Moneyland-Studie

09. Februar 2016 13:28; Akt: 09.02.2016 13:28 Print

Banktreue kostet uns jährlich 5,5 Milliarden

Zwar gewähren die Banken kaum Zinsen, dennoch kann sich ein Wechsel für den Kunden finanziell auszahlen – im Schnitt können 865 Franken im Jahr eingespart werden.

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Viele Gebühren sind den Kunden gar nicht bewusst: Ein Frau bezieht Geld von einem Bankautomaten. (22. September 2015) (Bild: Keystone)

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Schweizer sind treue Bankkunden. Würden sie etwas häufiger die Bank wechseln, könnten sie viel Geld sparen. Denn obwohl die Zinsen überall rekordtief sind und die Gebühren steigend, gibt es nach wie vor grosse Unterschiede zwischen den Banken.

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Ein erwachsener Bankkunde könnte pro Jahr durchschnittlich 865 Franken sparen, wenn er zur Bank mit den besten Konditionen wechseln würde. Dies zeigt eine am Dienstag veröffentlichte Studie des Online-Vergleichsdienstes moneyland.ch. Die gesamte Schweizer Bevölkerung verliert gemäss der Studie hochgerechnet mehr als 5,5 Milliarden Franken pro Jahr, weil sie die Bank zu wenig konsequent wechselt.

Unbekannte Gebühren

Teuer zu stehen kommen Bankkunden insbesondere die steigenden Gebühren. Laut moneyland.ch gibt es Hunderte von verschiedenen Gebührenarten, die vielen Konsumenten gar nicht bewusst seien. So etwa Gebühren für Bargeldbezüge, Rechnungen, Jahresabschlüsse, Strafgebühren beim Kontoüberzug und so weiter.

Dazu kommen die rekordtiefen Zinsen: Laut der Studie sind die Schweizer Sparzinssätze derzeit so tief wie noch nie in diesem und dem letzten Jahrhundert. Der Zinsssatz auf Sparkonten für Erwachsene liege derzeit bei durchschnittlich 0,1 Prozent, auf Privatkonten für Erwachsene sogar nur bei 0,01 Prozent.

(dia/sda)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Stefan Eich am 09.02.2016 13:38 Report Diesen Beitrag melden

    Bitte nochmals rechnen!!

    Toller Text. Will man damit nun den Kunden zum Wechsel animieren? Vielleicht sollte auch noch drin stehen, dass ein Wechsel zu einer anderen Bank leider Saldierungsspesen nach sich zieht. Welche unter anderem nicht gerade wenig sind. Also bitte noch einmal nachrechnen!!

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  • Bau Fachmann am 09.02.2016 13:41 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Geld nicht auf Bank

    Das Geld auf der Bank kostet nur, jeder der kann, sollte sein Geld investieren in wertvermehrende Gegenstände. Ob Haus, Oltimer, Kunst oder Schmuck. Bringt über die Jahre mehr Rendite.

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  • Johnny Weissmüller am 09.02.2016 13:50 Report Diesen Beitrag melden

    Eines ist sicher

    Werde bestimmt zu keiner Bank wechseln, bei der ein ausländischer Manager das Sagen hat und die Aktienmehrheit, somit der Profit, nicht in schweizer Händen liegt. Auch einer der dubiosen schweizer Banken, bei der die Mafia ihr Geld anlegt und wäscht, kommt bei mir nicht in Frage. Gibt ein untrügerisches Zeichen, welche Banken mafiagesteuert sind! Bezahle lieber ein bisschen mehr Verwaltungskosten, unterstütze damit aber eine echte schweizer Bank.

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Die neusten Leser-Kommentare

  • Arbeiter am 10.02.2016 20:01 Report Diesen Beitrag melden

    Banken

    Beim Zahlungsverkehr, Kreditkarte und Sparkonto kann man Problemlos und oft wechseln. Anders sieht es bei der Hypothek und bei den Anlagen aus. In diesem Bereich ist meiner Meinung nach Vertrauen zentral und wichtiger als Gebühren. Ach ja, ich führe zu 4 Schweizer und einer Deutschen Bank eine Geschäftsbeziehung.

