Ausblick 2016

07. Januar 2016 10:35; Akt: 07.01.2016 10:47 Print

Banken wollen dieses Jahr neue Jobs schaffen

Die Schweizer Banken blicken zurückhaltender in die Zukunft. Der strukturelle Wandel erfordere gezielte Investitionen.

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Wachsender Personalbedarf: Blick auf den Zürcher Paradeplatz. (6. Januar 2015) (Bild: Keystone)

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Die Schweizer Banken sind nicht mehr ganz so optimistisch wie im Vorjahr. 81 Prozent der Institute bewerten den operativen Geschäftsgang als positiv oder eher positiv, wie aus einer Umfrage des Beratungsunternehmens EY (Ernst&Young) hervorgeht.

Im Vorjahr waren es noch 88 Prozent gewesen. Ebenfalls etwas zurückhaltender fällt der Blick auf die Zukunft aus: Noch 75 Prozent der Banken erwarten in den kommenden zwölf Monaten eine Verbesserung der Ergebnisse. Im Vorjahr hatten noch 84 Prozent mit besseren Ergebnissen gerechnet.

Gezielte Investitionen

Die Banken würden erkennen, dass der strukturelle Wandel nicht umsonst zu haben sei, sondern gezielte Investitionen erfordere. Dies zeige sich beim wachsenden Personalbedarf: Ein Drittel der Institute wollen in den nächsten zwölf Monaten neue Stellen schaffen. Dies sei der höchste Wert seit fünf Jahren, teilte EY am Donnerstag vor den Medien in Zürich mit.

Aber: Der Trend zu mehr Personal werde nicht lange anhalten. Vielmehr würden Verlagerungen und Effizienzsteigerungsprogramme mittelfristig dazu führen, dass Arbeitsplätze ausgelagert oder mit einer zunehmenden Automatisierung gestrichen würden, erklärte EY-Experte Olaf Toepfer.

120 Banken befragt

Die negativen Zinsen der Schweizerischen Nationalbank (SNB) würden die Banken unter Druck setzen, hiess es weiter. Dennoch wollten 70 Prozent der Institute davon absehen, ihren Privatkunden die Negativzinsen zu belasten. Mit gutem Grund: Eine allfällige Weiterbelastung würde wohl zusätzlich zu unerwünschten negativen Entwicklungen führen, erklärte EY-Partner Patrick Schwaller.

Für die Studie wurden 120 Banken in der Schweiz befragt. Die beiden Grossbanken Credit Suisse und UBS gehörten nicht dazu.

(dia/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Patricia am 07.01.2016 11:28 Report Diesen Beitrag melden

    Also Bitte...vera...kann ich mich allein

    Man bekommt immer denselben Mist zu hören....alles ist zu teuer...Stellenabbau und Auslagerungen. Gleichzeitig wird permanent gejammert dass ein immenser Fachkräftemangel in der CH herrscht und zwar ein so grosser dass man sogar angebliche Flüchtlinge anstellen muss, die gerade erst in die CH gekommen sind. Immer mehr Einheimische sind arbeitslos und ausgesteuert und trotzdem wandern immer noch zehntausende von EUler in die CH um hier zu profitieren und die Teppichetage heult weiter im Takt, während die sich Ende Jahr ihre horrenden Boni auszahlen lassen!

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  • banky am 07.01.2016 13:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Umgekehrt

    Also ich arbeite auf einer CH Grossbank. In der CH werden, so wie ich es erfahre, keine Stellen geschaffen, sonder es werden abggebaut. Und Outgesourct nach Indien und Polen. Sparen ist angesagt. Ausser bei den Boni der Managers of course..

  • Friwi am 07.01.2016 13:05 Report Diesen Beitrag melden

    Wozu denn

    Wozu neue Jobs schaffen? Vermutlich um sie wieder nach Polen und Ungarn auszulagern.

Die neusten Leser-Kommentare

  • Cavi33 am 08.01.2016 08:46 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Schlechter Witz

    Die Banken haben am meisten Potenzial für die Automatisierung wo werden dann die Stellen geschaffen, im Management zum absahnen und wenn es schief läuft kommt der Staat, sprich Steuerzahler, zur Kasse. Die Kunden müssen dann für Dienstleistungen bezahlen die sie garnicht nutzen können.

  • Arbeiter am 08.01.2016 06:42 Report Diesen Beitrag melden

    Danke, ich verzichte auf solche Jobs

    Ich möchte nicht mal für eine Bank arbeiten wollen. Es würde mir nicht liegen, wenn ich den kleinen fleissigen Leuten viel Zinsen und Gebühren abknüpfen und an die bereits im Geld schwimmenden und daher auch nicht (mehr) arbeiten müssenden Grossbesitzer umverteilen müsste.

    • boing am 08.01.2016 09:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Arbeiter

      Da spricht ein Fachmann des Bankenwesens. Ich muss Sie enttäuschen, so funktioniert es nicht wirklich;)

    • Denker am 08.01.2016 11:56 Report Diesen Beitrag melden

      @boing

      Stichwort Giralgeldschöpfung? Geldschöpfung(Kreditvergabe) aus dem nichts und nur 2% Eigenkapital hinterlegen. Dabei fett von den Zinsen absahnen und wenn sich die Bank verspekuliert (ToBigToFail) von Steuernzahlern gerettet werden? Das ist das Kerngeschäft der Banke ;)

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  • Dr Eidgenoss am 07.01.2016 22:08 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Eine Katastrophe

    Arbeitsplätze nach Polen verlagern - Geld sparen - Boni der Topmanager so sichern und der Kundenservice bleibt auf der Strecke! Katastrophe - Und Mehrwert für die Schweiz gleich null!!!!

  • Prophezeier am 07.01.2016 20:57 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Das Outsourcing

    Was ich den Banken extrem gönnen mag, ist, dass mit Indien und vor allem mit Polen zwei Staaten für's Outsourcing gewählt wurden, die langsam aber stetig ganz unsichere Wackel-Kandidaten werden. Sie werden sowohl auf gesetzlichem, bildungsmäsdigem als auch auf wirtschaftlichem Umfeld unregierbar werden und ins Chaos abrutschen.

    • Cartman1993 am 08.01.2016 03:32 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Prophezeier

      wieso?

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  • banky am 07.01.2016 13:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Umgekehrt

    Also ich arbeite auf einer CH Grossbank. In der CH werden, so wie ich es erfahre, keine Stellen geschaffen, sonder es werden abggebaut. Und Outgesourct nach Indien und Polen. Sparen ist angesagt. Ausser bei den Boni der Managers of course..