Schlechte Noten

10. Juli 2012 06:26; Akt: 10.07.2012 08:54 Print

Banken, Versicherungen und Korruption

Transparency International (TI) hat grosse internationale Konzerne auf Korruption überprüft. Das Ergebnis ist ernüchternd. Auch Schweizer Firmen schneiden nicht sonderlich gut ab.

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Laut Transparency International ist Korruption bei internationalen Grosskonzernen immer noch ein Problem. (Bild: colourbox.com)

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Transparency International (TI) sieht beim Engagement grosser internationaler Konzerne gegen Korruption weiter Defizite. Die Studie über Anti-Korruptionsprogrammme der 105 weltgrössten Aktiengesellschaften bescheinigt den Konzernen aber generell Fortschritte.

An der Spitze der 105 Unternehmen liegt der norwegische Öl- und Gaskonzern Statoil, der 8,3 Punkte erreichte. Statoil mache wichtige Informationen über Anti-Korruptions-Programme, über Tochtergesellschaften, Steuerzahlungen und Gewinne in 37 Ländern öffentlich, teilte TI am Dienstag mit.

Untersucht wurden auch vier Schweizer Unternehmen. Novartis schnitt dabei mit Rang 12 (6,5 Punkte) am besten ab, Roche liegt mit 5,9 Punkten auf Rang 31, Nestlé erreichte mit ebenfalls 5,9 Punkten Rang 34 und Credit Suisse mit 5,1 Punkten Rang 44.

Tiefer Durchschnitt

Drei der Schweizer Unternehmen lägen bei der «Veröffentlichung der Informationen über die Anti-Korruptionsprogramme» über dem Durchschnitt. «Dennoch könnten sich die Unternehmen auch hier verbessern», hiess es weiter.

Ausserdem habe eine Studie von TI und Ethos aus dem Jahr 2011 gezeigt, «dass die publizierten Informationen in der Regel nicht ausreichen, um Korruptionsrisiken und mögliche Gegenmassnahmen zu beurteilen».

24 Banken und Versicherungen stellt die Studie sehr schlechte Zeugnisse aus. Diese erreichten von 10 möglichen Transparenzpunkten im Schnitt nur 4,2 Punkte. Undurchsichtige Strukturen bei Banken und Versicherungen hätten auch zur jüngsten Finanzkrise beigetragen, hiess es. Die Studie wird am Dienstag in Berlin vorgestellt.

(sda)

sentifi.com

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Hans Muster am 10.07.2012 07:18 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schwarzgeld

    Wie lange dauert es wohl noch bis auch die Lebensversicherer ihre Kunden bekannt geben müssen die ihr Geld dort vom Steueramt verstecken???

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  • Patrick am 10.07.2012 09:04 Report Diesen Beitrag melden

    Verklagen

    Ja klar, die Schweizer Firmen sollen korrupt sein? Das ist wieder mal eine unglaubliche Unterstellung und Frechheit, nur um der Scheiz zu schaden. Wir sind wohl das einzige nicht korrupte Land auf der ganzen Welt. Diese Leute von transparency international sollten wir allesamt wegen Rufschädigung und Unterstellung verklagen.

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  • von mir am 10.07.2012 08:54 Report Diesen Beitrag melden

    arbeiter

    irgendwie muss die TI ja existenz rechtfertigen. zeigt wieder mal auf, dass wir uns einfach nur noch mehr überwachen und verwalten. wir brauchen leute die an der front arbeiten und nicht solche die anderen bei der arbeit zusehen oder diese überwachen oder kontrollieren. von denen haben wir genug.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Jacky M. am 10.07.2012 12:22 Report Diesen Beitrag melden

    Es scheint noch immer genügend

    Geld dazusein. Anders kann ich es mir nicht erklären, dass immer mehr solcher "Institute" am Kuchen beteiligt werden....

  • Markus Fischer am 10.07.2012 12:10 Report Diesen Beitrag melden

    völlig falsche Aussage

    wie und was wurde genau getestet? für micht klingt das wieder einmal nach einer pauschalaussage. ist doch klar das banken und versicherungen ihre informationen nicht so offen preiseben wollen und DÜRFEN wie andere unternehmen. Ausserdem finde ich so eine Statistik total überflüssig und sagt 0 darüber aus ob eine firma korrupt ist oder nicht. Informationen über Anti-Korruptions-Programme nicht öffentlich machen heisst noch lange nicht man sei korrupt.

  • Jo Jo Rinderknecht am 10.07.2012 11:41 Report Diesen Beitrag melden

    es ist

    jeder käuflich! Das ganze ist immer nur eine Frage des Preises! Seit ehrlich zu Euch, ihr nehmt das Geld auch wenn die Kasse stimmt

    • Bruno am 10.07.2012 12:30 Report Diesen Beitrag melden

      Ja, aber..

      Ja das würden wir, aber wenn diese möglichkeit beim Durchschnittsbürger bestünde, dann würde auch jeder der etwas zu sagen hätte, alles dafür tun das zu unterbinden, damit kein 5er verloren ginge. Wenn Sekretärinnen wegen einem Sandwich entlassen werden, dann soll solche korrektheit auf allen Ebenen gelten, oder wir alle holen uns was wir können mit allen mitteln.

    einklappen einklappen
  • H. Müller am 10.07.2012 09:55 Report Diesen Beitrag melden

    Jusctice = just us

    Ach.. wenn ich dann das näcshte mal ein Problem mit dem Steueramt oder den Behörden habe dan können sie mir auch einfach nur 4 von 10 Transparentpunkte vergeben und die Sache ist gegessen. haha.

  • Fritz Imobersteg am 10.07.2012 09:43 Report Diesen Beitrag melden

    Nett-wörking, nicht wahr ?

    Dieses Wort , wie heisst es auf Deutsch, ist jetzt modern und wir wollen doch mit der Zeit gehen.