr (z.b. zoll) bargeldlos abzuwickeln an der tür ?? wie soll das gehn. der pöstler muss heute sogar wechselgeld aus der eigenen tasche finanzieren. die post will bargeldlos einführen, aber nur mit postcard .... tsss ... das management hat noch nicht begriffen was der kunde will.

  • Jeanmarcel am 26.06.2019 20:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Leere Versprechungen

    Und wie soll das funktionieren? Wenn nicht einmal die Pakete ankommen auf die man wartet! Es kommt mir vor wie in Deutschland wo man eine Woche lang auf seine Post warten muss.

  • Elemen am 26.06.2019 20:42 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gute Idee

    Ich finde diesen Service sehr gut! Es gibt schliesslich auch menschen die nicht mehr zur Post können (Gesundheit).