72,6 Millionen Franken

28. Februar 2011 07:42; Akt: 28.02.2011 14:51 Print

Bank Coop erhöht den Gewinn

Die Bank Coop hat 2010 den Gewinn leicht auf 72,6 Millionen Franken gesteigert. Ein deutliches Plus gab es bei den verwalteten Kundengeldern.

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Die Bank Coop hat ihren Gewinn im letzten Jahr leicht um 1,7 Prozent auf 72,6 Mio. Fr. gesteigert. Im Hypothekargeschäft hat die Tochter der Basler Kantonalbank (BKB) ein neuen Rekordwert erreicht. Noch stärker zugelegt haben die Kundengelder.

Die Hypothekarforderungen stiegen bei der Bank Coop 2010 um 6 Prozent auf 11,7 Mrd. Franken. Damit übertraf die Bank das Wachstum des Markts von 4,3 Prozent, wie der Geschäftsleitungsvorsitzende Andreas Waespi an der Bilanzmedienkonferenz am Montag in Basel festhielt.

Die Nachfrage nach Festhypotheken war dabei angesichts der anhaltend niedrigen Zinsen nach wie vor stärker als jene nach variablen Hypotheken: Rekordhohe 90,5 Prozent am Gesamtbestand machten die Festhypotheken Ende 2010 (2009: 86,3 Prozent) aus.

Gleichzeitig erhielt die Bank von Kunden aber auch deutlich mehr Geld anvertraut: Die Kundengelder stiegen um 8,4 Prozent auf 9,7 Mrd. Fr. und so - auch absolut - stärker als das Hypothekarvolumen. Damit «verbessert sich die Refinanzierungssituation der Bank Coop markant», sagte Waespi. Zugelegt hätten namentlich die Spargelder.

Zinsengeschäft stagniert

Derweil litt aber im immer noch von Margendruck geprägten Markt das Zinsengeschäft: Es stagnierte bei 148,8 Mio. Fr. (-0,3 Prozent). Beim Ertrag am erfreulichsten war mit einem Plus von 3,9 Prozent auf 68,5 Mio. Fr. das Kommissionsgeschäft. Im - weniger gewichtigen - Handelsgeschäft gabs ein Minus von 16,7 Prozent auf 13 Mio. Franken.

Der Geschäftsaufwand stieg gleichzeitig um 3 Prozent auf 144,2 Mio. Franken. Um 0,3 Prozent nahm dabei der Personal-, um 7 Prozent aber der Sachaufwand zu, Letzteres laut der Bank vor allem wegen der Modernisierung von Geschäftsstellen sowie Markenwerbung.

Der Bruttogewinn sank so um 5,6 Prozent auf 88,6 Mio. Franken. Dank geringeren Abschreibungen auf dem Anlagevermögen, weniger Werberichtigungen, Rückstellungen und Verlusten sowie des Verkaufs von Beteiligungen weist die Bank indes beim Jahresgewinn ein Plus aus.

In Aufwand und Bruttogewinn nicht eingerechnet ist im Übrigen der - inzwischen vollzogene - Wechsel auf die vom Mutterhaus verwendete IT-Plattform Avaloq. Seit 2005 hat die Bank dafür total 67,5 Mio. Fr. zurückgestellt.

Verhalten optimistisch

Die Dividende soll unverändert bei brutto 1.80 Fr. je Aktie bleiben. «Verhalten optimistisch» beurteilt Waespi die Aussichten für 2011: Unsicherheiten prägten die Entwicklung an den Finanzmärkten, und die Wirtschaftsentwicklung sei ungewiss. Indes habe die Bank Coop «einen leicht höheren Bruttogewinn budgetiert».

(sda)