  • eine Bankerin am 10.02.2016 10:54 Report Diesen Beitrag melden

    Andere Bedürfnisse

    Und welches ist die günstigste Bank? Das ist eben je nach Bedürfnis und Produkten, welche der Kund nutzt und benötigt, anders!! was für den Einen perfekt ist, wäre für den Zweiten zu teuer, da er gewisse Dinge nicht benötigt. Des Weiteren gibt es bei fast allen Banken "intern" die Möglichkeit Geld zu sparen. Vor einem Wechsel würde ich mich also mal auf meiner Bank erkundigen, ob es Möglichkeiten gibt, die Gebühren zu verringern oder ganz zu umgehen.

  • daniela 35 am 10.02.2016 09:56 Report Diesen Beitrag melden

    selbstjustiz

    ...oder erst gar keine bank:-) ich habe keine bank mehr...noch ein postkärtli für den lohn, der rest ist zu hasue oder in silber angelegt...ich traue keiner bank mehr....auch das erbe meiner eltern werden wir erhalten ohne diese fiese erbschaftssteuer...jedes jahr stück für stück..meine eltern haben ohr erbe zu hause versteckt oder so angelegt das der staat nicht kommen kann....und wenn sie ins pflegeheim müssen...ist einfach nichts mehr da:-P der staat soll zahlen.....thats it....

  • Fabian am 10.02.2016 08:05 Report Diesen Beitrag melden

    Raiffeisen

    Für mich ist die Raiffeisen inkl. Mitgliedschaft (300Fr die bei Auflösung rückerstattet werden) immer noch die beste und günstigste Variante. Als Jugendlicher bezahle ich prinzipiell einmal garnichts für Konto, EC und Kreditkarte. Gebühren bezahle ich nach dem 24. mal abheben bei einer anderen Bank pro Jahr. Einzig die Kreditkarte verlangt 1.5% gebühren bei Buchungen ins Ausland. Hier gäbe es eventuell Sparpotential. Aber welche Kreditkarte hat keine Gebühren auf so etwas?

    • Heiri Jost am 10.02.2016 08:29 Report Diesen Beitrag melden

      Homepage

      Ich würde mal die Homepage der UBS besuchen, dann findest du die Lösung. Ich weiss, es ist eine Grossbank.

    • eine Bankerin am 10.02.2016 10:58 Report Diesen Beitrag melden

      Es gibt so viele...

      Es gibt extrem viele Anbieter, welche Kreditkarten haben. Alle Kreditkarten kosten in irgendwelcher Art und Weise, bieten allerdings auch mehr, als bekannt ist. Dazu wird unterschieden zwischen Jahresgebühren (da gibt es auch kostenlose) und Transaktionsgebühren (hab noch keine Karte ohne gesehen). Die Frage ist immer, für was möchten Sie die Karte am meisten verwenden. Und anhand von dem lässt sich sicher eine für Sie günstige Karte finden.

    • ein banker am 10.02.2016 17:53 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @eine Bankerin

      es gibt keine günstige Kreditkarte.

    • Freak am 10.02.2016 21:14 Report Diesen Beitrag melden

      Emotionslos rechnen

      @ ein banker Letztes Jahr habe ich 90 Fr für die Kreditkarte bezahlt. Im Gegenzug erhielt ich 400 fr für den Umsatz retour. Bei Barzahlung wäre die Rechnung einfach gewesen. 0 Fr Gebühren und 0 Fr Rückerstattungen.

    • Greis am 10.02.2016 21:17 Report Diesen Beitrag melden

      Jugendlicher

      @ Fabian Hoffentlich bist du auch noch immer mit der Raiffeisen zufrieden, wenn die normalen Ansätze zur Anwendung kommen.

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  • Andy am 10.02.2016 07:58 Report Diesen Beitrag melden

    kostenloses Lohnkonto

    Ich wäre für ein Gesetz für ein kostenloses Lohnkonto. Schliesslich sind wir alle gezwungen eins zu haben und die Banken werden sich das wohl immer besser bezahlen lassen.

    • Jacky M. am 10.02.2016 16:39 Report Diesen Beitrag melden

      Gut, dann

      zahlen wir halt auch DAS über die Steuern. Warum auch nicht. Am besten lassen wir den Lohn gleich nach Bern schicken und begnügen uns mit Essensmarken, etc. die dann für alle gleich sind.

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