Schweizer Börse

04. März 2011 18:42; Akt: 04.03.2011 18:47 Print

Banken ziehen SMI ins Minus

Der Schweizer Aktienmarkt ist am Freitag mit klar tieferen Kursen aus dem Handel gegangen und hat damit auch die Woche leicht im Minus abgeschlossen.

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Die Kurse zum Fallen gebracht haben am Freitagnachmittag vor allem die aktuellsten volkswirtschaftlichen Zahlen aus den USA. Sowohl der Bericht zum US-Arbeitsmarkt als auch die Bestellungseingänge der amerikanischen Industrie sind besser ausgefallen als erwartet. Die negative Reaktion des Aktienmarktes wurde in Marktkreisen auf Gewinnmitnahmen und auf die anhaltenden Unsicherheiten um die politische Lage in Nordafrika und im Nahen Osten zurückgeführt.

Zudem rücke mit der langsam fortschreitenden Verbesserung der Arbeitsmarktsituation auch eine Straffung der ultralockeren US- Geldpolitik wieder etwas näher. Die Börse belastet hat aber auch der wieder gestiegene Ölpreis.

Der Swiss Market Index (SMI) schloss 1,04 Prozent tiefer als am Donnerstag bei 6530,54 Punkten. Im Wochenvergleich ergab sich ein Minus von 0,1 Prozent. Der breite Swiss Performance Index (SPI) fiel 0,79 Prozent auf 5916,78 Punkte.

Die grössten Verluste erlitten die Aktien der Grossbanken UBS (-2,8 Prozent) und CS (-2,7 Prozent). Der am gestrigen Donnerstag von der Europäischen Zentralbank signalisierte Kurswechsel in der Zinspolitik habe die Bankaktien am stärksten belastet, hiess es am Markt. Klar tiefer gingen auch die Wertpapiere der Bank Julius Bär (-1,4 Prozent) aus der Sitzung.

Für einen guten Teil des Verlustes des SMI sorgte aber der Aktienkurs von Nestlé, der 1,6 Prozent nachgab. Die Nachricht, dass Denner in einem Rechtsstreit um den Verkauf von Nespresso- kompatiblen Kaffeekapseln einen Teilsieg errungen hat, dürfte das Papier aber kaum gross belastet haben.

Mehr als 1 Prozent an Wert verloren auch die Aktien des Spezialchemiekonzerns Clariant (-1,2 Prozent), des Uhrenherstellers Swatch und des Luxusgüterkonzerns Richemont (je -1,1 Prozent). Etwas besser als der SMI hielten sich die Aktienkurse des Computerzubehörherstellers Logitech (-0,6 Prozent) und des Pharmakonzerns Roche (-0,5 Prozent).

An der Spitze stand am Schluss der Raffineriebetreiber Petroplus (+2,1 Prozent), dessen Aktien von positiven Aussagen des US-Wettbewerbers Valero profitiert haben. Mit an der Spitze befanden sich auch die Wertpapiere der Versicherer Swiss Life (+1,9 Prozent) und Bâloise (+1,0 Prozent) sowie der Zementkonzern Holcim (+0,9 Prozent).

(sda)