Lohnstagnation korrigieren

01. Oktober 2018 13:25; Akt: 01.10.2018 13:35 Print

Banker finden, dass sie zu wenig verdienen

Der Schweizerische Bankpersonalverband fordert eine Lohnerhöhung im Finanzbereich um zwei Prozent. Es sei an der Zeit, dem Bankpersonal ein positives Signal zu senden.

Bildstrecke im Grossformat »

Zum Thema
Fehler gesehen?

Die Erhöhung soll zudem gerechter als bisher verteilt werden und deshalb mindestens der Hälfte der Angestellten jedes Geschäftsbereiches zugutekommen. Zehn Jahre nach dem Ausbruch der Finanzkrise und angesichts eines seit vielen Jahren erstmaligen Teuerungsanstiegs von einem Prozent sei es an der Zeit, dem Bankpersonal ein positives Signal zu senden, teilte der Bankpersonalverband am Montag mit.

Umfrage
Finden Sie das Anliegen des Bankenpersonalverbands gerechtfertigt?

In den letzten Jahren wurden die Lohnbudgets laut dem SBPV vor allem genutzt, um im sogenannten «war for talents» - also dem Wettbewerb um Talente - mit hohen Löhnen locken zu können. Dadurch sind dem Communiqué zufolge die weniger profilierten, aber nicht minder entbehrlichen Angestellten zu kurz gekommen.

Demotivierende Wirkung

Deren Löhne seien in der Folge nicht mehr vom Fleck gekommen, was aufgrund der geforderten Leistungen und erzielten Gewinne mehr als demotivierend wirke, hiess es weiter. Mit einer Lohnerhöhung für mindestens 50 Prozent der Angestellten jedes Geschäftsbereichs könnten die Banken diese Lohnstagnation korrigieren.

Im nächsten Frühling will der Personalverband wieder seine zweijährliche Lohnumfrage durchführen. Diese soll eine Einschätzung der Entwicklung der Lohnpolitik und des Zufriedenheitsgrades der Bankangestellten erlauben.

(sda)

Kommentarfunktion geschlossen
Die Kommentarfunktion für diese Story wurde automatisch deaktiviert. Der Grund ist die hohe Zahl eingehender Meinungsbeiträge zu aktuellen Themen. Uns ist wichtig, diese möglichst schnell zu sichten und freizuschalten. Wir bitten um Verständnis.

Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Italico Nero am 01.10.2018 13:37 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    STIMMT

    Der normale Bankkaufmann hat kein guter Lohn für die Arbeit welche er leisten darf. Die Cheff-Etage frisst dafür das zehnfache.

    einklappen einklappen
  • PG am 01.10.2018 14:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Lösung?

    ...relativ einfach. Die teils immer noch horrenden Einkommen des mittleren und oberen Kader anpassen und verlagern auf die unteren Einkommen...dann haben alle genug.

    einklappen einklappen
  • Fritz Hummler am 01.10.2018 13:42 Report Diesen Beitrag melden

    überall das Gleiche

    Das mag hier für 80% der Support-Funktionen zutreffen.

    einklappen einklappen

Die neusten Leser-Kommentare

  • Ruck Zuck am 02.10.2018 13:17 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    verdienen sicher nicht schlecht

    Gejammer auf höchstem Niveau.

  • Beobachter am 02.10.2018 12:55 Report Diesen Beitrag melden

    Einfache Lösung

    Managerlöhne + Boni / Spesen über z.B. 500 000.- müssen zuerst als Gewinn der Firma versteuert werden. Damit könnte vielleicht (???) eine Wende zu mehr Investitionen oder besserer Lohnverteilung beim "Laufpersonal" erzeugt werden. Auf jeden Fall würde die Allgemeinheit mehr davon provitieren, wenn die Politiker das Geld nicht, wie so oft, einfach "verblöden"

    • koerthis am 02.10.2018 14:27 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Beobachter

      Total deiner Meinung. Der Ansatz alles über 500000.- erst als Gewinn zu versteuern und nach Auszahlung Einkommensteuer drauf zu hauen scheint mir die einzig vernünftige Lösung. Andres bekommt man den Lohn- und Bonuswahn nicht in den Griff.

    einklappen einklappen
  • T.ja am 02.10.2018 12:31 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    alles in den a.... gepumpt..

    Wie wäre es wenn man mal die Löhne bei denen anhebt die ihren Körper bis sie 65 sind ziemlich zerstören??? Statt denen noch mehr zu geben welche jetzt schon sehr viel bekommen und hier ist nicht nur die Rede vom Lohn.

  • Ausgesteuerter am 02.10.2018 12:19 Report Diesen Beitrag melden

    Ein Hohn!

    Da mäkeln ein paar Gutverdienende (ab 6000.-Fr./Monat) an ihrem Lohn rum, während andere mit weniger als der Hälfte und Erspartem leben (müssen). Schon etwas peinlich.

    • Giovanni1 am 02.10.2018 13:21 Report Diesen Beitrag melden

      (Keine) Ahnung?

      Das mit Ihrer Aussteuerung tut mir leid, trotzdem, Sie liegen völlig falsch, wenn Sie die Gleichung Banker = CHF 6'000 machen. Für das tägliche angepöbelt werden (allenfalls auch durch Sie?) verdienen die Schalterangestellten einer Bank ganz sicher nicht zu viel. Bevor Sie falsche Schlüsse ziehen: ich bin kein Schalterangestellter.

    • Martial2 am 02.10.2018 18:40 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Giovanni1

      Seit wann werden Bankangestellten am Schalter angepöbelt? Das habe ich noch nie erlebt, ganz im Gegenteil: Kunden - Banker pflegen miteinander im normal Fall sehr gute Kontakte...

    einklappen einklappen
  • Ökonom am 02.10.2018 12:15 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Relativieren: Nicht alle verdienen super

    Die einseitigen Hasstiraden gegen die Bankangestellten sind fehl am Platz. Klar verdienen die oberen und das Kader zum Teil exorbitant und unverhältnismässig. Die unteren Chargen aber, der einfache Angestellte, erhalten eher tiefe Löhne. Auch hier gilt: ausbeuten der Unteren zu Gunsten der Chefetage und derer die meinen dazuzugehören.